IAEA: Drohnenangriffe beschädigen Transformatoren nahe dem AKW Saporischschja – Waffenstillstand für Reparaturen verhandelt
Die IAEA hat Drohnenangriffe vom 19., 20. und 27. September gemeldet, die Transformatoren am Wärmekraftwerk Saporischschja (ZTES) beschädigten, das für die externe Stromversorgung des Kernkraftwerks Saporischschja (ZNPP) wichtig ist. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi verhandelt mit beiden Seiten über eine neue lokale Waffenruhe, um Reparaturen zu ermöglichen. Am 22. September wurde zudem eine Strahlungsüberwachungsstation außerhalb des ZNPP-Geländes außer Betrieb gesetzt.
Das Wichtigste
- IAEA meldete Angriffe am 19., 20. und 27. September auf das nahegelegene Wärmekraftwerk Saporischschja (ZTES).
- Dabei wurden Transformatoren beschädigt, die für die externe Stromversorgung des AKW Saporischschja entscheidend sind.
- Am 22. September wurde eine Strahlungsüberwachungsstation außerhalb des ZNPP-Geländes außer Betrieb gesetzt.
- IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi verhandelt mit beiden Seiten über eine neue lokale Waffenruhe für Reparaturarbeiten am ZTES.
- Es wäre die achte lokale Waffenruhe zur Wiederherstellung der externen Stromversorgung des ZNPP.
- Grossi erklärte, Angriffe, die die nukleare Sicherheit gefährden, seien absolut inakzeptabel und müssten sofort gestoppt werden.
Warum es wichtig ist
Die Beschädigung von Transformatoren, die das größte Kernkraftwerk Europas mit externem Strom versorgen, gefährdet die nukleare Sicherheit der Anlage. Der Ausfall einer externen Strahlungsüberwachungsstation verringert die Fähigkeit der IAEA, die Strahlungswerte in der Nähe des Kraftwerks zu überwachen. Grossis Forderung nach einer weiteren lokalen Waffenruhe unterstreicht, dass die Risiken für die nukleare Sicherheit im Konflikt fortbestehen.
Was geschehen ist
Die IAEA berichtete über Drohnenangriffe in den letzten Wochen, die sich gegen das Wärmekraftwerk Saporischschja richteten – eine Anlage, die eine entscheidende Rolle bei der externen Stromversorgung des benachbarten Kernkraftwerks Saporischschja spielt. Am 19., 20. und 27. September wurde das Kraftwerk getroffen, wobei Transformatoren beschädigt wurden, die für die Stromversorgung des ZNPP wichtig sind. Am 22. September wurde zudem eine Strahlungsüberwachungsstation außerhalb des ZNPP-Geländes außer Betrieb gesetzt, was die Überwachung der Strahlungswerte in der Nähe des Kraftwerks einschränkt. IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi verhandelt derzeit mit beiden Konfliktparteien über eine neue lokale Waffenruhe, um Reparaturarbeiten am Wärmekraftwerk zu ermöglichen. Es wäre die achte solche Vereinbarung zur Wiederherstellung der externen Stromversorgung des ZNPP. Die neue Waffenruhe soll so schnell wie möglich in Kraft treten.
Hintergrund
Das Kernkraftwerk Saporischschja hat im Verlauf des Krieges wiederholt die externe Stromversorgung verloren. Die nun angestrebte lokale Waffenruhe wäre die achte Vereinbarung dieser Art, die darauf abzielt, die externe Stromversorgung der Anlage wiederherzustellen.