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Russische Angriffe verursachen neue Stromausfälle – Stromversorgung des AKW Saporischschja nach langem Blackout wiederhergestellt

Russische Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur haben am Morgen des 8. September neue Stromausfälle in mehreren Oblasten und in Kiew verursacht. Gleichzeitig hat Ukrenergo die Stromversorgung des besetzten Kernkraftwerks Saporischschja (ZNPP) wiederhergestellt, das seit dem 20. August vollständig vom Netz getrennt war und über Dieselgeneratoren lief. Ukrenergo empfiehlt, den Stromverbrauch in die Mittagsstunden zu verlagern, und rechnet für den 8. und 9. September nicht mit geplanten Abschaltungen.

Das Wichtigste

  • Neue Stromausfälle am Morgen des 8. September in den Oblasten Sumy, Donezk, Winnyzja, Saporischschja und Kiew sowie in der Stadt Kiew nach russischen Angriffen.
  • Ukrenergo hat am Abend des 7. September die Stromversorgung des besetzten AKW Saporischschja wiederhergestellt, das seit dem 20. August vollständig vom Netz getrennt war.
  • Während des Blackouts wurde das AKW Saporischschja über Dieselnotstromaggregate versorgt.
  • Stromverbrauch am 8. September um 9:30 Uhr 5,6 % niedriger als am Vortag, begründet mit sonnigem Wetter und hoher Einspeisung aus Haushalts-Solaranlagen.
  • Ukrenergo empfiehlt, den aktiven Stromverbrauch in den Zeitraum von 11:00 bis 15:00 Uhr zu verlagern.
  • Für den 8. und 9. September werden keine geplanten Abschaltungen (графіки відключення) in der Ukraine erwartet.

Warum es wichtig ist

Die russischen Angriffe auf die zivile Energieinfrastruktur treffen weiterhin mehrere Regionen der Ukraine und führen zu wechselnden Ausfallmustern. Die Wiederherstellung der Stromversorgung des besetzten AKW Saporischschja beendet einen der längsten Blackouts der Anlage und die Abhängigkeit von Dieselreserve. Ukrenergo steuert die Verbrauchsmuster aktiv und bittet Haushalte, die Nutzung in die Mittagsstunden mit hoher Solarstromerzeugung zu verlagern.

Was geschehen ist

Am Morgen des 8. September verursachten russische Angriffe auf zivile Energieinfrastruktur neue Stromausfälle in den Oblasten Sumy, Donezk, Winnyzja, Saporischschja und Kiew sowie in der Stadt Kiew. Ukrenergo nahm Notinstandsetzungsarbeiten auf, soweit es die Sicherheitslage zuließ. Am Abend des 7. September hatten Ukrenergo-Reparaturtrupps die Stromversorgung des besetzten Kernkraftwerks Saporischschja wiederhergestellt, das seit dem 20. August vollständig vom externen Netz getrennt war und in dieser Zeit über Dieselnotstromaggregate lief. Die Unterbrechung wird als einer der längsten vollständigen Blackouts der Anlage beschrieben. Der Stromverbrauch in der Ukraine lag am 8. September um 9:30 Uhr 5,6 % unter dem Vortageswert; Ukrenergo führte dies auf sonniges Wetter in fast allen Landesteilen und die hohe Einspeisung aus Haushalts-Solaranlagen zurück. Ukrenergo empfahl, den aktiven Stromverbrauch in den Zeitraum von 11:00 bis 15:00 Uhr zu verlagern, in dem industrielle Solarkraftwerke am effizientesten arbeiten. Für den 8. und 9. September wurden keine geplanten Abschaltungen erwartet.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Die Berichterstattung der ukrainischen Agenturen und Medien stellt Ukrenergo und das Energieministerium als zentrale Sprecher in den Mittelpunkt. Die Ausfälle werden als direkte Folge russischer Angriffe auf zivile Energieinfrastruktur dargestellt, der operative Umgang – Instandsetzungsarbeiten und Verbrauchsempfehlungen – wird betont. Die Wiederherstellung der Stromversorgung des AKW Saporischschja wird als bemerkenswerter operativer Meilenstein hervorgehoben.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Liste der betroffenen Oblasten unterscheidet sich zwischen den Berichten: Eine Meldung nennt Sumy, Donezk, Winnyzja, Saporischschja und Kiew sowie die Stadt Kiew, eine andere Sumy, Tschernihiw, Mykolajiw, Charkiw und Kiew. Beim AKW Saporischschja nummeriert ein Artikel den Blackout als 27. vollständige Unterbrechung, ein anderer beschreibt ihn lediglich als einen der längsten, ohne ihn zu nummerieren.

Hintergrund

Das Kernkraftwerk Saporischschja befindet sich seit Beginn der Invasion unter russischer Besetzung und war wiederholt vollständig vom externen Netz getrennt. Während dieser vollständigen Trennungen stützte sich das Kraftwerk auf Dieselreserveaggregate zur Versorgung der wesentlichen Sicherheitssysteme.