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Notabschaltungen in Kiew: ÖPNV auf dem rechten Dnepr-Ufer eingestellt

Am Morgen des 9. Oktober verhängte Ukrenergo auf dem rechten Ufer Kiews und in den Rajons Butscha und Wyschhorod der Oblast Kiew Notabschaltungen vom Strom. Wegen Spannungseinbrüchen stellte Kyivpastrans in den Stadtteilen Obolon, Podil und Swjatoschyn Teile des öffentlichen Nahverkehrs — vor allem Oberleitungsbusse und Straßenbahnen — ein; auch die Kiewer Standseilbahn fiel aus. Die Notabschaltungen folgten auf einen russischen Angriff auf eine für Kiew wichtige Energieanlage am Vorabend. Kyivpastrans verstärkte die Buslinien 32 und 99 und richtete zwei temporäre Routen ein; im Tagesverlauf wurden die Notabschaltungen wieder aufgehoben.

Das Wichtigste

  • Ukrenergo verhängte am 9. Oktober Notabschaltungen auf dem rechten Dnepr-Ufer Kiews sowie in den Rajons Butscha und Wyschhorod der Oblast Kiew.
  • In den Stadtteilen Obolon, Podil und Swjatoschyn wurde der elektrische Nahverkehr (Oberleitungsbusse und Straßenbahnen) wegen Spannungseinbrüchen vorübergehend eingestellt; auch die Standseilbahn fiel aus.
  • Die Kiewer Metro und der oberirdische Nahverkehr waren bereits am Abend des 8. Oktober wegen Strommangels zum Stillstand gekommen; die Wiederaufnahme erfolgte gestaffelt bis 19:24 Uhr mit Verspätungen.
  • Kyivpastrans verstärkte die Buslinien 32 und 99 und richtete die temporären Routen 12t (Schewtschenko-Platz – Puschtscha-Wodyzja) und 19t (Kontraktova-Platz – Schewtschenko-Platz) ein.
  • Am Abend des 8. Oktober hatte Russland eine für Kiew wichtige Energieanlage angegriffen und mehrere Elemente des Stromnetzes der Hauptstadt außer Betrieb gesetzt.
  • Energieminister Denys Schmyhal erklärte, die Wiederherstellung der Anlage werde Zeit brauchen.
  • Die Notabschaltungen wurden im Tagesverlauf aufgehoben; die Versorgung kehrte zu den Stabilisierungsplänen zurück.

Warum es wichtig ist

Hunderttausende Bewohner des rechten Kiewer Dnepr-Ufers und zweier Rajons der Oblast Kiew waren ohne Strom und ohne elektrischen Nahverkehr. Der Ausfall zeigt die Verwundbarkeit der Energieversorgung der Hauptstadt nach dem russischen Angriff auf eine zentrale Anlage am Vorabend. Dass Energieminister Schmyhal für die Wiederherstellung „Zeit“ ankündigte, deutet auf eine länger anhaltende Belastung von Strom- und Wasserversorgung hin.

Was geschehen ist

Am Morgen des 9. Oktober ordnete Ukrenergo Notabschaltungen auf dem rechten Dnepr-Ufer Kiews sowie in den Rajons Butscha und Wyschhorod der Oblast Kiew an. DTEK meldete die Abschaltungen; zuvor veröffentlichte Schaltpläne galten in diesen Gebieten nicht mehr. Wegen der fehlenden Spannung im Netz stellte Kyivpastrans in den rechtsufrigen Stadtteilen Obolon, Podil und Swjatoschyn Teile des öffentlichen Nahverkehrs ein — betroffen waren vor allem Oberleitungsbusse und Straßenbahnen. Auch die Kiewer Standseilbahn fiel aus. Als Ausgleich stockte Kyivpastrans die Busse auf den Linien 32 und 99 auf und richtete die temporären Buslinien 12t (Schewtschenko-Platz – Puschtscha-Wodyzja) und 19t (Kontraktova-Platz – Schewtschenko-Platz) ein. Die Oberleitungsbus-Linien 7 und 39 wurden im Laufe des Vormittags mit Abweichungen vom Fahrplan wieder in Betrieb genommen. Im Tagesverlauf hob Ukrenergo die Notabschaltungen wieder auf; die Versorgung kehrte zu den Stabilisierungsplänen zurück. Bereits am Abend des 8. Oktober war die Kiewer Metro nach einem Spannungseinbruch gestoppt worden — laut Kiewer Stadtverwaltung um 18:21 Uhr, auf zwei Linien um 18:39 Uhr und auf allen Linien um 19:24 Uhr wieder in Betrieb, allerdings mit Verspätungen. Die Oberleitungsbus-Linien 7 und 39 nahmen den Betrieb ebenfalls wieder auf, mit Abweichungen vom Fahrplan. In mehreren Stadtteilen sank zudem der Wasserdruck; die Stadt nahm zeitweise keine Abwässer aus der Gemeinde Borschtschahiwka an.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Ukrainische Quellen führen die Abschaltungen unmittelbar auf den russischen Angriff auf eine zentrale Energieanlage am Vorabend zurück. Sie zeichnen die Kette der Infrastrukturfolgen nach: Metro-Stillstand, Ausfall von Oberleitungsbussen, Straßenbahnen und Standseilbahn, Druckabfall in der Wasserversorgung und vorübergehende Einstellung der Abwasserannahme aus Borschtschahiwka. Berichtet wird auf Grundlage offizieller Stellungnahmen von Ukrenergo, DTEK, Kyivpastrans, Energieministerium und Bürgermeisteramt. Mehrere Medien heben hervor, dass Kiew durch frühere Angriffe seine eigene Stromerzeugung verloren hat und vollständig vom landesweiten Netz abhängt — und rahmen die Lage als systemische Folge wiederholter russischer Angriffe auf die Energieinfrastruktur.

Wie internationale Quellen darüber berichten

Die einzige nicht-ukrainische Quelle im Set, die aserbaidschanische Agentur APA, beschränkt sich auf die Meldung, dass in drei Kiewer Stadtteilen öffentliche Verkehrsmittel wegen Strommangels ausfielen, und nennt keine Ursache. Eine breitere internationale Rahmung liegt in den verfügbaren Quellen nicht vor.

Hintergrund

Am Abend des 8. Oktober hatte ein russischer Angriff auf eine für Kiew wichtige Energieanlage mehrere Elemente des städtischen Stromnetzes außer Betrieb gesetzt. In der Folge kam es in Kiew zu Notabschaltungen; die Metro wurde um 18:21 Uhr gestoppt, auf zwei Linien um 18:39 Uhr und auf allen Linien um 19:24 Uhr mit Verspätungen wieder in Betrieb genommen. Tagsüber kam es zu Unterbrechungen der Wasserversorgung; die Stadt nahm zeitweise keine Abwässer aus der Gemeinde Borschtschahiwka an. Am Morgen des 9. Oktober meldete Ukrenergo neue Abschaltungen in den Oblasten Tschernihiw, Charkiw, Donezk, Saporischschja, Dnipropetrowsk, Odessa und Kiew sowie in der Stadt Kiew; in Teilen mehrerer Oblasts galten stundenweise Schaltpläne von bis zu 2,5 Warteschlangen. Bürgermeister Vitalij Klitschko erklärte, Kiew habe durch frühere Angriffe seine eigene Stromerzeugung verloren und sei auf das landesweite Energiesystem angewiesen. Kyivpastrans verstärkte die Buslinien 32 und 99 und richtete die temporären Linien 12t und 19t ein.