Ukrinform
Ukrinform ist die ukrainische staatliche Nachrichtenagentur, gegründet 1918. Sie veröffentlicht offizielle Nachrichten und Mitteilungen der ukrainischen Behörden.
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Generalstab meldet 238 Gefechte an Tag 1671 – Schwerpunkt Kostjantyniwka und Pokrowsk
Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte hat am 21. September 2026 (Tag 1671 der russischen Vollinvasion) 238 Kampfeinsätze an der Front gemeldet. Die heftigsten Kämpfe fanden auf den Richtungen Kostjantyniwka und Pokrowsk statt. Die geschätzten Gesamtverluste der russischen Streitkräfte seit dem 24. Februar 2022 werden mit rund 1.519.650 Personen angegeben.
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Selenskyj und Trump telefonieren und vereinbaren Treffen in New York
Am Abend des 20. September führten der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und US-Präsident Donald Trump ein Telefongespräch, in dem sie ein persönliches Treffen in New York am Rande der UN-Generalversammlung vereinbarten. Selenskyj dankte Trump für den Besuch der US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner in Kiew am 6. September sowie für die Unterzeichnung des Lindsey-Graham-Gesetzes zu Sanktionen gegen Russland. Laut Axios-Quellen forderte Trump Selenskyj wiederholt auf, ukrainische Angriffe auf russische Ölraffinerien einzustellen, und verband dies mit steigenden globalen Dieselpreisen.
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NATO-Oberbefehlshaber: Bündnis bereit für mögliche russische Eskalation an der Ostflanke
Der Vorsitzender des NATO-Militärausschusses, Admiral Giuseppe Cavo Dragone, hat am 19. September in Kopenhagen erklärt, die Allianz sei bereit, auf eine mögliche Eskalation durch Russland an der Ostflanke zu reagieren. Dragone sprach vor den 32 ranghöchsten Militärs der NATO-Länder und verwies auf rund 4000 Seiten Verteidigungspläne sowie den weiteren Ausbau der Streitkräfte. Die Äußerung fällt in eine Phase wachsender Warnungen aus Polen, Frankreich, den Niederlanden, Litauen und Lettland vor russischen Provokationen.
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Trump unterzeichnet „Graham-Gesetz“: USA verhängen 100-Prozent-Zölle auf Käufer russischer Energie
US-Präsident Donald Trump hat am 18. September 2026 das sogenannte „Graham-Gesetz“ unterzeichnet, das neue Sanktionen gegen Russland und den Iran sowie Zölle von bis zu 100 Prozent auf Importe aus Ländern vorsieht, die weiterhin russische Energieträger kaufen. Das Gesetz wurde vom im Juli verstorbenen Senator Lindsey Graham (Republikaner) und Senator Richard Blumenthal (Demokrat) initiiert und trägt den offiziellen Titel „Lindsey O. Graham Sanctioning Russia and Iran Act of 2026" (HR 5334). Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bedankte sich für die Unterzeichnung und bezeichnete deren zügige Umsetzung als beste Würdigung des Andenkens an Graham.
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Russischer Drohnenangriff auf Vorortzug in Charkiwer Oblast – ein Toter, acht Verletzte
Am 18. September hat eine russische Drohne vom Typ Geran-4 einen elektrischen Vorortzug in der Charkiwer Oblast getroffen. Nach Angaben des ukrainischen Katastrophenschutzes wurde ein Mensch getötet und acht verletzt. Ukrzaliznytsia hatte die Bedrohung erkannt und eine Evakuierung angeordnet.
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US-Repräsentantenhaus verabschiedet Sanktionsgesetz gegen Russland und Iran
Das US-Repräsentantenhaus hat am 16. September 2026 den „Lindsey O. Graham Sanctioning Russia and Iran Act of 2026" verabschiedet. Das Gesetz sieht Sanktionen gegen russische Amtsträger, Oligarchen, Banken, Energieunternehmen und die Schattenflotte vor und ermächtigt Präsident Donald Trump, Zölle von bis zu 100 % auf Länder zu verhängen, die zu den fünf größten Abnehmern russischer Energie gehören. China und Indien reagierten mit scharfer Kritik, die Ukraine und Deutschland begrüßten das Gesetz.
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Russischer Drohnenangriff auf Odessa beschädigt 19-stöckiges Wohnhaus und mehrere zivile Objekte
Russische Streitkräfte haben in der Nacht zum 17. September Odessa und die Oblast Odessa mit Drohnen und anderen Waffen angegriffen. Ein 19-stöckiges Wohnhaus wurde direkt getroffen, zehn Wohnungen auf den Etagen 14–16 wurden zerstört. Insgesamt wurden nach offiziellen Angaben mindestens sieben Menschen verletzt, darunter zwei Kinder.
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Ukraine wirft Belarus Reaktivierung von Drohnen-Signalverstärkern vor
Der Grenzschutzdienst der Ukraine hat erklärt, Belarus habe auf seinem Territorium Signalverstärker (Relaisstationen) wieder in Betrieb genommen, die russische Shahed- und Gerbera-Drohnen bei Angriffen auf das westliche Ukraine unterstützen. Dazu zählten auch Angriffe auf den Grenzübergang Jahodyn in der Oblast Wolyn nahe der polnischen Grenze. Gleichzeitig teilte der Grenzschutzdienst mit, dass von belarussischer Seite derzeit keine Angriffsgruppe für eine Invasion in unmittelbarer Grenznähe aufgebaut werde.
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Selenskyj leitet Staff-Sitzung zum Schutz kritischer Infrastruktur und Logistik
Präsident Wolodymyr Selenskyj hat am 15. September eine Sitzung des Stabs des Oberbefehlshabers (Stawka) geleitet. Im Mittelpunkt standen Verträge für den Schutz kritischer Infrastruktur, die Stärkung der elektronischen Kriegsführung, die Reorganisation mobiler Feuergruppen und Maßnahmen zur Unterstützung der ukrainischen Eisenbahn.
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Russland startet eine der größten Drohnenangriffe des Krieges mit 453 Drohen in einer Nacht
In der Nacht vom 12. auf den 13. September 2025 hat Russland die Ukraine mit 453 Drohnen verschiedener Typen angegriffen, darunter Shahed-Drohnen (auch düsengetriebene), Gerbera-Drohnen, Parodia-Attrappen und S8000-Banderol-Marschflugkörper. Die ukrainische Luftabwehr erklärte, bis 08:00 Uhr 405 Drohnen sowie vier S8000-Banderol abgeschossen oder unterdrückt zu haben. Einschläge wurden an 13 Orten registriert.
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Ukraine plant 2–3-Milliarden-Dollar-Kriegsrisikoversicherungsfonds für Unternehmen, finanziert durch geplante Mehrwertsteuererhöhung
Der ukrainische Wirtschafts- und Umweltminister Oleksandr Kravchenko hat Pläne zur Schaffung eines 2 bis 3 Milliarden Dollar umfassenden Sonderfonds angekündigt, der Unternehmen gegen Schäden durch russische Angriffe absichern soll. Der Versicherungsbeitrag soll 2 % des versicherten Vermögenswerts betragen und bis zu 10 Millionen Dollar pro Unternehmensgruppe decken. Zur Finanzierung schlägt die Regierung eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von 20 % auf 21 % vor; Versicherungsauszahlungen sollen ab dem 1. Januar 2027 beginnen, sofern die Finanzierung bis dahin gesichert ist.
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Drohnenangriff auf Saratow: Ölraffinerie und Ozon-Lager in Flammen
In der Nacht zum 11. September 2026 haben ukrainische Drohnen die russische Stadt Saratow angegriffen und sowohl die Saratower Ölraffinerie als auch das Logistikzentrum des Onlinehändlers Ozon getroffen. An beiden Standorten brachen Brände aus. Gouverneur Roman Busargin sprach von Schäden an "ziviler Infrastruktur"; Ozon bestätigte den Einschlag und evakuierte die Mitarbeiter.
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Selenskyj warnt vor Vergeltung für russische Angriffe auf ukrainische Energieinfrastruktur
Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte am 11. September, die Ukraine habe gelernt, auf russische Angriffe auf das Energiesystem „mit Würde" zu reagieren, und kündigte Vergeltung an, falls Russland in diesem Winter Blackouts in der Ukraine verursache. Gleichzeitig skizzierte er eine Verhandlungsalternative: einen Energie-Waffenstillstand, die Aufhebung der Blockade des Schwarzen Meeres und die Fortsetzung des Gefangenenaustauschs.
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HUR-Chef Iwastschenko nennt Schusswechsel zwischen SBU und Militärabwehr in Kiew „inakzeptabel“
Der Leiter des ukrainischen Militärgeheimdienstes (HUR), Oleh Iwastschenko, hat sich erstmals öffentlich zu der Schießerei zwischen Mitarbeitern des Sicherheitsdienstes (SBU) und der HUR in der Nacht zum 2. September in Kiew geäußert. Er bezeichnete den Vorfall als „inakzeptabel“, wies Spekulationen über einen „Krieg der Geheimdienste“ zurück und forderte persönliche statt kollektive Verantwortung. Zugleich laufen Ermittlungen der Staatlichen Ermittlungsbehörde (DBR) und der Generalstaatsanwaltschaft.
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HUR-Chef Iwastschenko: Russland hat Ressourcen für Krieg bis 2027–2028
Der Leiter des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR, Oleh Iwastschenko, hat in einem Interview mit Ukrinform eine Einschätzung der russischen Kriegsfähigkeit gegeben. Demnach setzt Russland Söldner aus mehr als 40 Ländern ein, leidet unter einer wirtschaftlich deutlich geschwächten Lage, einer erschöpften Vertragsrekrutierung und einer wachsenden Ablehnung des Krieges in der eigenen Bevölkerung. Gleichzeitig schließt die Aufklärung nicht aus, dass Moskau Ressourcen für die Fortsetzung des Krieges bis 2027 und 2028 hat.
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Russland greift erneut Fährübergang Orliwka an der ukrainisch-rumänischen Grenze an
In der Nacht zum 6. September 2026 haben russische Streitkräfte die Grenzinfrastruktur im Rajon Ismajil in der Oblast Odessa angegriffen. Der internationale Fährübergang Orliwka an der ukrainisch-rumänischen Grenze wurde daraufhin vorübergehend geschlossen. Es ist bereits der zweite Angriff auf den Übergang innerhalb einer Woche und der vierte seit Beginn der großangelegten Invasion. Rumänien löste kurzzeitig Luftalarm aus und brachte Luftverteidigungskräfte in Bereitschaft. Der Übergang wurde am Morgen des 7. September wieder im Normalbetrieb geöffnet.
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Generalstab meldet 245 Gefechte an der Front – Schwerpunkt Pokrowsk und Kostjantyniwka
Der ukrainische Generalstab hat für den 5. September 2026 insgesamt 245 Kampfhandlungen an der Front gemeldet. Den 1656. Tag der russischen Großinvasion in der Ukraine überblickt, konzentrierte sich der Druck laut Bericht auf die Richtungen Pokrowsk und Kostjantyniwka, auf die zusammen 60 Angriffe entfielen.
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Russischer Drohnenangriff auf Mehrfamilienhaus in Saporischschja – landesweite Drohnennacht
In der Nacht zum 4. September haben russische Streitkräfte die Ukraine mit Angriffs- und Drohnenkampfdrohnen angegriffen. In Saporischschja schlug eine Drohne in ein mehrstöckiges Wohnhaus ein und löste einen Brand in zwei Wohnungen aus. Nach zunächst unklarer Lageangabe ging die regionale Militärverwaltung später davon aus, dass eine Frau verletzt wurde.
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Besatzungsgericht verurteilt melitopoler Journalistin Iryna Levchenko zu 15 Jahren Haft
Ein Besatzungsgericht im russisch kontrollierten Gebiet der Oblast Saporischschja hat die pensionierte melitopoler Journalistin Iryna Levchenko wegen angeblicher Spionage zu 15 Jahren Strafkolonie verurteilt. Levchenko, die mehr als 40 Jahre lang für die Lokalzeitung „Nowyj Den“ arbeitete, war am 6. Mai 2023 zusammen mit ihrem Ehemann Oleksandr in Melitopol festgenommen worden. Ihr Ehemann wurde im August 2024 freigelassen; sie selbst befand sich zum Zeitpunkt des Urteils bereits seit über drei Jahren in russischer Gefangenschaft.
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Russische Drohne trifft Marshrutka in Cherson – ein Toter, Dutzende Verletzte
Am 4. September 2026 hat eine russische Drohne im Zentralbezirk von Cherson eine Marshrutka und einen zivilen Pkw angegriffen. Ein 47-jähriger Einwohner starb im Krankenhaus, die Zahl der Verletzten stieg bis zum Nachmittag auf 12. Am selben Tag schlugen Drohnen in mehreren Gemeinden der Oblast Cherson ein.