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AKW Saporischschja nach über zwei Wochen wieder an externes Stromnetz angeschlossen

Am 7. September wurde die von Russland besetzte Kernkraftanlage Saporischschja (ZNPP) durch ukrainische Spezialisten wieder an das externe Stromnetz angeschlossen. Die Wiederherstellung gelang im Rahmen einer am 5. September in Kraft getretenen lokalen Waffenruhe unter IAEA-Koordinierung. Die Anlage war seit dem 20. August auf Dieselgeneratoren angewiesen, deren Treibstoffvorräte nach IAEA-Angaben knapp wurden.

Das Wichtigste

  • Am 7. September um 19:02 Uhr wurde die ZNPP an die 330-kV-Freileitung „Ferosplavna-1" wieder angeschlossen
  • Zum Zeitpunkt der Wiederanschaltung lag der Stromverbrauch der Anlage bei 11 MW
  • Die Anlage musste seit dem 20. August mit Dieselgeneratoren betrieben werden
  • Die Reparatur erfolgte durch ukrainische Spezialisten im Rahmen einer lokalen Waffenruhe, die am 5. September in Kraft trat
  • IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi bezeichnete die Wiederherstellung als wichtigen Schritt zur Verhinderung eines nuklearen Unfalls
  • IAEA meldete knapp werdende Treibstoffreserven für die Dieselgeneratoren und warnte vor einem möglichen Totalausfall
  • Das ZNPP ist seit Anfang März 2022 von Russland besetzt; der Stromausfall vom 20. August war laut Berichten der 15. Vorfall im Jahr 2026 und der 27. seit Beginn der groß angelegten Invasion

Warum es wichtig ist

Die Wiederherstellung der externen Stromversorgung beseitigt die unmittelbare Gefahr eines vollständigen Stromausfalls in einer besetzten kerntechnischen Anlage. Die IAEA stufte die Wiederanschaltung als wichtigen Schritt zur Verhinderung eines nuklearen Unfalls ein. Dass die Reparatur unter einer vereinbarten lokalen Waffenruhe möglich wurde, macht den Vorgang zu einem seltenen Beispiel koordinierter Deeskalation rund um die Anlage.

Was geschehen ist

Am 7. September um 19:02 Uhr wurde das von Russland besetzte Kernkraftwerk Saporischschja (ZNPP) durch ukrainische Spezialisten wieder an das externe Stromnetz angeschlossen, indem die 330-kV-Freileitung „Ferosplavna-1" zugeschaltet wurde. Zum Zeitpunkt der Wiederanschaltung betrug der Stromverbrauch der Anlage 11 MW. Die Reparatur wurde durch eine am 5. September in Kraft getretene lokale Waffenruhe unter IAEA-Koordinierung ermöglicht. Die Anlage war seit dem 20. August auf Dieselgeneratoren angewiesen, deren Treibstoffreserven nach IAEA-Angaben knapp waren und innerhalb weniger Tage hätten erschöpft sein können, was einen vollständigen Stromausfall der Station riskiert hätte. Alle Reaktorblöcke der ZNPP befinden sich im Zustand des Cold Shutdown, der eine kontinuierliche externe Stromversorgung erfordert.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Dauer des Stromausfalls wird in ukrainischen Quellen unterschiedlich angegeben: ein Artikel spricht von „mehr als zwei Wochen", ein anderer von „fast drei Wochen". Zudem ist die Einordnung des Stromausfalls vom 20. August als 15. Vorfall des Jahres 2026 und 27. seit Beginn der groß angelegten Invasion in einem Faktendatensatz als „disputed" und in einem anderen als „reported" markiert.

Hintergrund

Das ZNPP steht seit Anfang März 2022 unter russischer Besetzung und hat wiederholt Stromausfälle erlitten. Alle Reaktorblöcke befinden sich im Cold Shutdown, einem Zustand, der weiterhin eine kontinuierliche externe Stromversorgung erfordert und nicht auf Dauer allein über Dieselgeneratoren aufrechterhalten werden kann. Die IAEA hatte in den Tagen vor der Wiederanschaltung vor knapp werdenden Treibstoffreserven gewarnt.