Polnische Streitkräfte
Die Polnischen Streitkräfte (Wojsko Polskie) bilden die Streitkräfte der Republik Polen und umfassen Land-, See-, Luftstreitkräfte sowie Spezialeinheiten. Oberbefehlshaber ist der Staatspräsident, während der Generalstabschef und der Verteidigungsminister die unmittelbare Führung innehaben. Seit 2022 modernisiert Polen seine Armee umfassend und stockt die Personalstärke angesichts des Krieges im benachbarten Ukraine auf. Die polnischen Streitkräfte beteiligen sich an NATO- und EU-Missionen und bilden einen der größeren konventionellen Arme des Bündnisses an dessen Ostflanke.
-
Russische Drohnenangriffe nahe polnischer Grenze: Treffer an Lokomotive eines Kyiv-Warschau-Zuges
In der Nacht zum 13. September 2026 hat Russland die Region Wolyn nahe dem Grenzübergang Jahodyn-Dorohusk mit Drohnen angegriffen. Eine Drohne traf die Lokomotive eines Passagierzugs der Strecke Kyjiw–Warschau etwa zwei Kilometer vor der polnischen Grenze. Nahe dem Grenzübergang geriet eine Tankstelle in Brand, mehrere Lastwagen wurden zerstört. Verletzt wurden nach offiziellen Angaben zwei Lastwagenfahrer; im Zug selbst kam niemand zu Schaden, weil das Personal der Ukrzaliznytsia 15 Minuten vor dem Einschlag evakuiert hatte. Ein Sonderzug mit ehemaligen europäischen Spitzenpolitikern, darunter Boris Johnson und der außenpolitische Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz, Günter Sautter, hatte den Bahnhof kurz vor dem Angriff verlassen. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk berief eine Sondersitzung des Regierungszentrums für Sicherheit ein und schloss nicht aus, dass die russische Eskalation auch polnisches Territorium treffen könnte.