Ereignis: 3. September · Veröffentlicht am · Aktualisiert:

Ukrainische Luftabwehr schießt russische „Geran-5″-Raketen über Kiew ab – zweiten Tag in Folge

Die ukrainische Luftabwehr hat am 3. September russische „Geran-5″-Strahlungsdrohnen im Raum Kiew abgeschossen – bereits den zweiten Tag in Folge. Das teilte der Präsidialberater Serhij „Flash" Beskrestnow mit. In Kiew wurden bei dem Angriff sechs Menschen verletzt, darunter ein zwölfjähriges Mädchen.

Das Wichtigste

  • Ukrainische Luftabwehr schoss „Geran-5″-Marschflugkörper über Kiew am 2. und 3. September ab.
  • Laut Präsidialberater Serhij „Flash" Beskrestnow werden die „Geran-5″ aus rund 400 km Entfernung gestartet.
  • Bei dem Angriff auf Kiew am 3. September wurden sechs Menschen verletzt, darunter ein 12-jähriges Mädchen; Trümmer fielen in drei Stadtbezirken nieder.
  • In der Region Kiew wurden Lagergebäude beschädigt.
  • Die „Geran-5″ erreicht laut HUR 500–600 km/h, was mobile Feuergruppen vor erhebliche Probleme stellt; ihre Geschwindigkeit übersteigt die Wirksamkeit reaktiver Abfangsysteme.
  • Laut HUR wiegt der Sprengkopf rund 90 kg, die Reichweite wird mit etwa 1.000 km, die Länge mit ca. 6 m und die Spannweite mit bis zu 5,5 m angegeben.
  • Angriffe auf Kiew mit strahlgetriebenen Drohnen vom Typ Shahed liefen zu diesem Zeitpunkt seit acht Tagen ununterbrochen.

Warum es wichtig ist

Die „Geran-5″ gilt als Übergangsklasse zwischen herkömmlichen Kamikaze-Drohnen und Marschflugkörpern – mit höherer Geschwindigkeit (500–600 km/h) und größerem Sprengkopf (~90 kg), was die Arbeit mobiler Feuergruppen deutlich erschwert. Der erneute Einsatz binnen 24 Stunden über der Hauptstadt deutet auf eine anhaltende und eskalierende Luftkampagne gegen Kiew hin. Die festgestellte technologische Ähnlichkeit mit der iranischen Karrar-Drohne wirft zudem Fragen zu Herkunft und Lieferketten der Waffe auf.

Was geschehen ist

Am 3. September schoss die ukrainische Luftabwehr erneut russische „Geran-5″-Strahlungsdrohnen im Raum Kiew ab – den zweiten Tag in Folge. Präsidialberater Serhij „Flash" Beskrestnow erklärte, die Drohnen würden aus etwa 400 km Entfernung gestartet, und veröffentlichte ein Foto einer abgeschossenen „Geran-5″. Bei den Angriffen wurden in Kiew sechs Menschen verletzt, darunter ein zwölfjähriges Mädchen; Trümmer gingen in drei Stadtbezirken nieder. In der Oblast Kiew wurden Lagergebäude beschädigt. Die Luftstreitkräfte registrierten chaotische Manöver der strahlgetriebenen Drohnen südlich der Stadt. Insgesamt wurde an diesem Tag sechsmal Luftalarm in Kiew ausgelöst. Laut HUR wurde die „Geran-5″ Anfang 2026 erstmals gegen die Ukraine eingesetzt.

Wo die Berichte auseinandergehen

Zur Plattform, über die Beskrestnow die Informationen veröffentlichte, gibt es unterschiedliche Angaben: Eine Quelle nennt Telegram, eine andere (unter Berufung auf Ukrinform) Facebook.

Hintergrund

Die „Geran-5″ ist eine russische strahlgetriebene Drohne und wurde laut HUR Anfang 2026 erstmals in der Ukraine eingesetzt. Geschätzt wird ein Sprengkopf von rund 90 kg, eine Reichweite von etwa 1.000 km, eine Länge von ca. 6 m und eine Spannweite von bis zu 5,5 m. Spezialisten des ukrainischen Militärgeheimdienstes HUR stellten eine deutliche konstruktive und technologische Ähnlichkeit mit der iranischen Karrar-Drohne fest. Die „Geran-5″ wird Berichten zufolge aus einer Entfernung von rund 400 km gestartet. Angriffe auf Kiew mit strahlgetriebenen Drohnen vom Typ Shahed liefen zum Zeitpunkt des Berichts seit acht aufeinanderfolgenden Tagen.