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Ukraine meldet tägliche russische Verluste von 2.090 Soldaten – Marine trifft sechs Su-34M-Bomber

Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte hat für den vorangegangenen Tag 2.090 russische Personalverluste gemeldet. Die kumulierten Gesamtverluste Russlands seit Beginn der großangelegten Invasion beziffert der Generalstab auf rund 1.565.060 Personen. Separat griff die ukrainische Marine mit dem Küstenraketenkomplex Neptune sechs Su-34M-Bomber auf dem Militärflugplatz Borisoglebsk in der russischen Region Woronesch an.

Das Wichtigste

  • Generalstab meldet 2.090 russische Personalverluste für den Vortag
  • Kumulierte Personalverluste laut Generalstab rund 1.565.060 seit Februar 2022
  • Tägliche Geräteverluste: 1 Panzer, 7 Kampffahrzeuge, 27 Artilleriesysteme, 3 Mehrfachraketenwerfer, 1 Luftabwehrsystem, 1.372 Drohnen, 4 Marschflugkörper, 363 Fahrzeuge
  • Ukrainische Marine trifft mit Neptune-Komplex sechs Su-34M-Bomber auf Flugplatz Borisoglebsk in der Region Woronesch
  • Russische Gesamtverluste an Gerät laut Generalstab u. a. 12.416 Panzer, 25.561 Kampffahrzeuge, 51.293 Artilleriesysteme, 568.358 Drohnen
  • Russland veröffentlicht seit September 2022 keine offiziellen Verlustzahlen mehr

Warum es wichtig ist

Die täglichen Zahlen des Generalstabs sind die einzige regelmäßig aktualisierte öffentliche Bezifferung der russischen Verluste im Krieg und damit ein zentraler Indikator für die personelle und materielle Belastung der russischen Streitkräfte. Der Neptune-Angriff auf sechs Bomber tief auf russischem Territorium zeigt zudem die Fähigkeit der Ukraine, strategische Ziele weit hinter der Front zu treffen.

Was geschehen ist

Der Generalstab der ukrainischen Streitkräfte veröffentlichte am Morgen des 18. Oktober seine täglichen Verlustmeldungen zu Russland. Demnach verlor Russland am Vortag 2.090 Soldaten. Die seit Beginn der großangelegten Invasion im Februar 2022 kumulierten Personalverluste beziffert der Generalstab auf rund 1.565.060. An Gerät wurden am Vortag 1 Panzer, 7 Kampffahrzeuge, 27 Artilleriesysteme, 3 Mehrfachraketenwerfer, 1 Luftabwehrsystem, 1.372 operative und taktische Drohnen, 4 Marschflugkörper und 363 Fahrzeuge gemeldet. Insgesamt summieren sich die vom Generalstab erfassten russischen Geräteverluste auf 12.416 Panzer, 25.561 Kampffahrzeuge, 51.293 Artilleriesysteme, 2.224 Mehrfachraketenwerfer, 1.711 Luftabwehrsysteme, 449 Flugzeuge, 356 Hubschrauber, 2.968 Bodenroboter-Komplexe, 568.358 Drohnen, 5.134 Marschflugkörper, 35 Schiffe und Boote, 2 U-Boote, 164.246 Fahrzeuge und Tankwagen sowie 4.835 Sondereinsatzmittel. Unabhängig davon teilten die Seestreitkräfte der Ukraine mit, sie hätten mit dem Küstenraketenkomplex Neptune sechs Su-34M-Bomber auf dem Militärflugplatz Borisoglebsk in der russischen Region Woronesch getroffen.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Ukrainische Quellen, die der Generalstabsmeldung zugrunde liegen, stellen den Neptune-Angriff auf sechs Su-34M-Bomber in Borisoglebsk als Erfolg der ukrainischen Offensive dar und betonen die Fähigkeit der Ukraine, strategische Ziele tief im russischen Hinterland zu treffen.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Quellen nennen deutlich unterschiedliche Schätzungen zu den gesamten russischen Personalverlusten. Der ukrainische Generalstab gibt die kumulierten Verluste mit rund 1.565.060 an. Die BBC Russian Service und Mediazona beziffern auf Basis offener Quellen die bestätigten Todesfälle unter russischen Militärangehörigen mit Stand 9. Oktober auf mindestens 276.113. NATO-Schätzungen gehen davon aus, dass die tatsächlichen russischen Verlustzahlen bis zu einer halben Million betragen könnten.

Hintergrund

Russland veröffentlicht seine Verluste nicht offiziell; die letzte offizielle Angabe stammt aus dem September 2022 mit 5.937 Gefallenen. Unabhängige russischsprachige Medien und westliche Organisationen veröffentlichen eigene Verlustschätzungen auf Basis offener Quellen, die von den Zahlen des ukrainischen Generalstabs abweichen.