Russischer Angriff trifft Teva-Lager in der Ukraine zweimal an einem Tag
Ein Lager des Pharmakonzerns Teva in der Ukraine wurde Berichten zufolge bei einem russischen Angriff zweimal an einem Tag getroffen. Das Unternehmen erklärte, keine Mitarbeiter seien verletzt worden, und arbeite daran, die Arzneimittelversorgung für ukrainische Patienten aufrechtzuerhalten.
Das Wichtigste
- Teva-Lager in der Ukraine wurde Berichten zufolge zweimal an einem Tag durch einen russischen Angriff getroffen.
- Das Werk befindet sich in der Oblast Kiew.
- Teva erklärte, den Betrieb in der Ukraine trotz des Angriffs fortzusetzen.
- Das Unternehmen verurteilte russische Angriffe auf zivile Infrastruktur und ukrainische Unternehmen.
- Teva prüft die Folgen des Angriffs und versucht, die Auswirkungen auf die Arzneimittelversorgung zu minimieren.
- Teva Ukraine gehört zur Teva Pharmaceutical Industries Ltd mit Sitz in Israel, die mehr als 260 Arzneimittel herstellt.
Warum es wichtig ist
Teva ist einer der weltweit größten Hersteller von Generika und Originalmedikamenten mit Hunderten Produkten auf dem ukrainischen Markt. Ein Treffer seines Lagers könnte die Verfügbarkeit von Medikamenten für ukrainische Patienten beeinträchtigen. Der Vorfall steht im Kontext einer Reihe russischer Angriffe auf Lager und zivile Logistikinfrastruktur in der Ukraine.
Was geschehen ist
Einem Bericht von Teva zufolge wurde ein Lager des Pharmakonzerns Teva in der Oblast Kiew an einem Tag zweimal durch einen russischen Angriff getroffen. Das Unternehmen erklärte, keine Mitarbeiter seien verletzt worden. Teva kündigte an, die Folgen zu prüfen und Maßnahmen zu ergreifen, um die Auswirkungen auf die Lieferungen zu minimieren, damit ukrainische Patienten weiterhin Zugang zu benötigten Medikamenten behalten. Das Unternehmen erklärte zudem, den Betrieb in der Ukraine trotz des Angriffs fortzusetzen, und verurteilte russische Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur. Teva Ukraine ist Teil der in Israel ansässigen Teva Pharmaceutical Industries Ltd, die mehr als 260 Arzneimittel herstellt und deren Produkte wie Spazmalgon, Troxevasin, Hepabene, Decatylen, Dolobene, Almagel, Aleron und Olfen auf dem ukrainischen Markt erhältlich sind.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Beide herangezogenen Quellen sind ukrainisch. Sie rücken den Angriff auf ein ausländisch investiertes Pharmaunternehmen in der Ukraine in den Mittelpunkt und betonen die Bedrohung für zivile Infrastruktur und die Arzneimittelversorgung ukrainischer Patienten.
Wo die Berichte auseinandergehen
Die Quellen widersprechen sich hinsichtlich des Datums des Angriffs auf das Teva-Lager: Eine Quelle datiert ihn auf den 3. August, eine andere auf den 3. September. Darüber hinaus beschreibt eine Quelle den Angriff allgemein als „russischen Angriff", während eine andere ihn als „massiven Drohnenangriff“ auf die Oblast Kiew mit russischen Drohnen spezifiziert.
Hintergrund
Teva Ukraine ist Teil der Teva Pharmaceutical Industries Ltd mit Sitz in Israel, gegründet 1901, die mehr als 260 Arzneimittel herstellt. Auch andere große Pharma- und Logistikeinrichtungen in der Ukraine wurden getroffen oder zerstört, darunter der Logistikkomplex der LLC „HFC Biokon“ im Rajon Boryspil und ein Lager von „Optima-Pharm" in Kiew. Seit Ende August 2026 hat Russland Berichten zufolge verstärkt Lager und Unternehmen in der Ukraine angegriffen.