Russland greift Dnipropetrowsk mit ballistischen Raketen an – drei Verletzte in Dnipro
In der Nacht zum 22. September haben russische Streitkräfte die Oblast Dnipropetrowsk mit ballistischen Raketen angegriffen. Industrielle Einrichtungen in Dnipro, Krywyj Rih und Pawlohrad wurden getroffen, in Dnipro wurden drei Menschen verletzt.
Das Wichtigste
- Luftwaffe der Ukraine warnte um 1:58 Uhr vor ballistischen Waffen aus dem Raum Woronesch
- Explosionen in Dnipro, Krywyj Rih und Pawlohrad
- Nach vorläufigen Daten schlugen je vier ballistische Raketen in Dnipro und Krywyj Rih ein, mindestens drei in Pawlohrad
- An den Einschlagstellen in allen drei Städten brachen Brände aus
- Drei Menschen wurden in Dnipro verletzt
- Oleksandr Vilkul, Leiter des Verteidigungsrats von Krywyj Rih, bestätigte den Angriff
- Oleksandr Hanzha, Leiter der Militärverwaltung der Oblast Dnipropetrowsk, meldete den Angriff und die Verletzten
Warum es wichtig ist
Ein gleichzeitiger Angriff mit ballistischen Raketen auf drei Städte einer einzigen ukrainischen Oblast verweist auf das Muster koordinierter russischer Angriffe auf industrielle und zivile Infrastruktur im Hinterland. Betroffen waren Industriestandorte, was Fragen zur Belastbarkeit der ukrainischen Wirtschaftsinfrastruktur aufwirft, und in Dnipro wurden erneut Zivilisten verletzt.
Was geschehen ist
In der Nacht zum 22. September führten russische Streitkräfte einen Angriff auf die Oblast Dnipropetrowsk mit ballistischen Raketen durch. Die ukrainische Luftwaffe hatte bereits um 1:58 Uhr vor dem Einsatz ballistischer Waffen aus dem russischen Raum Woronesch gewarnt. Explosionen waren in Dnipro, Krywyj Rih und Pawlohrad zu hören. Nach vorläufigen Angaben von Monitoring-Kanälen und der Luftwaffe schlugen je vier ballistische Raketen in Dnipro und Krywyj Rih ein, mindestens drei in Pawlohrad. An den Einschlagstellen in allen drei Städten brachen Brände aus. In Dnipro wurden drei Menschen verletzt, wie der Leiter der Militärverwaltung der Oblast Dnipropetrowsk, Oleksandr Hanzha, mitteilte. Oleksandr Vilkul, Leiter des Verteidigungsrats von Krywyj Rih, bestätigte den Raketenangriff auf seine Stadt und wies darauf hin, dass weitere Starts möglich seien. Informationen über Verletzte wurden zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch präzisiert.
Hintergrund
Am Tag vor dem gemeldeten Angriff hatten russische Streitkräfte innerhalb eines Tages vier Bezirke der Oblast Dnipropetrowsk fast fünfzig Mal angegriffen, wobei ein Mensch getötet wurde. Alle verfügbaren Quellen für diese Berichterstattung sind ukrainische Medien.