Ukraine prüft Balta-Eparchie der UOK (MP) auf Verbindungen zur Russisch-Orthodoxen Kirche
Der ukrainische Staatliche Dienst für Ethnopolitik und Gewissensfreiheit (DESS) hat eine Überprüfung der Balta-Eparchie der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche (Moskauer Patriarchat) auf mögliche Verbindungen zur Russisch-Orthodoxen Kirche angeordnet. Die Untersuchung beginnt am 4. September 2026 auf Grundlage des Gesetzes über die Gewissensfreiheit.
Das Wichtigste
- DESS überprüft die Verwaltung der Balta-Eparchie der UOK (MP) auf mögliche Verbindungen zur Russisch-Orthodoxen Kirche.
- Anordnung durch DESS-Bescheid Nr. Н-142/11 vom 2. September 2026 genehmigt.
- Die Untersuchung erfolgt nach dem Gesetz der Ukraine über die Gewissensfreiheit und Religionsorganisationen sowie nach dem von der Regierung am 9. Mai 2025 genehmigten Verfahren.
- DESS sichert zu, ausschließlich im Rahmen der geltenden Gesetzgebung zu handeln und die Religionsfreiheit zu respektieren.
- Die Arbeitsgruppe wurde mit DESS-Bescheid Nr. Н-106/11 vom 19. Juni 2026 gebildet.
Warum es wichtig ist
Die Überprüfung ist Teil der laufenden staatlichen Bemühungen der Ukraine, institutionelle Verbindungen zwischen der UOK (MP) und der Russisch-Orthodoxen Kirche aufzudecken und zu unterbinden. Mögliche Ergebnisse könnten rechtliche Beschränkungen oder strukturelle Änderungen für die Verwaltung der Balta-Eparchie nach sich ziehen.
Was geschehen ist
Der Staatliche Dienst für Ethnopolitik und Gewissensfreiheit (DESS) hat mit Bescheid Nr. Н-142/11 vom 2. September 2026 eine Überprüfung der Verwaltung der Balta-Eparchie der Ukrainisch-Orthodoxen Kirche (Moskauer Patriarchat) angeordnet. Die Untersuchung wird vom 4. September 2026 an von einer eigens gebildeten Arbeitsgruppe durchgeführt. Geprüft werden mögliche Verbindungen zur Russisch-Orthodoxen Kirche, deren Tätigkeit in der Ukraine als ausländische Religionsorganisation verboten ist. DESS erklärte, ausschließlich im Rahmen der geltenden Gesetzgebung und unter Wahrung der Religionsfreiheit zu handeln; die Ergebnisse sollen öffentlich vorgestellt werden.
Hintergrund
Am 22. Juli 2026 veröffentlichte DESS die Ergebnisse einer Untersuchung zur Pochajiw-Heiligen-Geburts-Lawra und stellte fest, dass diese mit der Russisch-Orthodoxen Kirche verbunden ist, deren Tätigkeit in der Ukraine verboten ist. Am 27. Juli 2026 erließ DESS eine Anordnung an das Kloster der Pochajiw-Lawra, die Verbindungen zur Russisch-Orthodoxen Kirche innerhalb von 30 Tagen zu beseitigen. Die Russisch-Orthodoxe Kirche ist in der Ukraine als ausländische Religionsorganisation mit verbotener Tätigkeit eingestuft.