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Russland greift Ukraine mit 157 Drohnen in einer Nacht an – Luftabwehr schießt 131 ab

In der Nacht zum 3. Oktober (ab 18:00 Uhr am 2. Oktober) hat Russland die Ukraine mit 157 Drohnen angegriffen, darunter 45 reaktive Shahed-, Gerbera- und Parodia-Tarndrohnen. Bis 09:00 Uhr am Samstag meldete die ukrainische Luftabwehr 131 abgeschossene oder unterdrückte Drohnen. Einschläge wurden an 12 Standorten registriert, Trümmer an 5 weiteren. Die Angriffe trafen mehrere Oblaste und verletzten Zivilisten, darunter Kinder.

Das Wichtigste

  • 157 Angriffsdrohnen, davon 45 reaktive, wurden ab 18:00 Uhr am 2. Oktober aus Richtung Brjansk, Primorsko-Achtarsk, besetztem Donezk und Hvardiiske (Krim) gestartet.
  • Bis 09:00 Uhr am 3. Oktober wurden 131 Drohnen (Shahed, Gerbera und andere Typen) abgeschossen oder unterdrückt – vorläufige Zahlen.
  • Einschläge an 12 Standorten, Trümmer abgeschossener Drohnen an 5 weiteren Standorten.
  • Am Morgen des 3. Oktober griff Russland das Gebiet Odessa zusätzlich mit „Banderol"-Loitering-Munition an; Folgen wurden geprüft.
  • In Hostomel (Gebiet Kiew) wurden vier Menschen verletzt, darunter nach den meisten Berichten ein Kind.
  • In Dnipro wurden vier Frauen im Alter von 55, 62, 77 und 88 Jahren bei einem Treffer eines mehrstöckigen Gebäudes und eines Geschäftszentrums verletzt.
  • In Charkiw beschädigte eine Drohne eine Gasleitung im Stadtbezirk Kiewskyj; drei Menschen wurden verletzt.
  • Im Gebiet Saporischschja wurde das Gelände einer Feuerwehreinheit während einer Einsatzbesprechung getroffen; ein Retter wurde verletzt.

Warum es wichtig ist

Es handelt sich um eine der größten einzelne nächtlichen Drohnenangriffe des Krieges, bei der Russland neben Shahed-Schlagdrohnen auch Gerbera-Drohnen und Parodia-Tarndrohnen kombinierte, um die ukrainische Luftabwehr zu überlasten. Die Angriffe verteilten sich auf mehrere Oblaste und trafen zivile sowie kritische Infrastruktur – darunter eine Kiewer Brücke und eine Gasleitung – und verletzten Zivilisten, darunter Kinder.

Was geschehen ist

In der Nacht zum 3. Oktober (ab 18:00 Uhr am 2. Oktober) startete Russland 157 Angriffsdrohnen gegen die Ukraine, darunter 45 reaktive Drohnen vom Typ Shahed sowie Gerbera-Drohnen und Parodia-Tarndrohnen. Startrichtungen waren Brjansk, Primorsko-Achtarsk (Russland), das besetzte Donezk und Hvardiiske auf der besetzten Krim. Bis 09:00 Uhr am 3. Oktober hatte die ukrainische Luftabwehr 131 Drohnen abgeschossen oder unterdrückt – ein vorläufiger Stand, da der Angriff noch andauerte und sich weitere Drohnen im Luftraum befanden. Die Abwehr wurde von Luftstreitkräften, Flugabwehrraketentruppen, Einheiten für elektronische Kriegsführung und unbemannte Systeme sowie mobilen Feuergruppen der ukrainischen Verteidigungskräfte geführt. Direkte Treffer wurden an 12 Standorten registriert, Trümmer abgeschossener Ziele an 5 weiteren. Am Morgen griff Russland das Gebiet Odessa zusätzlich mit „Banderol"-Loitering-Munition an; die Folgen wurden noch ermittelt. Am selben Tag wurde zudem die Piwdennyj-Brücke (nördliche Brücke) in Kiew von einer reaktiven Drohne getroffen, wobei Straßenbelag und Fahrleitungen beschädigt wurden; der Verkehr Richtung rechtes Ufer wurde gesperrt. In Hostomel (Gebiet Kiew) wurden bei einem russischen Angriff vier Menschen verletzt, darunter nach den meisten Berichten ein Kind. In Dnipro traf ein später Abendangriff ein mehrstöckiges Gebäude und ein Geschäftszentrum; vier Frauen im Alter von 55, 62, 77 und 88 Jahren wurden verletzt. In Charkiw beschädigte ein Drohnentreffer in der Nähe eines Privathauses eine Gasleitung im Stadtbezirk Kiewskyj; drei Menschen wurden verletzt. Im Gebiet Saporischschja traf ein Angriff das Gelände einer Feuerwehreinheit während der Einsatzbesprechung; ein Retter wurde verletzt. In Hostomel brachen zudem Brände in zwei Lagerhäusern aus, die gelöscht wurden.

Wo die Berichte auseinandergehen

Bei der Zahl der verletzten Kinder in Hostomel unterscheiden sich die Quellen: Die meisten Berichte nennen ein Kind unter vier Verletzten, eine Variante spricht von zwei Kindern unter den vier Verletzten.

Hintergrund

Die ukrainische Luftabwehr kombiniert bei Massenangriffen routinemäßig Luftstreitkräfte, Flugabwehrraketentruppen, Einheiten für elektronische Kriegsführung, unbemannte Systeme und mobile Feuergruppen. Russland setzt verstärkt Tarndrohnen wie den Typ Parodia neben Schlagdrohnen ein, um die ukrainische Abwehr zu überlasten und Munition für Abfangjäger aufzubrauchen.