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Russischer Großangriff in der Nacht auf den 12. September: Odesa als Hauptziel getroffen

In der Nacht zum 12. September hat Russland die Ukraine mit einem massiven kombinierten Angriff aus ballistischen Raketen, Marschflugkörpern, luftgestützten Lenkwaffen und 129 Drohnen angegriffen. Hauptziel war die Oblast Odesa, wo Wohnhochhäuser und Infrastruktur beschädigt wurden. Auch Tschornomorsk, Saporischschja, Krywyj Rih und Dnipro wurden getroffen; ukrainische Behörden meldeten Tote und Verletzte, darunter ein fünf Monate alter Säugling.

Das Wichtigste

  • Angriff in der Nacht zum 12. September mit Iskander-M/KN-23-Ballistikraketen aus den Oblasten Woronesch und Rostow sowie von der besetzten Krim; 8 Kalibr-Marschflugkörpern aus dem Schwarzen Meer; 6 Kh-59/69-Lenkwaffen und 129 Drohnen (davon etwa die Hälfte reaktive Shahed-Typen, S8000 "Banderol" und "Parodia"-Attrappen).
  • Hauptangriffsrichtung war die Oblast Odesa; in der Stadt Odesa wurden die oberen Stockwerke eines 25-geschossigen Wohnhauses zerstört, ein benachbarter Wohnblock und eine Niederdruck-Gasleitung beschädigt.
  • In Tschornomorsk (Oblast Odesa) wurde ein Wohnhaus vollständig zerstört, drei weitere beschädigt, eine Gasleitung riss und löste einen Brand aus; fünf Menschen wurden verletzt, darunter vier Kinder.
  • Bis 11:00 Uhr stieg die Zahl der Verletzten in der Oblast Odesa auf 35, darunter ein fünf Monate alter Säugling; 13 Menschen wurden gerettet, zwei galten als vermisst.
  • In Saporischschja tötete ein Drohnenangriff auf den Privatsektor eine 64-jährige Frau und einen 37-jährigen Mann, eine 59-jährige Frau wurde verletzt; in Krywyj Rih traf eine ballistische Rakete ein Industrieunternehmen – ein Toter und zwei oder drei Verletzte (Quellen uneinheitlich).
  • Bis 08:30 Uhr hatte die ukrainische Luftabwehr 110 Zielen aus über 140 abgefangen oder unterdrückt: 6 Kalibr, 2 Kh-59/69, 1 S8000 "Banderol" und 101 Drohnen; der Angriff lief zu diesem Zeitpunkt noch.
  • In Dnipro brach nach einem Treffer in einem Industrieunternehmen ein Feuer aus, vorläufig ohne Verletzte; in der Oblast Dnipropetrowsk wurden zudem Nikopol, die Gemeinde Marhanetz und der Bezirk Synelnykowe getroffen.
  • Über 80 Rettungskräfte des SES waren im Einsatz; in Odesa, Kyjiw und weiteren Regionen galt Luftalarm wegen der ballistischen Bedrohung.

Warum es wichtig ist

Der Angriff vereint ballistische Raketen, Marschflugkörper, luftgestützte Lenkwaffen und einen sehr großen Drohnenschwarm und verdeutlicht die wachsende Skalierung und Vielfalt der russischen Fernangriffe auf ukrainische Städte. Mit der Oblast Odesa wurde gezielt eine strategisch wichtige Schwarzmeerregion mit Hafen- und kritischer Infrastruktur als Hauptrichtung gewählt; Wohnhochhäuser, Gasleitungen und ein Hotel mit Reha-Zentrum wurden getroffen. Die Zivilbevölkerung trug die Hauptlast: Wohnhäuser in Odesa, Tschornomorsk und Saporischschja wurden zerstört, unter den Verletzten war ein fünf Monate alter Säugling. Industriestandorte in Krywyj Rih und Dnipro zeigen, dass der Angriff über reine Zivilziele hinaus auch Wirtschafts- und Infrastruktureinrichtungen in mehreren Regionen erreichte.

Was geschehen ist

In der Nacht zum 12. September startete Russland einen massiven kombinierten Angriff auf die Ukraine. Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe wurden nicht genauer bezifferte Iskander-M/KN-23-Ballistikraketen aus den Oblasten Woronesch und Rostow sowie von der besetzten Krim abgefeuert. Hinzu kamen 8 Kalibr-Marschflugkörper aus dem Schwarzen Meer, 6 luftgestützte Kh-59/69-Lenkwaffen aus dem Luftraum über dem Schwarzen Meer und 129 Drohnen der Typen Shahed (etwa die Hälfte davon reaktiv), S8000 "Banderol" sowie "Parodia"-Attrappen aus Richtungen wie Kursk und Orjol (Russland), dem besetzten Donezk und Hwardijske (Krim). Hauptangriffsrichtung war die Oblast Odesa. Gegen 05:30 Uhr meldete die Luftwaffe den Anflug russischer Marschflugkörper aus dem Schwarzen Meer auf Odesa; um 05:35 Uhr waren Explosionen in der Stadt zu hören. Bis 08:30 Uhr hatte die Luftabwehr 110 Ziele aus über 140 abgefangen oder unterdrückt (6 Kalibr, 2 Kh-59/69, 1 S8000 "Banderol" und 101 Drohnen); der Angriff lief zu diesem Zeitpunkt noch weiter. In Odesa schlugen Treffer in ein 25-geschossiges Wohnhaus, in dessen 21. bis 23. Stock ein Feuer ausbrach; die oberen Stockwerke wurden vollständig zerstört. An anderer Adresse wurde ein Wohnhaus komplett zerstört, drei weitere beschädigt sowie eine Gasleitung in Mitleidenschaft gezogen. Bis 11:00 Uhr stieg die Zahl der Verletzten in der Oblast Odesa auf 35, darunter ein fünf Monate alter Säugling; 13 Menschen wurden gerettet, zwei galten als vermisst. In Tschornomorsk (Oblast Odesa) wurde ein Wohnhaus zerstört, drei weitere beschädigt, eine Gasleitung riss und löste einen Brand aus; fünf Menschen wurden verletzt, darunter vier Kinder, und ein Hotel mit Reha-Zentrum sowie parkende Fahrzeuge wurden beschädigt. In Saporischschja tötete ein Drohnentreffer im Privatsektor eine 64-jährige Frau und einen 37-jährigen Mann, eine 59-jährige Frau wurde verletzt. In Krywyj Rih (Oblast Dnipropetrowsk) traf eine ballistische Rakete ein Industrieunternehmen, dabei starb ein Mensch, zwei oder drei wurden nach unterschiedlichen Quellen verletzt; auch eine medizinische Einrichtung, Bildungseinrichtungen und Wohnhäuser wurden beschädigt. In Dnipro brach in einem Industrieunternehmen ein Feuer aus, vorläufig ohne Verletzte; in der Oblast Dnipropetrowsk wurden zudem Nikopol, die Gemeinde Marhanetz und der Bezirk Synelnykowe getroffen. Über 80 Rettungskräfte des SES waren im Einsatz.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Zahl der Verletzten in der Oblast Odesa stieg im Laufe des Morgen von anfangs 3 über 6, 12, 16, 17 und 23 bis auf 35 gegen 11:00 Uhr; zwei Personen galten als vermisst. In Krywyj Rih nennen die meisten Quellen zwei Verletzte nach dem Einschlag in das Industrieunternehmen, mindestens eine Quelle nennt drei. Die Gesamtzahl der in der Salve abgefeuerten Ziele wird in früheren Meldungen nicht beziffert, spätere Updates sprechen von "über 140" mit 110 abgefangenen oder unterdrückten Zielen bis 08:30 Uhr.

Hintergrund

Russland hat im Verlauf des Jahres 2025 nahezu jede Nacht kombinierte Raketen- und Drohnenangriffe auf ukrainische Städte geflogen und setzt dabei zunehmend reaktive Drohnen vom Typ Shahed neben ballistischen Raketen und Marschflugkörpern ein, um die Luftabwehr zu erschweren. Odesa, Krywyj Rih, Saporischschja und Dnipro sind wiederkehrende Ziele solcher Angriffe; die Industriestandorte Krywyj Rihs sind in früheren kombinierten Angriffen wiederholt getroffen worden. Die ukrainische Luftabwehr veröffentlicht ihre Abfangstatistiken etappenweise, sodass Opferzahlen und Schadensbilanzen in der Regel in aufeinanderfolgenden amtlichen Updates steigen, während Such- und Rettungsarbeiten vorangehen.