Rafael Grossi
Rafael Grossi ist ein argentinischer Diplomat und Nuklearfachmann, der seit Dezember 2019 Generaldirektor der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEO) ist. Zuvor war er argentinischer Botschafter in Österreich und bekleidete Führungspositionen im IAEO-Sekretariat, darunter als Leiter des Büros für Abrüstungsfragen. Grossi ist bekannt für seine Arbeit im Bereich nuklearer Nichtverbreitung und Sicherheit, auch im Zusammenhang mit dem iranischen Nuklearprogramm. Nach Beginn der umfassenden russischen Invasion in der Ukraine hat er wiederholt das Kernkraftwerk Saporischschja besucht und als Vermittler in Verhandlungen über dessen Sicherheit fungiert.
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IAEA meldet Drohnenangriffe nahe dem besetzten Kernkraftwerk Saporischschja und verhandelt über eine achte lokale Waffenruhe
Die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) hat in den vergangenen Wochen eine Reihe von Drohnenangriffen in der Nähe des von Russland besetzten Kernkraftwerks Saporischschja (ZNPP) gemeldet. Angriffe am 19., 20. und 27. September trafen das nahegelegene Wärmekraftwerk Saporischschja (ZTES) und beschädigten Transformatoren, die für die externe Stromversorgung des Kernkraftwerks entscheidend sind. Am 22. September wurde eine Strahlenüberwachungsstation außerhalb des ZNPP-Geländes durch einen Angriff außer Betrieb gesetzt. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi verhandelt mit beiden Seiten über eine achte lokale Waffenruhe, um Reparaturarbeiten am ZTES zu ermöglichen.
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AKW Saporischschja nach mehr als zwei Wochen wieder ans externe Stromnetz angeschlossen
Ukrainische Fachleute haben am 7. September 2026 die externe Stromversorgung des seit März 2022 russisch besetzten Kernkraftwerks Saporischschja (ZNPP) wiederhergestellt. Um 19:02 wurde die 330-kV-Leitung „Ferosplavna-1" unter einer IAEA-vermittelten lokalen Waffenruhe repariert und ans Netz genommen. Damit endete ein mehr als zweiwöchiger Notbetrieb über Dieselgeneratoren, deren Reserven nach IAEA-Angaben zur Neige gingen.