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Russland greift Ukraine mit Dutzenden Raketen und 212 Drohnen an – vier Tote in Dnipro

In der Nacht zum 22. September 2026 führte Russland einen kombinierten Drohnen- und Raketenangriff auf 13 ukrainische Oblaste und Kiew durch. In Dnipro starben mindestens vier Menschen, sechs wurden verletzt; Rettungsarbeiten dauern an. Die ukrainische Luftabwehr meldet 186 abgefangene Ziele, gleichzeitig werden Treffer an 22 Orten und Schäden an Energie-, Bahn- und Treibstoffinfrastruktur verzeichnet.

Das Wichtigste

  • Kombinierter Drohnen- und Raketenangriff in der Nacht zum 22. September auf 13 Oblaste und Kiew
  • Russland setzte Dutzende Raketen und 212 Drohnen verschiedenen Typs ein
  • Ukrainische Luftabwehr fing 1 Kalibr-Marschflugkörper, 8 Banderole/Dan-T-Raketen und 177 Drohnen ab (insgesamt 186 Ziele)
  • Treffer an 22 Orten, Trümmer an 4 weiteren Orten
  • In Dnipro 4 Tote und 6 Verletzte nach Raketentreffer; Rettungsarbeiten laufen
  • Schwere Zerstörungen in Krywyj Rih und Pawlohrad; Energie- und Bahninfrastruktur in Poltawa, Winnyzja und Schytomyr getroffen
  • Kiew zweimal getroffen (Nacht und Abend): Treibstofftanks in Obolon getroffen, 8 Verletzte, davon 3 im Krankenhaus

Warum es wichtig ist

Der Angriff gehört zu den umfangreichsten kombinierten Drohnen- und Raketenangriffen seit Wochen und traf gleichzeitig 13 Oblaste plus die Hauptstadt. Er bestätigt das anhaltende Muster Russlands, gezielt zivile und kritische Infrastruktur anzugreifen, und verschärft die ohnehin angespannte Energieversorgungslage, da bereits wetterbedingte Stromausfälle bestanden.

Was geschehen ist

In der Nacht vom 21. auf den 22. September 2026 startete Russland einen massiven kombinierten Angriff mit Dutzenden Raketen und 212 Drohnen auf die Ukraine. Die Hauptziele laut ukrainischem Militär waren die Oblaste Dnipropetrowsk, Kirowohrad und Poltawa; nach Angaben von Premierminister Serhij Korezkyj wurden insgesamt 13 Oblaste und Kiew getroffen. Die ukrainische Luftabwehr fing nach eigenen Angaben 186 Ziele ab: 1 Kalibr-Marschflugkörper, 8 Banderole/Dan-T-Raketen und 177 Drohnen. An 22 Orten wurden Treffer registriert, an 4 weiteren Stellen Trümmer. In Dnipro starben nach einer Raketenexplosion vier Menschen, sechs wurden verletzt; Rettungskräfte suchten weiter nach möglichen Verschütteten. Im Oblast Dnipropetrowsk wurden Industrieanlagen in Dnipro, Krywyj Rih und Pawlohrad mit ballistischen Raketen und Marschflugkörpern angegriffen; in Dnipro trafen die Schläge Lebensmittellager, Unternehmen und eine Möbelwerkstatt. In den Oblasten Poltawa, Winnyzja und Schytomyr wurden Energie- und Bahninfrastruktur sowie mehrere Umspannwerke getroffen. Im Kiewer Stadtteil Obolon schlugen Drohnen in Treibstofftanks ein; im Stadtteil Pechersk wurden zwei Menschen verletzt. Am Abend des 22. September folgte eine weitere Drohnenwelle auf Kiew, bei der die Zahl der Verletzten nach Angaben von Bürgermeister Klitschko auf acht stieg, drei wurden hospitalisiert. Im Oblast Tschernihiw fielen rund 100.000 Anschlüsse nach einem russischen Angriff auf eine Energieanlage in einem Nachbaroblast aus.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Opferzahl in Dnipro wurde im Laufe des Tages korrigiert: ein früherer Bericht sprach von zwei Toten und sechs Verletzten, nach der Bergung einer weiteren Leiche wurde die Zahl auf vier Tote und sechs Verletzte erhöht. Die Zahl der Verletzten in Kiew durch die abendliche Drohnenwelle wurde zunächst mit zwei im Stadtteil Pechersk angegeben, Bürgermeister Klitschko korrigierte sie später auf insgesamt acht, davon drei im Krankenhaus. Beim Umfang des Luftangriffs betont die Luftwaffe der Streitkräfte 186 abgewehrte Ziele, während andere offizielle Darstellungen das eingesetzte Salvo von Dutzenden Raketen und 212 Drohnen hervorheben. Beim Hauptziel des Angriffs identifizieren einige Berichte die Oblaste Dnipropetrowsk, Kirowohrad und Poltawa, während Premierminister Korezkyj die Formulierung wählt, dass 13 Oblaste und Kiew getroffen wurden.

Hintergrund

Bereits in den Tagen zuvor hatten russische Drohnen- und Artillerieangriffe in mehreren Oblasten Stromausfälle verursacht; am Morgen des 21. September verschärften starker Regen und Wind die Lage in den Oblasten Dnipropetrowsk, Kiew und Tschernihiw. Ukrenergo rief aufgrund der Wetterbedingungen zwischen 10:00 und 22:00 Uhr zu sparsamem Stromverbrauch auf. Im Rajon Krementschuk (Oblast Poltawa) wurden bei früheren Angriffen ein Industrieunternehmen und ein kritisches Infrastrukturobjekt beschädigt. In Dnipro war bereits am 3. September ein Trauertag ausgerufen worden, nachdem seit Monatsbeginn 14 Einwohner durch russische Angriffe getötet worden waren.