Russland startet eine der größten Drohnennacht-Angriffe auf die Ukraine mit rund 200 Shaheds
In der Nacht zum 15. September (ab 18:00 Uhr am 14. September) hat Russland die Ukraine mit rund 200 Angriffsdrohnen vom Typ Shahed, Gerbera und Parodiya-Drohnen angegriffen. Nach vorläufigen Angaben der ukrainischen Luftwaffe schoss die Luftabwehr bis 08:00 Uhr 187 Drohnen ab oder unterdrückte sie. Einschläge wurden an sieben Orten registriert, Trümmer herabgestürzter Drohnen an drei Orten. In Kiew traf eine Drohne eine Ukrnafta-Tankstelle im Stadtbezirk Darnyzkyj, eine Person wurde in ernstem Zustand hospitalisiert.
Das Wichtigste
- Russland griff in der Nacht zum 15. September mit rund 200 Shahed-Angriffsdrohnen die Ukraine an; der Angriff begann am 14. September um 18:00 Uhr.
- Zur Angriffswelle gehörten auch reaktiv angetriebene Shaheds, Gerbera-Drohnen und Parodiya-Drohnen als Köder.
- Die Drohnen wurden aus fünf Richtungen gestartet: Orel, Kursk und Millerowo in Russland sowie aus den besetzten Gebieten Donezk und Krim (Hwardijske).
- Bis 08:00 Uhr wurden 187 Drohnen abgeschossen oder unterdrückt; Einschläge gab es an 7 Orten, Trümmer an 3 Orten.
- Im Kiewer Stadtbezirk Darnyzkyj traf eine Drohne eine Ukrnafta-Tankstelle an der Baschana-Allee – die vierte Ukrnafta-Tankstelle in Kiew innerhalb einer Woche.
- In der Oblast Charkiw setzte Russland eine gelenkte Fliegerbombe (KAB) gegen das Dorf Kapytoliwka im Rajon Isjum ein; drei Häuser wurden zerstört.
- Bei einem Angriff auf die Stadt Isjum wurde ein 77-jähriger Mann verletzt.
Warum es wichtig ist
Der Angriff gehört zu den größten einzelnen Drohnennächte des Krieges und veranschaulicht die Weiterentwicklung der russischen Taktik: Shahed-Streikdrohnen werden mit Gerbera-Drohnen und Parodiya-Köderdrohnen kombiniert. Erneut wurde zivile Infrastruktur in Kiew getroffen, darunter binnen einer Woche die vierte Ukrnafta-Tankstelle. Parallel setzte Russland in der gleichen operativen Phase eine KAB-Bombe in der Oblast Charkiw ein – Drohnen und Gleitbomben bündeln sich damit in einem Zeitfenster. Die Abfangquote von 187 der rund 200 Drohnen belastet die ukrainische Luftabwehr erheblich, konnte aber sieben Einschläge nicht verhindern.
Was geschehen ist
In der Nacht zum 15. September (Beginn 14. September, 18:00 Uhr) startete Russland eine der größten Drohnenattacken des Krieges gegen die Ukraine. Nach vorläufigen Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurden rund 200 Shahed-Angriffsdrohnen eingesetzt, darunter reaktiv angetriebene Varianten, ergänzt durch Gerbera-Streikdrohnen und Parodiya-Köderdrohnen. Die Startpunkte lagen in den Richtungen Orel, Kursk und Millerowo auf russischem Staatsgebiet sowie im besetzten Donezk und in Hwardijske auf der besetzten Krim. Bis 08:00 Uhr hatte die ukrainische Luftabwehr – bestehend aus Luftfahrt, Flugabwehrraketentruppen, Einheiten für elektronische Kampfführung, Drohnensystemen und mobilen Feuergruppen – 187 Drohnen abgeschossen oder unterdrückt. Einschläge wurden an sieben Orten verzeichnet, Trümmer herabgestürzter Drohnen an drei weiteren. Der Angriff dauerte am Morgen noch an, Drohnen befanden sich weiterhin im ukrainischen Luftraum. In Kiew traf eine Drohne eine Ukrnafta-Tankstelle an der Baschana-Allee im Stadtbezirk Darnyzkyj; eine Person wurde in ernstem Zustand ins Krankenhaus eingeliefert. Nach Angaben von Bürgermeister Vitalij Klitschko wurden im Stadtbezirk Obolon Lagerhallen beschädigt und im Stadtbezirk Solomjanskyj ein nicht Wohnzwecken dienender Bereich getroffen; Monitoring-Kanäle hatten zuvor mögliche Einschläge nahe Schuljawska/ dem Zoo gemeldet. Die getroffene Tankstelle war nach ukrainischer Darstellung die vierte Ukrnafta-Tankstelle in Kiew innerhalb einer Woche. In der Oblast Charkiw setzte Russland eine gelenkte Fliegerbombe gegen das Dorf Kapytoliwka im Rajon Isjum ein, wobei drei Häuser zerstört wurden. Bei einem Angriff auf die Stadt Isjum wurde nach Angaben der Gebietsstaatsanwaltschaft ein 77-jähriger Mann verletzt.
Hintergrund
Die Drohnen wurden aus fünf Richtungen gestartet: Orel, Kursk und Millerowo in Russland sowie aus den besetzten Gebieten Donezk und Krim (Hwardijske). An der Abwehr beteiligten sich Luftstreitkräfte, Flugabwehrraketentruppen, Einheiten für elektronische Kampfführung, Drohnensysteme sowie mobile Feuergruppen der ukrainischen Streitkräfte.