Russischer Angriff auf Zentrum von Dnipro: Telekommunikationsgebäude getroffen
Am Morgen des 4. Oktober haben russische Streitkräfte das Zentrum von Dnipro angegriffen und dabei ein Gebäude eines Telekommunikationsunternehmens getroffen. Durch den Einschlag entstand ein Brand; Rettungskräfte waren im Einsatz. Informationen über mögliche Opfer wurden zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch geprüft.
Das Wichtigste
- Am Morgen des 4. Oktober schlugen russische Streitkräfte im Zentrum von Dnipro ein.
- Ziel war ein Gebäude eines Telekommunikationsunternehmens; ein Brand brach aus.
- Alle Rettungsdienste arbeiteten an der Einsatzstelle.
- Informationen über mögliche Opfer wurden zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch geklärt.
- Der Leiter der Militärverwaltung des Gebiets Dnipropetrowsk, Oleksandr Hanzja, meldete den Vorfall über Telegram.
- Lokalen Berichten des Kanals „Dnipro Operatyvnyi" zufolge handelte es sich bei dem Gebäude um jenes des Betreibers Ukrtelecom.
- Die Luftwaffe hatte vor dem Einschlag vor einer auf Dnipro zufliegenden Jet-Drohne gewarnt.
- In der Nacht auf den 4. Oktober griffen russische Streitkräfte Dnipropetrowsk mehr als zehnmal mit Drohnen an; in den Bezirken Pawlohrad, Krywyj Rih und Nikopol entstanden Schäden.
Warum es wichtig ist
Der Angriff traf eine zivile Telekommunikationseinrichtung im Zentrum einer Großstadt. Sollte sich bestätigen, dass es sich um Ukrtelecom handelt – den größten Festnetzbetreiber und einen der führenden Internetanbieter der Ukraine – hätte der Einschlag erhebliche infrastrukturelle Auswirkungen. Zudem fügt sich der Vorfall in eine Reihe nächtlicher Drohnenangriffe auf das Gebiet Dnipropetrowsk am selben Tag ein.
Was geschehen ist
Am Morgen des 4. Oktober schlugen russische Streitkräfte im Zentrum von Dnipro ein und trafen dabei das Gebäude eines Telekommunikationsunternehmens. Durch den Einschlag brach ein Brand aus; alle Rettungsdienste wurden an die Einsatzstelle entsandt. Informationen über mögliche Opfer wurden zum Zeitpunkt der Berichterstattung noch geprüft. Die Luftwaffe hatte zuvor vor einer auf Dnipro zufliegenden Jet-Drohne gewarnt. Laut dem lokalen Telegram-Kanal „Dnipro Operatyvnyi" handelte es sich bei dem getroffenen Gebäude um jenes des Betreibers Ukrtelecom – diese Zuordnung wurde jedoch nicht offiziell bestätigt. In derselben Nacht hatten russische Streitkräfte die Bezirke Nikopol, Pawlohrad und Krywyj Rih im Gebiet Dnipropetrowsk mehr als zehnmal mit Drohnen angegriffen; dabei wurden unter anderem ein Unternehmen, ein Kleinbus und mehrere Brandherde gemeldet.
Wo die Berichte auseinandergehen
Die Quellen geben unterschiedliche Uhrzeiten für die Explosion im Zentrum von Dnipro an: etwa 8:15 Uhr beziehungsweise etwa 8:30 Uhr am 4. Oktober. Außerdem unterscheidet sich die Angabe zum betroffenen Unternehmen: Offizielle Stellen sprechen lediglich von „einem Telekommunikationsunternehmen", während der lokale Telegram-Kanal „Dnipro Operatyvnyi" das Gebäude Ukrtelecom zuordnet.
Hintergrund
Ukrtelecom gilt als größter Festnetzbetreiber und einer der führenden Internetanbieter der Ukraine. In der Nacht auf den 4. Oktober griffen russische Streitkräfte die Ukraine mit 135 Drohnen verschiedener Typen an; Einschläge wurden an fünf Orten registriert. Allein im Gebiet Dnipropetrowsk wurden die Bezirke Nikopol, Pawlohrad und Krywyj Rih in dieser Nacht mehr als zehnmal mit Drohnen attackiert.