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Donzek: Behörden verhängen ab 1. November Ausgangssperre von bis zu 20 Stunden

Die Behörden der Oblast Donezk haben beschlossen, ab dem 1. November 2026 auf dem gesamten freien (nicht besetzten) Gebiet der Oblast eine verlängerte Ausgangssperre von 19 bis 20 Stunden pro Tag einzuführen. Ausgenommen sind die Gemeinden Oleksandriwska und Tscherkaska. Die Maßnahme wurde vom Verteidigungsrat der Oblast gebilligt und vom Leiter der Oblast-Militärverwaltung, Vadym Filaschkin, bekannt gegeben.

Das Wichtigste

  • Ab dem 1. November 2026 gilt auf dem gesamten freien Gebiet der Oblast Donezk eine verlängerte Ausgangssperre.
  • Die Ausgangssperre dauert laut unterschiedlichen Angaben 19 oder 20 Stunden pro Tag (16:00 bis 11:00 Uhr bzw. 16:00 bis 12:00 Uhr).
  • Die Maßnahme gilt auch für Kramatorsk und Slowjansk.
  • Die Gemeinden Oleksandriwska und Tscherkaska sind von der Ausgangssperre ausgenommen.
  • Der Beschluss wurde vom Verteidigungsrat der Oblast Donezk am 13. Oktober 2026 gebilligt.
  • Die Ankündigung kam vom Leiter der Oblast-Militärverwaltung, Vadym Filaschkin; die Ausweitung auf Kramatorsk bestätigte der Leiter der Stadt-Militärverwaltung Kramatorsk, Oleksandr Hontscharenko.

Warum es wichtig ist

Die Ausgangssperre ist eine erhebliche Einschränkung der Bewegungsfreiheit der Zivilbevölkerung auf dem größten Teil des freien Gebiets der Oblast Donezk, einschließlich der großen Städte Kramatorsk und Slowjansk. Sie spiegelt eine deutlich verschärfte Sicherheitseinschätzung der ukrainischen Regionalbehörden angesichts der anhaltenden russischen Angriffe auf bewohnte Gebiete wider. Mit einer Dauer von 19 bis 20 Stunden pro Tag bleibt den Bewohnern nur wenige Stunden am Tag, in denen sie sich legal draußen aufhalten dürfen.

Was geschehen ist

Die Behörden der Oblast Donezk haben beschlossen, ab dem 1. November 2026 auf dem gesamten freien, nicht von Russland besetzten Gebiet der Oblast eine verlängerte Ausgangssperre einzuführen. Laut ukrainischen Quellen soll sie von 16:00 Uhr abends bis 11:00 Uhr morgens gelten, was 19 Stunden pro Tag entspricht; andere Quellen geben eine Dauer von 20 Stunden an und nennen als Ende 12:00 Uhr. Die Maßnahme erstreckt sich auch auf die Städte Kramatorsk und Slowjansk. Ausgenommen sind lediglich die beiden Gemeinden Oleksandriwska und Tscherkaska. Der Beschluss wurde vom Verteidigungsrat der Oblast Donezk in einer Sitzung am 13. Oktober 2026 gebilligt. Die Ankündigung erfolgte durch den Leiter der Oblast-Militärverwaltung Donezk, Vadym Filaschkin; die Geltung für Kramatorsk bestätigte der Leiter der Stadt-Militärverwaltung Kramatorsk, Oleksandr Hontscharenko.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Quellen sind sich uneins über die genaue Dauer der Ausgangssperre: Mehrere ukrainische Medien geben an, sie laufe von 16:00 bis 11:00 Uhr und dauere damit 19 Stunden; andere Quellen charakterisieren sie als 20-stündige Ausgangssperre, teilweise mit einem Ende um 12:00 Uhr statt um 11:00 Uhr. Darüber hinaus divergieren die Angaben zu den Opferzahlen des russischen Angriffs auf zwei Passagierbusse in Kramatorsk am 8. Oktober 2026: Eine Darstellung nennt 30 Tote und 18 Verletzte, eine andere spricht von mindestens 33 getöteten Zivilisten.

Hintergrund

Am Morgen des 8. Oktober 2026 schlugen russische Streitkräfte in Kramatorsk zwei Passagierbusse und töteten Dutzende Zivilisten; die Opferzahlen sind zwischen den Quellen umstritten. Am 11. Oktober 2026 beschloss die Oblast-Militärverwaltung Donezk, eine Pflichtevakuierungszone auszuweiten und die zwangsweise Evakuierung von Kindern aus Teilen Kramatorsks anzuordnen. Am 12. Oktober 2026 töteten russische Angriffe laut Berichten vier Einwohner der Oblast Donezk, verwundeten elf weitere und führten 1.671 Beschüsse an Frontlinie und Wohngebieten durch, wobei mindestens 55 Wohnhäuser beschädigt wurden. Seit Beginn der umfassenden Invasion sind nach Angaben, die Mariupol und Wolnowacha nicht einschließen, 4.413 Menschen durch russische Streitkräfte in der Oblast Donezk getötet und 10.758 verletzt worden. Der Beschluss zur Ausgangssperre wurde in einer Sitzung des Verteidigungsrats der Oblast am 13. Oktober 2026 gefasst.