Selenskyj und Merz telefonieren nach Angriff auf Flughafen Leipzig – neue Luftabwehr-Pakete für September angekündigt
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mit Bundeskanzler Friedrich Merz telefoniert und im Anschluss angekündigt, dass die Ukraine im September neue Pakete zur Luftverteidigung aus Deutschland erhalten werde. Gesprächsthemen waren ein Angriff auf einen Flugplatz in Leipzig, den Selenskyj als „weitere russische Eskalation" bezeichnete, sowie die laufende Ausarbeitung eines bilateralen Drohnenabkommens („Drone Deal"). Die beiden Staatschefs vereinbarten zudem ein persönliches Treffen.
Das Wichtigste
- Selenskyj führte am 2. September 2026 ein Telefongespräch mit Bundeskanzler Friedrich Merz.
- Thema war unter anderem ein Angriff auf einen Flugplatz in Leipzig, den Selenskyj als „weitere russische Eskalation" bezeichnete.
- Merz informierte Selenskyj über deutsche Maßnahmen als Reaktion auf den Vorfall in Leipzig.
- Selenskyj kündigte an, dass die Ukraine im September neue Pakete zur Luftverteidigung aus Deutschland erhält.
- Laut „t-online" will Deutschland im September zusätzliche Raketen für das Luftabwehrsystem Iris-T liefern.
- Ebenfalls laut „t-online" sind mehrere tausend Angriffsdrohnen Teil der geplanten Lieferungen.
- Die Ukraine und Deutschland finalisieren den Text des Drohnenabkommens („Drone Deal"); Selenskyj bot deutsche Unterstützung durch ukrainische Expertise an.
- Die beiden Staatschefs einigten sich auf ein persönliches Treffen.
Warum es wichtig ist
Das Gespräch signalisiert eine fortgesetzte und ausgeweitete deutsche Militärhilfe für die Ukraine, insbesondere im Bereich Luftverteidigung, in einer Phase erneuter russischer Angriffe. Der Vorfall in Leipzig wird von Kiew als direkte russische Bedrohung deutscher Infrastruktur gerahmt, was die deutsche Unterstützung mit einem eigenen Sicherheitsinteresse verknüpft. Mit dem „Drone Deal" weitet sich die deutsch-ukrainische Verteidigungszusammenarbeit über Waffenlieferungen hinaus auf bilaterale Drohnen-Kooperation aus. Ein vereinbartes persönliches Treffen deutet auf eine Intensivierung der politischen Abstimmung hin.
Was geschehen ist
Am 2. September 2026 telefonierte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit Bundeskanzler Friedrich Merz. Nach Angaben Selenskyjs, der über den Anruf in sozialen Medien berichtete, war eines der zentralen Themen ein Angriff auf einen Flugplatz in Leipzig, den er als „weitere russische Eskalation" bezeichnete. Merz informierte Selenskyj über Maßnahmen, die Deutschland als Reaktion auf den Leipziger Vorfall ergriffen hat. Im Anschluss kündigte Selenskyj an, dass die Ukraine im September neue Pakete zur Luftverteidigung aus Deutschland erhalten werde; nach Berichten von „t-online" soll dies unter anderem zusätzliche Raketen für das System Iris-T sowie mehrere tausend Angriffsdrohnen umfassen. Beide Seiten finalisieren den Text des bilateralen Drohnenabkommens „Drone Deal"; Selenskyj erklärte, die Kooperation werde die Verteidigungsmöglichkeiten beider Länder erweitern, und bot Deutschland ukrainische Expertise an. Zudem einigten sich die beiden Staatschefs auf ein persönliches Treffen.