Russischer Angriff auf Kiew: Raketen und Drohnen treffen mehrere Stadtteile, mindestens 20 Verletzte
Russland hat Kiew in der Nacht zum 17. September 2025 mit ballistischen Raketen und Drohnen angegriffen. Dabei wurden Gebäude in mindestens sechs Stadtteilen beschädigt, darunter Wohnhäuser, Büros, Lager und eine Studenteneinrichtung. Die Behörden meldeten im Laufe des Morgens steigende Opferzahlen – von zunächst 4 auf schließlich mindestens 20 Verletzte, darunter zwei Kinder im Alter von 10 und 12 Jahren. Der Wasserbetrieb Kyivvodokanal und die Ringbahn-Station Mykilska Slobidka wurden beschädigt; die Wasserversorgung und der Kyiv City Express waren zeitweise unterbrochen.
Das Wichtigste
- Russland griff Kiew in der Nacht zum 17. September 2025 mit ballistischen Raketen und Drohnen an; die Luftwaffe meldete 157 Drohnen/Köder und 131 abgefangene Ziele.
- Die ukrainische Luftwaffe registrierte Einschläge an 36 Orten in mehreren Oblasten, Hauptangriffsrichtungen waren Kiew, Odessa und Saporischschja.
- Die Zahl der Verletzten stieg im Laufe des Morgens von zunächst 4 (Kiewer Militärverwaltung) über 12 und 16 auf mindestens 20, darunter zwei Kinder im Alter von 10 und 12 Jahren.
- Neun Verletzte wurden im Krankenhaus behandelt, nach späteren Angaben fünf; die meisten Verletzten kamen laut Behörden aus einem beschädigten 16-stöckigen Wohnhaus im Dniprowski-Bezirk.
- Schäden wurden in mindestens sechs Bezirken gemeldet: Dniprowski, Swjatoschynsky, Solomjansky, Darnytsky, Podilsky und Holosiivsky – mit zerstörten Lagergebäuden, beschädigten Büros und Wohnhäusern und einer kleinen Brandfläche von rund 5 m² an einer Hochschuleinrichtung.
- Der kommunale Wasserbetrieb Kyivvodokanal wurde getroffen; die Wasserversorgung am linken Ufer war teilweise unterbrochen und in einigen rechtsufrigen Bezirken wurde der Druck gesenkt, wurde aber bis zum Morgen vollständig wiederhergestellt.
- Die Ringbahn-Station Mykilska Slobidka wurde beschädigt; der Kyiv City Express verkehrte ab Morgen nur auf eingeschränktem Ring unter Auslassung des Abschnitts Darnyzja–Pointschaijna; Ukrsalisnyzja schätzte die Reparatur auf etwa einen Tag.
Warum es wichtig ist
Der kombinierte Raketen- und Drohnenangriff traf Kiew in mehreren Bezirken und verletzte mindestens 20 Menschen, darunter Kinder. Er beschädigte zivile Infrastruktur – den Wasserbetrieb Kyivvodokanal und eine Station der Ringbahn – und unterbrach zeitweise die Wasserversorgung und den Stadtbahnbetrieb. Der Angriff ist Teil einer vom ukrainischen Militär registrierten Welle mit 157 Drohnen/Ködern und Einschlägen in 36 Orten über die Oblasten Kiew, Odessa und Saporischschja hinweg.
Was geschehen ist
Russland griff Kiew in der Nacht zum 17. September 2025 mit ballistischen Raketen und Drohnen an. Die ukrainische Luftwaffe meldete verschiedene Raketentypen, Munition vom Typ Banderal/Danj-T sowie 157 Schachd-Drohnen/Köder; 131 Ziele wurden demnach zerstört oder unterdrückt. In Kiew wurden Folgen in mindestens sechs Bezirken registriert: Im Dniprowski-Bezirk fielen Trümmer auf mehrere Stellen und beschädigten Büros, Wohnhäuser, Lagergelände und einen Bereich in der Nähe einer Tankstelle; Fenster in mehreren Wohnhäusern wurden zerstört. Im Swjatoschynsky-Bezirk wurde ein Treffer an einem Nichtwohngebäude verzeichnet. Im Solomjansky-Bezirk wurde ein Lagerhaus zerstört, im Darnytsky-Bezirk wurden ein Lagergebäude und Autos beschädigt, im Podilsky-Bezirk wurde das Dach eines Nichtwohngebäudes beschädigt, und im Holosiivsky-Bezirk wurden Fassade und Verglasung eines vierstöckigen Hochschulgebäudes beschädigt (Brandfläche ca. 5 m²). Die Behörden meldeten anfangs 4 Verletzte, darunter ein 10-jähriges Mädchen; im Laufe des Morgens stieg die Zahl auf 12, dann 16, dann 18 und schließlich mindestens 20, darunter weiterhin die zwei Kinder im Alter von 10 und 12 Jahren. Neun Verletzte wurden zunächst im Krankenhaus behandelt; nach Angaben von 12:10 Uhr blieben fünf in stationärer Behandlung. Der kommunale Wasserbetrieb Kyivvodokanal wurde getroffen; am linken Ufer wurde die Wasserversorgung teilweise unterbrochen, in den rechtsufrigen Bezirken Solomjansky, Holosiivsky und Swjatoschynsky wurde der Druck gesenkt – bis zum Morgen wurde die Versorgung laut Kyivvodokanal vollständig wiederhergestellt. Die Ringbahn-Station Mykilska Slobidka wurde beschädigt; der Kyiv City Express verkehrte ab Morgen nur auf einem eingeschränkten Ring unter Auslassung des Abschnitts Darnyzja–Pointschaijna. Im Tagesverlauf meldete Klitschko einen erneuten Drohnentreffer auf ein Verwaltungsgebäude im Podilsky-Bezirk mit Brandfolge.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Ukrainische Quellen betonen die kombinierte Natur des Angriffs aus ballistischen Raketen und Drohnen (einschließlich Schachd-Typen und verschiedener Raketentypen) und schreiben ihn direkt Russland zu. Die Berichterstattung konzentriert sich auf Bürgermeister Vitalij Klitschko und die Kiewer Militärverwaltung als primäre Informationsquellen, mit laufend aktualisierten Meldungen über Telegram. Ukrainische Medien liefern detaillierte, bezirksweise Aufschlüsselungen der Schäden in Dniprowski, Swjatoschynsky, Solomjansky, Darnytsky, Podilsky und Holosiivsky – einschließlich konkreter Auswirkungen auf Büros, Wohnhäuser, Lager und Fahrzeuge. Besonders hervorgehoben werden Schäden an ziviler Infrastruktur wie dem Wasserbetrieb Kyivvodokanal und der Ringbahn-Station Mykilska Slobidka, mit Störungen der Wasserversorgung und des Kyiv City Express. Die Berichte rahmen den Angriff als andauernd ein, verweisen auf einen Folgedrohnenangriff auf ein Verwaltungsgebäude im Podilsky-Bezirk noch am 17. September und betonen die steigende Opferzahl, einschließlich zweier Kinder.
Wie internationale Quellen darüber berichten
Die englischsprachigen internationalen Quellen aus Aserbaidschan und den USA berichten in kompakterer Form über den Angriff als einen russischen Schlag auf die ukrainische Hauptstadt mit mindestens 12 oder 16 Verletzten, darunter zwei Kinder. Sie stützen sich vor allem auf Angaben von Bürgermeister Vitalij Klitschko und gehen weniger ausführlich auf die Kiewer Militärverwaltung oder andere ukrainische Behörden ein. Bezirksweise Schadensdetails, Infrastrukturstörungen und der im Laufe des Morgens steigende Opferzählung werden in geringerem Umfang dargestellt als in ukrainischen Medien.
Wo die Berichte auseinandergehen
Die Opferzahlen entwickelten sich im Laufe des Morgens, als verschiedene Behörden ihre Zählungen aktualisierten: Die Kiewer Militärverwaltung meldete zunächst 4 Verletzte (darunter ein 10-jähriges Mädchen); Bürgermeister Klitschko nannte später 12, dann 16, dann 18 und schließlich 20 Verletzte, wobei zwischenzeitlich neun im Krankenhaus behandelt wurden und um 12:10 Uhr fünf in stationärer Behandlung blieben. Die Quellen unterscheiden sich auch darin, welche Bezirke betroffen waren: Einige frühe Berichte nennen nur Schäden im Dniprowski- und Swjatoschynsky-Bezirk; spätere Darstellungen – einschließlich der KMVA – verzeichnen zusätzlich Solomjansky, Darnytsky, Podilsky und Holosiivsky, mit Folgen an letztlich mehr als 10 Orten. Berichte widersprechen sich zudem zum Schicksal von Kyivvodokanal: Einige Darstellungen sprechen von Treffern auf Anlagen des Wasserbetriebs, während das Unternehmen selbst angab, im Normalbetrieb zu sein und die Wasserversorgung sei bis zum Morgen vollständig wiederhergestellt worden.
Hintergrund
Die ukrainische Luftwaffe erklärte, der nächtliche Angriff habe ballistische Raketen, Marschflugkörper und 157 Drohnen/Köder umfasst; 131 Luftziele seien zerstört oder unterdrückt worden, mit Einschlägen an 36 Orten in mehreren Oblasten. Die Europäische Kommission hatte am 11. September 2025 ein Darlehen von 6,1 Milliarden Euro für die Ukraine zum Kauf von Drohnen und Patriot-Flugabwehrraketen zugesagt. Laut einer Untersuchung des Unternehmens Expandia wurden in den vergangenen sechs Monaten rund 50.000 Quadratmeter Bürofläche in Kiew durch russische Angriffe beschädigt.