5. September 2026
-
Russland greift in der Nacht Kiew und Flughäfen mit Drohnen an; Selenskyj sieht Verbindung zu US-Diplomatie
In der Nacht zum 5. September 2025 hat Russland eine breite Drohnenangriffswelle auf ukrainische Regionen geflogen, darunter Kiew und die Oblast Kiew. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Angriffe auf die Flughäfen Kiew-Schuljany und Boryspil seien gezielt und demonstrativ gewesen und galten nach langer Zeit erstmals wieder beiden Airports. Er verband die Angriffe mit der bevorstehenden Reise der US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner nach Kiew und sprach von „russisch-iranischen Schaheds als Reaktion auf die amerikanische Diplomatie“. In Boryspil wurde ein neunstöckiges Wohnhaus getroffen, in Kamianske ein ziviles Industrieunternehmen.
-
Erste Sitzung des EU-Ukraine-Drohnenbündnisses am 11. September in Brüssel
Am 11. September kommt in Brüssel das EU-Ukraine-Drohnenbündnis zu seiner ersten Sitzung zusammen. An dem Treffen nehmen 19 Drohnenhersteller aus EU-Staaten und neun ukrainische Unternehmen sowie EU-Verteidigungskommissar Andrius Kubilius teil. Im Mittelpunkt stehen eine Bestandsaufnahme, ein Zeitplan für weitere Schritte und erste konkrete Maßnahmen.
-
Drapatyj stellt neuen Kommandeur der ukrainischen Bodenstreitkräfte vor
Der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte, Mykhailo Drapatyj, hat den Generalmajor Svyatoslav Zaits als neuen Kommandeur der Bodenstreitkräfte (Сухопутні війська) vorgestellt. Zaits war am 2. September per Dekret von Präsident Wolodymyr Selenskyj ernannt worden. Er leitete zuletzt das 20. Armeekorps, das für die Verteidigung des Gebiets Dnipropetrowsk zuständig ist. Sein Vorgänger Hennadij Schapowalow wurde abgelöst.
-
Französische Präsidentschaftskandidaten streiten über Ukraine-Hilfe
Zwischen den französischen Präsidentschaftskandidaten Marine Le Pen (Rassemblement National) und Édouard Philippe (Horizons) ist ein öffentlicher Streit über das Wahlversprechen der Rechtsaußenpartei entbrannt, die Unterstützung für die Ukraine im Falle eines Wahlsiegs einzustellen. Philippe warnte, ein solcher Schritt käme einer Unterstützung Russlands gleich und gefährde die europäische und französische Sicherheit. Le Pen erwiderte, Philippe habe als Premierminister unter Macron selbst den russischen Präsidenten empfangen, und forderte eine Friedenskonferenz.
-
Trump sagt, Putin wolle die NATO nicht angreifen – Leipzig-Drohnenvorfall wird Russland zugeschrieben
US-Präsident Donald Trump erklärte im Weißen Haus, er spreche mit Wladimir Putin und dieser beabsichtige nicht, NATO-Gebiet anzugreifen. Gleichzeitig schwiegen die USA zur Aufklärung von Sprengstoffdrohnen am Flughafen Leipzig, die europäische Sicherheitsbehörden und Deutschland mit Russland in Verbindung bringen.