Ukrinform
Ukrinform ist die ukrainische staatliche Nachrichtenagentur, gegründet 1918. Sie veröffentlicht offizielle Nachrichten und Mitteilungen der ukrainischen Behörden.
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Russische Drohnenangriffe auf Lwiw: Abgeschossene Drohne zerstört Haus eines Arztes
In den frühen Morgenstunden des 13. Oktober hat Russland die Oblast Lwiw mit Drohnen angegriffen. Eine abgeschossene Drohne stürzte auf ein Wohnhaus im Dorf Murawane im Rajon Lwiw und löste Brände aus. Am Nachmittag folgte ein zweiter Angriff, bei dem eine reaktive Drohne im Dorf Malechiw Schäden anrichtete. Verletzte gab es nach offiziellen Angaben nicht.
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Russischer Angriff auf Evakuierungskolonne bei Kupjansk fordert zivile Opfer
Am 13. Oktober schlugen russische Streitkräfte eine Kolonne von Zivilisten, die Kupjansk in der Oblast Charkiw während einer sogenannten „Evakuierung" verließen. Nach Darstellung des 2. Korps der Nationalgarde „Chartija" wurde die Gruppe unter russischer Führung zum Gasweg Shebelinka–Ostrohosk gebracht und dort unter Mörser- und Artilleriebeschuss genommen. Ukrainische Streitkräfte eröffneten nach Angaben des Korps das Feuer nicht. Die Gesamtzahl der Opfer wird noch ermittelt.
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Russland kombiniert Raketen, Marschflugkörper und Drohnen bei Angriff auf Ukraine – drei Tote in Charkiw
In der Nacht zum 13. Oktober (ab 18:00 Uhr am 12. Oktober) hat Russland die Ukraine mit fünf ballistischen Raketen vom Typ Iskander-M/S-400, neun Marschflugkörpern vom Typ „Banderol“/„Dan-T“ und 108 Angriffsdrohnen angegriffen. Die ukrainische Luftabwehr schoss oder unterdrückte nach eigenen Angaben bis 08:00 Uhr 88 Drohnen, dennoch wurden direkte Treffer an 17 Orten und herabfallende Trümmer an weiteren 7 Orten verzeichnet. In Charkiw stürzte durch den Einschlag ein ganzer Hauseingang eines mehrgeschossigen Wohnhauses ein; drei Menschen kamen ums Leben, elf weitere wurden verletzt.
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Russische Drohne trifft Universität im Zentrum von Rivne – Dutzende Verletzte
Am Morgen des 13. Oktober schlug eine russische Drohne in das Gebäude des Rivneer Staatlichen Geisteswissenschaftlichen Universitäts im Zentrum von Rivne ein. Durch den Einschlag brach ein Brand aus, bei dem das Gebäude des Musikfakultät fast vollständig ausbrannte und das zweite Obergeschoss sowie Teile der Fassade schwer beschädigt wurden. Nach offiziellen Angaben wurden Dutzende Menschen verletzt, die meisten davon Verwaltungsmitarbeiter der Universität, da sich alle Studierenden zum Zeitpunkt des Angriffs in Schutzräumen befanden.
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Generalstab der Ukraine meldet 206 Gefechte seit Tagesbeginn am 13. Oktober
Der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine hat den operativen Stand zum Morgen des 13. Oktober 2026 veröffentlicht. Demnach fanden seit Tagesbeginn 206 Gefechte an der Front statt, der Schwerpunkt liegt auf der Richtung Pokrowsk. Am Vortag (12. Oktober) wurden 203 Gefechte registriert; die täglichen russischen Personalverluste beziffert der Generalstab auf 1.390 Personen.
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Kreml unterstützt Trumps Forderung nach neuem ukrainischen Präsidenten; Selenskyj knüpft Wahlen an 60-tägige Waffenruhe
Der Kreml hat US-Präsident Donald Trumps Forderung nach einem neuen Staatsoberhaupt in der Ukraine ausdrücklich begrüßt. Sprecher Dmitri Peskow begründete dies mit der angeblich fehlenden Bereitschaft Wolodymyr Selenskyjs, die für ein Kriegsende nötigen „sehr verantwortungsvollen und sehr schwierigen Entscheidungen" zu treffen. Selenskyj erklärte sich im Gegenzug bereit, Wahlen abzuhalten, sofern Russland einer 60-tägigen Waffenruhe zustimmt. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas wies vor dem EU-Außenratstreffen in Luxemburg darauf hin, dass Wahlen während eines Krieges verfassungsrechtlich nicht möglich seien, und forderte, den Druck auf Russland zu verstärken.
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Generalstab meldet 264 Gefechte an der Front – Schwerpunkt auf Pokrowsk und Kostjantyniwka
Der ukrainische Generalstab hat für die zurückliegenden 24 Stunden 264 Kampfhandlungen registriert. Die heftigsten Kämpfe fanden den Angaben zufolge in den Abschnitten Pokrowsk und Kostjantyniwka statt. Russische Streitkräfte führten zudem 73 Luftangriffe mit 238 gelenkten Bomben, setzten 8.985 Kamikaze-Drohnen ein und feuerten insgesamt 2.468 Mal auf ukrainische Siedlungen und Stellungen, darunter auch mit Mehrfachraketenwerfern.
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Trump kündigt „Energie-Waffenstillstand“ an, Kreml bestätigt ihn nicht – Russland greift ukrainische Energieinfrastruktur an
US-Präsident Donald Trump verkündete am 11. Oktober über Truth Social einen sofortigen „Energie-Waffenstillstand“ zwischen Russland und der Ukraine, den seiner Darstellung zufolge beide Seiten vereinbart hätten. Das Weiße Haus erklärte gegenüber Axios, der Waffenstillstand beziehe sich nur auf gegenseitige Angriffe auf Ölraffinerien („refinery for refinery“). Der Kreml wollte keine Bestätigung abgeben, und wenige Stunden nach Trumps Ankündigung schlug Russland das Heizkraftwerk TEC-5 in Charkiw sowie eine Energieanlage in Kiew an. Am 12. Oktober sprach Wolodymyr Selenskyj per Videoschalte auf dem Warschauer Sicherheitsforum und erklärte, die Ankündigung sei für ihn eine Neuigkeit gewesen; die Ukraine sei aber zu einem echten, gegenseitigen Energie-Waffenstillstand bereit.
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Ukrainischer Finanzminister warnt vor Liquiditätskrise – 29,5 Milliarden Dollar ausbleibender Partnerhilfe
Der ukrainische Finanzminister Serhij Martschenko hat am 12. Oktober in der Werchowna Rada eine Liquiditätskrise eingeräumt. Der Staatshaushalt habe in den ersten neun Monaten 2026 rund 50 Milliarden Hrywnja weniger eingenommen als geplant, 39 Milliarden Hrywnja an Ausgaben seien auf Jahresende verschoben und Investitionsausgaben – einschließlich Straßenbau – blockiert. Als Hauptursache nannte er 29,5 Milliarden Dollar an ausgebliebener Budgethilfe westlicher Partner, die an die Erfüllung von Reformverpflichtungen aus IWF-, EU- und Weltbank-Programmen geknüpft sei.
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Ukraine verabschiedet Gesetz zu Minderheitenrechten – Weg für zwei EU-Beitrittscluster frei
Das ukrainische Parlament hat am 12. Oktober das Gesetz Nr. 16119 zu den Bildungsrechten nationaler Minderheiten verabschiedet, Präsident Wolodymyr Selenskyj unterzeichnete es noch am selben Tag. Damit erfüllt die Ukraine die Bedingung, die Ungarn für die Freigabe der beiden seit Ende Juni blockierten EU-Beitrittscluster („Binnenmarkt" und „Wettbewerbsfähigkeit und inklusives Wachstum") gestellt hatte. Die Eröffnung der beiden Cluster ist für die Regierungskonferenz Ukraine–EU am 13. Oktober in Luxemburg vorgesehen.
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Sikorski: NATO muss auf mögliche tödliche russische Hybridangriffe in Europa vorbereitet sein
Der polnische Außenminister Radosław Sikorski hat in einem Interview mit der Financial Times während eines Besuchs in London die Allianz aufgefordert, sich auf eine entschlossene Reaktion auf mögliche tödliche russische Hybridangriffe in Europa vorzubereiten. Er schlug unter anderem die Schließung russischer Konsulate, Beschränkungen für russische Diplomaten, biometrische Pässe für in die EU einreisende Russen und eine Reduzierung der Touristenvisa für russische Bürger vor.
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Russischer Luftangriff auf Sloviansk: Wohnhäuser getroffen, Dutzende Verletzte
Am 11. Oktober um 09:45 Uhr führten russische Streitkräfte einen Luftangriff auf die Stadt Sloviansk in der Oblast Donezk durch. Drei FAB-250-Bomben (mit UMPK-Modulen) trafen zwei mehrstöckige Wohnhäuser; ein gesamter Eingang eines fünfstöckigen Gebäudes wurde vollständig zerstört. Die Opferzahlen stiegen im Tagesverlauf von zunächst vier auf sieben und in einer späteren Zählung auf zehn Verletzte, zudem wurde ein Toter gemeldet. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, dass noch Menschen unter den Trümmern eingeschlossen sein könnten. Die ukrainischen Behörden nahmen Ermittlungen wegen Kriegsverbrechen auf.
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Generalstab meldet 221 Gefechte an einem Tag – Pokrowsk und Huljajpole im Zentrum der Angriffe
Der ukrainische Generalstab hat für den 11. Oktober 221 Kampfeinsätze an der Front registriert. Die Richtungen Pokrowsk und Huljajpole waren mit 25 bzw. 21 abgewehrten Angriffen die Schwerpunkte. Die russische Armee setzte binnen 24 Stunden einen Raketenangriff, 73 Luftangriffe mit 255 Gleitbomben, 8.444 Kamikaze-Drohnen und 2.553 Beschüsse ein.
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Trump hebt US-Sanktionen gegen russisches Diesel in Telefonat mit Putin auf
US-Präsident Donald Trump verkündete am 9. Oktober eine mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefonisch vereinbarte Aufhebung der US-Sanktionen gegen russisches Diesel und kündigte Lieferungen von insgesamt über 4,8 Millionen Tonnen an den Weltmarkt an. US-Finanzministerium erließ noch am selben Abend die OFAC-General License Nr. 135. Die Entscheidung erfolgte während parallel laufender Ukraine-Gespräche in Miami und wurde von der Ukraine, den meisten europäischen Regierungen, der EU und US-Demokraten scharf kritisiert. Im Telefonat lehnte Putin nach Angaben seines Beraters eine Rückkehr zu Friedensgesprächen ab.
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Ukrainischer Geheimdienst benennt 20 Schiffe aus Russlands "Schattenflotte"
Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR hat Daten zu 20 Schiffen veröffentlicht, die russisches Öl, Ölprodukte und Flüssigerdgas exportieren oder sanktionierte Schiffe betanken. Alle 20 Schiffe stehen unter britischen oder ukrainischen Sanktionen, eines zusätzlich unter US-Sanktionen. Der Geheimdienst dokumentiert unter anderem, wie zwei Gastanker 2026 unter russische Flagge umgeflaggt wurden und nun vom Terminal Utренний des sanktionierten Arctic-LNG-2-Projekts sowie von der schwimmenden Speichereinheit KORYAK FSU nach China fahren. HUR fordert internationale Partner auf, Verkauf und Wartung der sanktionierten Schiffe stärker zu kontrollieren.
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Südkorea zieht Botschafter aus Kiew ab – Streit um nordkoreanische Kriegsgefangene und angebliche Sanktionsverstöße
Südkorea hat am 8. Oktober die Rückkehr seines Botschafters aus der Ukraine angekündigt, nachdem die Stimmung zwischen Seoul und Kiew durch den von Präsident Wolodymyr Selenskyj auf der UN-Generalversammlung öffentlich gemachten Transfer zweier nordkoreanischer Kriegsgefangener stark belastet wurde. Seoul wirft Kiew die Verletzung einer Geheimhaltungsvereinbarung vor; die ukrainische Seite bestreitet deren Existenz und wertet den Botschafter-Rückruf als diplomatischen Protest, nicht als Abbruch der Beziehungen. Gleichzeitig weist Seoul Vorwürfe zurück, illegal Treibstoff über sanktionierte Tanker nach Russland geliefert zu haben.
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Ukraine schickt Delegation nach Washington – Rubio spricht von „strategischer Sackgasse“
Eine ukrainische Delegation wird am 9. und 10. Oktober in den USA mit den Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner verhandeln. Parallel erklärte US-Außenminister Marco Rubio im Interview mit der griechischen Zeitung Kathimerini, ein diplomatisches Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sei derzeit „unerreichbar“, und sprach von einer „strategischen Sackgasse“. Präsident Wolodymyr Selenskyj wies diese Einschätzung bei einem Besuch in Pryluky zurück und forderte stattdessen härtere Sanktionen gegen Russland.
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Russland führt in der Nacht zum 7. Oktober groß angelegten kombinierten Angriff auf die Ukraine
Russland hat in der Nacht zum 7. Oktober 2025 einen massiven kombinierten Luftangriff auf die Ukraine gestartet, bei dem ballistische Raketen, Marschflugkörper und über 130 Drohnen gegen Kiew und mindestens zwölf Oblaste eingesetzt wurden. Die ukrainische Luftabwehr meldete bis zum Morgen 161 abgefangene oder unterdrückte Ziele. Bei Angriffen auf zivile Ziele in mehreren Städten, darunter Pryluky, Krementschuk und Kiew, kamen nach divergierenden Angaben mindestens 11 bis 19 Menschen ums Leben, Dutzende wurden verletzt.
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Russischer Drohnenangriff trifft Dnepr-Brücke in Saporischschja – fünf Verletzte, darunter Rotkreuz-Mitarbeiter
In der Nacht zum 6. Oktober 2026 haben russische Streitkräfte mit Drohnen unter anderem eine der Brücken über den Dnepr in Saporischschja getroffen. Der Verkehr über die Brücke wurde vorübergehend gesperrt, die Fahrbahnoberfläche beschädigt. Zunächst wurde über zwei Verletzte im Alter von 43 und 54 Jahren berichtet, die – wie sich herausstellte – Rotkreuz-Mitarbeiter auf dem Weg zur Arbeit waren. Spätere Meldungen sprachen von insgesamt fünf Verletzten, unter ihnen Frauen im Alter von 24 und 59 Jahren sowie ein 36-jähriger Mann. Alle Verletzten befanden sich nach Angaben der Behörden in leichtem Zustand. Über die Brücke informierte der amtierende Leiter der Oblast-Militärverwaltung Saporischschja, Mykhailo Semikin, über Telegram.
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Chongar-Brücke zwischen besetztem Cherson und Krim durch Angriffe schwer beschädigt
Die Chongar-Autobahnbrücke, die das besetzte Chersoner Gebiet mit der besetzten Krim verbindet, hat durch neue Angriffe schwere Schäden erlitten. Satellitenbilder, die vom OSINT-Projekt Dnipro Osint ausgewertet wurden, zeigen mindestens drei große Durchbrüche in der Fahrbahn und den Einsturz eines Brückenfelds. Die Schäden behindern nach Angaben ukrainischer Quellen den russischen Logistikverkehr, während russische Medien dies bestreiten.