Russland startet eine der größten Drohnenangriffe der vergangenen Wochen: 108 UAVs über Nacht
In der Nacht zum 6. September (ab 18:00 Uhr am 5. September) hat Russland die Ukraine mit 108 Angriffsdrohnen mehrerer Typen aus mehreren Richtungen angegriffen. Nach Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte wurden bis 09:30 Uhr 82 Shahed-/Gerbera-/sonstige UAVs sowie 6 S8000-„Banderole“-Drohnen abgeschossen oder unterdrückt. Direkte Einschläge wurden an 11 Orten registriert, herabfallende Drohnenteile an 7 weiteren; in mehreren Regionen gab es Tote, Verletzte und Schäden.
Das Wichtigste
- Russland griff in der Nacht zum 6. September mit 108 Angriffsdrohnen an (ab 18:00 Uhr am 5. September).
- Eingesetzt wurden Shahed (auch strahlgetriebene Varianten), Gerbera, Parodia-Drohnen und S8000 „Banderole“.
- Startrichtungen: Millerowo, Orjol, Kursk, das besetzte Donezk sowie Gwardiiske auf der besetzten Krim.
- Bis 09:30 Uhr schoss die ukrainische Luftabwehr 82 Shahed/Gerbera/sonstige UAVs und 6 S8000-„Banderole“-Drohnen ab oder unterdrückte sie.
- Direkte Einschläge wurden an 11 Orten verzeichnet, Trümmer abgeschossener Drohnen an 7 weiteren.
- Im Gebiet Odessa (Rajon Ismajil) wurde Grenzinfrastruktur getroffen; der Grenzübergang Orliwka war zeitweise unterbrochen.
- In Saporischschja starb ein Mann, drei Menschen wurden verletzt, ein Verwaltungsgebäude beschädigt.
- Im Gebiet Kiew (Rajon Fastiw) brach nach dem Angriff ein Brand an einer Infrastruktureinrichtung aus.
Warum es wichtig ist
Mit 108 Drohnen in einer einzigen Nacht zählt dieser Angriff zu den größten Drohnensalven des Krieges; die Mischung aus Schlagmunition (Shahed, teils strahlgetrieben) und Lockdrohnen (Gerbera, Parodia) sowie S8000 „Banderole“ soll die ukrainische Luftabwehr überlasten. Trotz einer Abschuss-/Unterdrückungsquote von rund 76 Prozent schlugen Drohnen an 11 Orten direkt ein, Trümmer an weiteren 7 – mit einem Todesopfer, Verletzten und Schäden an Wohnhäusern, Verwaltungsgebäuden, Grenzinfrastruktur und Energieanlagen.
Was geschehen ist
In der Nacht zum 6. September (ab 18:00 Uhr am 5. September) startete Russland aus den Richtungen Millerowo, Orjol, Kursk, dem besetzten Donezk und Gwardiiske auf der besetzten Krim 108 Angriffsdrohnen, darunter Shahed (inklusive strahlgetriebener Varianten), Gerbera, Parodia-Lockdrohnen und S8000 „Banderole“. Ukrainische Flugabwehr, Flugzeuge, Raketen-, Elektronikkriegs- und unbemannte Einheiten sowie mobile Feuergruppen der Streitkräfte wehrten den Angriff ab. Nach Angaben der Luftstreitkräfte wurden bis 09:30 Uhr 82 Drohnen vom Typ Shahed/Gerbera/sonstige sowie 6 S8000 „Banderole“ abgeschossen oder unterdrückt; der Angriff war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen. Direkte Einschläge wurden an 11 Orten registriert, Trümmer an 7 weiteren. Im Rajon Ismajil (Gebiet Odessa) wurde Grenzinfrastruktur getroffen, der Grenzübergang Orliwka war zeitweise geschlossen. Im Gebiet Cherson wurde ein Fußgänger durch einen Drohnentreffer verletzt; drei am 5. September Verletzte wurden hospitalisiert. Im Gebiet Poltawa traf eine Drohne ein Privatunternehmen, ohne dass es Opfer gab. Im Rajon Fastiw (Gebiet Kiew) löschten Rettungskräfte einen Brand an einer Infrastruktureinrichtung. In Saporischschja starb ein Mann, drei Menschen wurden verletzt, mehrstöckige Wohngebäude und ein Verwaltungsgebäude wurden beschädigt.
Hintergrund
Nächtliche russische Drohnenangriffe auf die Ukraine sind inzwischen ein anhaltendes Muster und werden oft in Wellen aus mehreren Richtungen – auch von besetztem Territorium – gestartet. Die Kombination aus Shahed-Schlagdrohnen, Gerbera, Parodia-Lockdrohnen und S8000 „Banderole“ verbindet Kampfdrohnen mit Drohnen, die durch Scheinziele die Flugabwehr binden und überlasten sollen.