Russland greift Ukraine mit Iskander-Raketen und 167 Drohnen an – vier Tote in Kamianske
In der Nacht vom 4. auf den 5. September 2026 hat Russland die Ukraine mit Iskander-M/KN-23-Ballistikraketen sowie 167 Kampfdrohnen und Drohnenattrappen vom Typ Shahed, Gerbera und Parodia angegriffen. Nach Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte wurden bis 08:30 Uhr 128 Drohnen abgeschossen oder unterdrückt; Einschläge wurden an 23 Orten registriert. Bei einem russischen Angriff auf ein Unternehmen in Kamianske im Gebiet Dnipropetrowsk kamen vier Menschen ums Leben, fünf weitere wurden verletzt. Verletzte und Schäden an ziviler Infrastruktur werden auch aus dem Gebiet Kiew, der Stadt Mykolajiw und Boryspil gemeldet.
Das Wichtigste
- In der Nacht vom 4. auf den 5. September 2026 setzte Russland Iskander-M/KN-23-Ballistikraketen aus den Oblasten Rostow und Woronesch ein.
- Zusätzlich startete Russland 167 Kampf- und Attrappen-Drohnen (Shahed, Gerbera, Parodia) aus den Richtungen Orjol, Millerowo, Kursk, dem besetzten Donezk und dem besetzten Hvardiiske auf der Krim.
- Bis 08:30 Uhr am 5. September hatte die ukrainische Luftabwehr 128 Drohnen abgeschossen oder unterdrückt.
- Einschläge von Raketen und Kampfdrohnen wurden an 23 Orten registriert, Trümmer abgeschossener Ziele an einem weiteren Ort.
- Bei einem russischen Angriff auf ein Unternehmen in Kamianske im Gebiet Dnipropetrowsk starben vier Menschen, fünf wurden verletzt.
- Ein Angriff auf ein Einkaufszentrum in Mykolajiw verletzte zwei Personen und löste einen Brand aus; im Gebiet Kiew wurden zwei Menschen verletzt, in Boryspil zwei Frauen verwundet.
- An der Abwehr waren Luftstreitkräfte, Flugabwehrraketentruppen, Einheiten für elektronische Kampfführung und unbemannte Systeme sowie mobile Feuergruppen der ukrainischen Verteidigungskräfte beteiligt.
Warum es wichtig ist
Der Angriff kombinierte ballistische Raketen mit einem massiven Drohnenschwarm und stellt damit eine der intensiveren Formen russischer Luftangriffe dar, die die ukrainische Flugabwehr unter anhaltenden Druck setzt. Die gemeldete Mischung aus Shahed-, Gerbera- und Parodia-Attrappen zeigt, dass Russland zunehmend darauf setzt, die ukrainische Flugabwehr durch Scheinziele zu binden und deren Ressourcen aufzubrauchen. Gleichzeitig verdeutlichen die zivilen Opfer und Schäden an Unternehmen, Einkaufszentren, Lagerhallen und Wohngebäuden die humanitären und materiellen Folgen dieser Angriffe.
Was geschehen ist
In der Nacht vom 4. auf den 5. September 2026 (Angriff ab 18:00 Uhr am 4. September) griff Russland die Ukraine mit Iskander-M/KN-23-Ballistikraketen an, die aus den Oblasten Rostow und Woronesch abgefeuert wurden. Gleichzeitig startete die russische Seite 167 Kampf- und Attrappendrohnen der Typen Shahed – darunter etwa die Hälfte mit Antrieb als «Jet»-Variante – sowie Gerbera und Parodia aus den Richtungen Orjol, Millerowo, Kursk, dem besetzten Donezk und Hvardiiske auf der besetzten Krim. Nach Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte wurden bis 08:30 Uhr am 5. September 128 feindliche Drohnen abgeschossen oder durch Störung neutralisiert. Einschläge durch Raketen und Kampfdrohnen wurden an 23 Orten registriert, Trümmer abgeschossener Ziele an einem weiteren Ort. Zum Zeitpunkt des Berichts dauerte der Angriff noch an; in der Luft befanden sich weiterhin feindliche Drohnen, und die Bevölkerung wurde aufgefordert, die Sicherheitsregeln zu beachten. An der Abwehr waren Luftstreitkräfte, Flugabwehrraketentruppen, Einheiten für elektronische Kampfführung und unbemannte Systeme sowie mobile Feuergruppen der ukrainischen Verteidigungskräfte beteiligt. Bei einem russischen Angriff auf ein Unternehmen in Kamianske im Gebiet Dnipropetrowsk kamen vier Menschen ums Leben, fünf weitere wurden verletzt. Im Gebiet Kiew wurden zwei Menschen verletzt; Brände brachen in Lagerhäusern und Wohngebäuden aus. In Boryspil wurden zwei Frauen verwundet. Ein Angriff auf ein Einkaufszentrum in Mykolajiw verletzte zwei Personen und löste einen Brand aus. Ein Teil der Munition erreichte seine Ziele nicht; Einzelheiten dazu wurden noch geprüft.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Die gesamte verfügbare Berichterstattung stammt aus ukrainischen Medien und Agenturen. Die ukrainische Berichterstattung stellt den Angriff als russische Aggression dar, benennt die eingesetzten Raketen- und Drohnentypen detailliert und hebt die Abwehrleistung der ukrainischen Verteidigungskräfte hervor. Im Mittelpunkt stehen die Bilanz der abgeschossenen Drohnen, die Orte der Einschläge und die zivilen Opfer in den betroffenen Oblasten.
Hintergrund
Die Angriffswellen nutzten Startpunkte verteilt über russisches Staatsgebiet und besetzte Gebiete (Rostow, Woronesch, Orjol, Millerowo, Kursk, besetzter Donezk und Krim), was die Bandbreite der Plattformen verdeutlicht, die Russland in einer einzigen Welle einsetzen kann. Die ukrainische Antwort kombinierte Luftstreitkräfte, Flugabwehrraketentruppen, elektronische Kampfführung, unbemannte Systeme und mobile Feuergruppen – das übliche mehrschichtige Vorgehen gegen gemischte Raketen-Drohnen-Salven.