4 September 2026 · Aktualisiert am 4 September 2026

Ukrainischer Geheimdienst bestätigt Zerstörung von russischem Bastion-Komplex in der Krim

Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR hat bestätigt, dass die Spezialeinheit "Group 13" im August 2026 einen russischen Küstenraketenkomplex "Bastion" auf der besetzten Krim zerstört hat. Das System wurde von Russland für den Start von Zircon- und Oniks-Raketen auf die Ukraine eingesetzt. Bei derselben Operation wurden zwei Tanklastwagen und ein Kommandofahrzeug der russischen Besatzer getroffen.

Das Wichtigste

  • HUR bestätigte die Zerstörung des russischen Küstenraketenkomplexes "Bastion" auf der besetzten Krim.
  • Die Operation wurde von der Spezialeinheit "Group 13" des HUR durchgeführt.
  • Die Operation fand im August 2026 statt.
  • Während der Operation wurden zwei Tanklastwagen und ein Kommando-Stabs-Fahrzeug der russischen Besatzer zerstört bzw. beschädigt.
  • Das System "Bastion" wurde von Russland für den Start von "Zircon"- und "Oniks"-Raketen auf die Ukraine eingesetzt.
  • Kampfvideo wurde am 4. September im Telegram-Kanal des HUR veröffentlicht.
  • Am 16. August hatte die ukrainische Marine bereits über die Beschädigung eines "Bastion"-Komplexes auf der Krim berichtet.

Warum es wichtig ist

Die Zerstörung eines "Bastion"-Komplexes schwächt die Fähigkeit Russlands, das ukrainische Territorium von der Krim aus mit Marschflugkörpern zu beschießen. Der Komplex kann hyperschallfähige "Zircon"- und überschallschnelle "Oniks"-Raketen auf Entfernungen von 300 bis 600 km abfeuern. Der Angriff zeigt zudem, dass ukrainische Spezialeinheiten wie "Group 13" in der Lage sind, tiefer im occupied the Krim operieren.

Was geschehen ist

Der ukrainische Militärgeheimdienst HUR hat bestätigt, dass die Spezialeinheit "Group 13" im August 2026 auf der besetzten Krim einen russischen Küstenraketenkomplex "Bastion" zerstört hat. Das System wurde von den russischen Besatzern für den Start von "Zircon"- und "Oniks"-Raketen auf ukrainisches Gebiet eingesetzt. Im Verlauf derselben Operation wurden zwei Tanklastwagen und ein Kommando-Stabs-Fahrzeug der russischen Besatzer auf der Halbinsel zerstört bzw. beschädigt. Die ukrainischen Seestreitkräfte hatten bereits am 16. August über die Beschädigung eines "Bastion"-Komplexes auf der Krim berichtet. Das Kampfvideo wurde am 4. September im Telegram-Kanal des HUR veröffentlicht.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Ukrainische Quellen stellen den HUR des Verteidigungsministeriums und die Spezialeinheit "Group 13" als verifizierte Quelle des Angriffs in den Mittelpunkt und rahmen die Zerstörung des "Bastion" als Bestätigung einer erfolgreichen Spezialoperation tief in der Krim. Die Berichterstattung betont die strategische Rolle des "Bastion" als Träger von "Zircon"- und "Oniks"-Raketen, die die Ukraine angreifen, und stellt den Treffer als Schlag gegen die russische Fähigkeit dar, ukrainisches Territorium zu beschießen.

Wo die Berichte auseinandergehen

Quellen unterscheiden sich hinsichtlich der Datierung der Operation: Einige Quellen (Artikel 3222) nennen August 2026, eine andere Quelle (Artikel 3194) gibt nur August ohne Jahresangabe an, und frühere Meldungen im Faktensatz nennen ebenfalls August ohne Jahr.

Hintergrund

Der "Bastion" (3K55) wurde nach einer in den 1980er Jahren begonnenen Entwicklung im Jahr 2010 in russische Dienste gestellt. Er existiert in zwei Varianten: mobiler "Bastion-P" und stationärer "Bastion-S" mit Silos; die Aufbauzeit beträgt bis zu 5 Minuten. Er ist für die Küstenverteidigung und den Beschuss von See- und Bodenobjekten konzipiert, mit einer Erfassungsreichweite von bis zu 250 km (passiv) bzw. 450 km (aktiv). Seit Beginn der umfassenden Invasion nutzt Russland "Bastion" zusätzlich zu Seezielen auch für Angriffe auf Landziele in der Ukraine. Die ukrainischen Seestreitkräfte hatten bereits am 16. August über die Beschädigung eines "Bastion"-Komplexes auf der Krim berichtet; das HUR veröffentlichte das Kampfvideo am 4. September.