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Serienproduktion von über 5.000 Langstrecken-Kamikaze-Drohnen für die Ukraine bei München gestartet

In der Nähe von München hat die Serienproduktion von mehr als 5.000 weitreichenden Kampfdrohnen für die Ukraine begonnen. Hergestellt werden sie von dem Gemeinschaftsunternehmen des deutsch-amerikanischen Verteidigungsunternehmens Auterion und seines ukrainischen Partners Airlogix im Auftrag der deutschen Regierung im Wert von rund 300 Millionen Euro, der bis Mitte 2027 erfüllt werden soll. Das Projekt umfasst zwei Drohnenmodelle – eines mittlerer Reichweite und eines mit bis zu 1.500 Kilometern Flugreichweite.

Das Wichtigste

  • Serienproduktion von mehr als 5.000 weitreichenden Kampfdrohnen für die Ukraine in der Nähe von München angelaufen
  • Hergestellt vom Joint Venture zwischen Auterion und Airlogix; Auterion liefert Software und Betriebssystem, Airlogix die Hardware
  • Auftrag der deutschen Regierung über rund 300 Millionen Euro, Fertigung bis Mitte 2027
  • Zwei Drohnenmodelle: mittlere Reichweite sowie Langstreckenmodell mit bis zu 1.500 km Reichweite
  • Einsatz als Einweg-Kamikazedrohnen mit Sprengladung; KI soll gegen elektronische Gegenmaßnahmen schützen
  • Daneben stellt die Bundesregierung 90 Millionen Euro für 50.000 ukrainische Shrike-Drohnen für die ukrainischen Streitkräfte bereit
  • Erste lieferfertige Systeme sollen noch in diesem Jahr an die Ukraine gehen
  • Gemeinschaftsunternehmen wurde im Februar dieses Jahres gegründet

Warum es wichtig ist

Mit dem Produktionsbeginn wird erstmals in größerem Maßstab eine Serienfertigung weitreichender Kampfdrohnen für die Ukraine auf deutschem Boden aufgenommen. Der Auftrag im Wert von rund 300 Millionen Euro bindet über etwa zwei Jahre deutsche Industriekapazitäten an die ukrainische Verteidigung und kombiniert sie mit ukrainischer Kampferfahrung über das erst im Februar gegründete Joint Venture. Mit einer Variante von bis zu 1.500 Kilometern Reichweite erweitert sich zudem die potenzielle Reichweite ukrainischer Streikdrohnen – ergänzt durch ein separates deutsches Programm zur Beschaffung von 50.000 ukrainischen Shrike-Drohnen.

Was geschehen ist

In der Nähe von München hat die Serienproduktion von mehr als 5.000 weitreichenden Kampfdrohnen für die Ukraine begonnen. Hersteller ist das Joint Venture des deutsch-amerikanischen Verteidigungsunternehmens Auterion und seines ukrainischen Partners Airlogix. Der Auftrag der deutschen Regierung im Wert von rund 300 Millionen Euro soll bis Mitte 2027 erfüllt werden; eine weitere Produktionsstätte ist im Osten Deutschlands geplant. Das Programm umfasst zwei Modelle – eine Mittelstreckenvariante und ein Langstreckenmodell mit bis zu 1.500 Kilometern Flugreichweite. Die Drohnen sind als Einwegsysteme konzipiert: Sie tragen Sprengladungen und detonieren beim Aufprall auf das Ziel. In der Software wird Künstliche Intelligenz eingesetzt, um elektronische Gegenmaßnahmen des Gegners zu kompensieren. Das Joint Venture wurde erst im Februar dieses Jahres gegründet; nach Angaben des Unternehmens beschäftigt Auterion rund 300 Mitarbeiter und ist profitabel.

Wo die Berichte auseinandergehen

Der Gründungszeitpunkt des Joint Ventures zwischen Auterion und Airlogix wird in den Quellen unterschiedlich angegeben: Einige Berichte nennen lediglich „Februar dieses Jahres", während ein Artikel explizit den Februar 2026 nennt. Daraus ergibt sich eine Spanne von rund 19 Monaten zwischen den beiden Angaben.

Hintergrund

Das Joint Venture zwischen Auterion und Airlogix wurde im Februar desselben Jahres gegründet, in dem auch der Produktionsstart angekündigt wurde. Auterion wurde von Lorenz Mayer deutscher Herkunft in der Schweiz gegründet, hat heute seinen Hauptsitz in den USA und ein deutsches Büro in München; das Unternehmen beschäftigt etwa 300 Mitarbeiter und gibt an, profitabel zu sein, ohne Umsatzzahlen offenzulegen. Die Bundesregierung hat darüber hinaus 90 Millionen Euro für die Beschaffung von 50.000 ukrainischen Shrike-Drohnen für die ukrainischen Streitkräfte bereitgestellt. Die erste Veröffentlichung zum Produktionsstart erfolgte am 3. September durch das Handelsblatt. Separat untersucht die Münchner Polizei einen versuchten Brandanschlag Unbekannter auf die Baustelle eines anderen Verteidigungsunternehmens, Rohde & Schwarz, in München.