Regierungszentrum für Sicherheit
Das Regierungszentrum für Sicherheit Polens (Rządowe Centrum Bezpieczeństwa) ist eine Regierungsbehörde beim Ministerrat der Republik Polen, die für die Koordinierung der Tätigkeit staatlicher Stellen im Bereich des Krisenmanagements und des Bevölkerungsschutzes zuständig ist. Das Zentrum überwacht Bedrohungen der nationalen Sicherheit, analysiert Informationen über Notlagen und gewährleistet die Zusammenarbeit zwischen den für die Reaktion auf Krisen zuständigen Diensten. Geleitet wird das Zentrum von einem Direktor, der vom Ministerpräsidenten ernannt wird.
-
Russische Drohnenangriffe nahe polnischer Grenze: Treffer an Lokomotive eines Kyiv-Warschau-Zuges
In der Nacht zum 13. September 2026 hat Russland die Region Wolyn nahe dem Grenzübergang Jahodyn-Dorohusk mit Drohnen angegriffen. Eine Drohne traf die Lokomotive eines Passagierzugs der Strecke Kyjiw–Warschau etwa zwei Kilometer vor der polnischen Grenze. Nahe dem Grenzübergang geriet eine Tankstelle in Brand, mehrere Lastwagen wurden zerstört. Verletzt wurden nach offiziellen Angaben zwei Lastwagenfahrer; im Zug selbst kam niemand zu Schaden, weil das Personal der Ukrzaliznytsia 15 Minuten vor dem Einschlag evakuiert hatte. Ein Sonderzug mit ehemaligen europäischen Spitzenpolitikern, darunter Boris Johnson und der außenpolitische Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz, Günter Sautter, hatte den Bahnhof kurz vor dem Angriff verlassen. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk berief eine Sondersitzung des Regierungszentrums für Sicherheit ein und schloss nicht aus, dass die russische Eskalation auch polnisches Territorium treffen könnte.