Donetsk: 19-Stunden-Ausgangssperre ab 1. November
Im Gebiet Donezk gilt ab dem 1. November eine verlängerte Ausgangssperre von 19 Stunden pro Tag. Der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Wadym Filaschkin, begründete die Maßnahme mit der sich verschärfenden Sicherheitslage und rief vor allem Familien mit Kindern zur Evakuierung auf.
Das Wichtigste
- Ab dem 1. November gilt im gesamten Gebiet Donezk eine Ausgangssperre von 16:00 bis 11:00 Uhr (19 Stunden pro Tag).
- Die Gemeinden Oleksandriwska und Tscherkaska sind ausgenommen; dort bleibt die Sperre von 21:00 bis 05:00 Uhr.
- Der Befehl wurde am 19. Oktober vom Leiter der Gebiets-Militärverwaltung, Wadym Filaschkin, unterzeichnet.
- Filaschkin nannte die verschärften russischen Beschüsse von Ortschaften und wachsende Risiken für Zivilisten als Grund.
- Er erklärte, es gebe im Gebiet Donezk keine sicheren Orte mehr und forderte Familien mit Kindern zur Evakuierung in sicherere Regionen der Ukraine auf.
- Während einige andere ukrainische Regionen ihre Ausgangssperren zuletzt verkürzt haben, geht die Frontregion Donezk den entgegengesetzten Weg.
Warum es wichtig ist
Die Maßnahme schränkt die Bewegungsfreiheit der Zivilbevölkerung im größten Teil des Gebiets Donezk drastisch ein und lässt nur fünf Stunden am Tag außerhalb der Sperre. Sie spiegelt die Einschätzung der Gebietsverwaltung wider, dass sich die Sicherheitslage im Frontgebiet erheblich verschlechtert hat und kein Ort mehr als sicher gilt. Zugleich verläuft die Entwicklung gegen den Trend mehrerer anderer ukrainischer Regionen, die ihre Ausgangssperren in den vergangenen Monaten verkürzt hatten.
Was geschehen ist
Der Leiter der Militärverwaltung des Gebiets Donezk, Wadym Filaschkin, kündigte am 19. Oktober eine deutlich verlängerte Ausgangssperre an. Ab dem 1. November gilt im gesamten Gebiet eine Sperre von 16:00 bis 11:00 Uhr, die 19 Stunden pro Tag dauert. Ausgenommen sind die Gemeinden Oleksandriwska und Tscherkaska, in denen die bisherige Sperre von 21:00 bis 05:00 Uhr erhalten bleibt. Filaschkin begründete die Anordnung mit den verstärkten russischen Beschüssen bewohnter Ortschaften und der wachsenden Bedrohung für die Zivilbevölkerung. Er erklärte, im Gebiet Donezk gebe es keine sicheren Orte mehr, und forderte insbesondere Familien mit Kindern auf, in sicherere Regionen der Ukraine zu evakuieren.
Hintergrund
In der Ukraine gilt seit dem 24. Februar 2022 das Kriegsrecht; Ausgangssperren sind fester Bestandteil dieses Regimes. Während im September mehrere Regionen – darunter Kiew, das Gebiet Kiew, Poltawa, Winnyzja und Tscherniwzi – ihre Ausgangssperren auf 01:00 bis 05:00 Uhr verkürzten, gehen frontnahe Gebiete wie Donezk den entgegengesetzten Weg und weiten die Sperren aus.