US-Heimatschutzministerium verlängert vorläufig den Schutzstatus für ukrainische und sudanesische TPS-Inhaber
Das US-Heimatschutzministerium (DHS) hat am 19. Oktober, dem geplanten Ablauftermin des TPS für die Ukraine und den Sudan, erklärt, dass ukrainische und sudanesische Inhaber eines Temporary Protected Status ihren Schutz vorerst behalten. Eine endgültige Entscheidung über das Programm werde „zum geeigneten Zeitpunkt“ getroffen, teilte ein DHS-Sprecher mit. Bis dahin bleiben Aufenthalt und Arbeitserlaubnis in den USA in Kraft.
Das Wichtigste
- Das TPS für die Ukraine und der Sudan war zum 19. Oktober ausgelaufen.
- Ein DHS-Sprecher sagte, eine endgültige Entscheidung werde „zum geeigneten Zeitpunkt“ getroffen.
- Bis zu dieser Entscheidung behalten ukrainische und sudanesische TPS-Inhaber ihren Aufenthalts- und Arbeitsschutz in den USA.
- Nach Bundesdaten vom März 2025 waren mehr als 100.000 Ukrainer und mehr als 1.790 Sudanese im TPS-Programm registriert.
- Die Trump-Administration hat in den letzten eineinhalb Jahren TPS für mehr als 1 Million Migranten aus über zehn Ländern aufgehoben, darunter Afghanistan, Haiti und Venezuela.
- Die ukrainischen und sudanesischen TPS-Programme gehören zu den wenigen, die fast zwei Jahre nach Trumps Amtsantritt noch in Kraft sind.
Warum es wichtig ist
Mehr als 100.000 Ukrainer in den USA können vorerst weiter legal bleiben und arbeiten, während das DHS eine endgültige Entscheidung vorbereitet. Die Entscheidung weicht von der Linie der Trump-Administration ab, die TPS für Staatsbürger zahlreicher anderer Länder aufgehoben hat. Sie lässt allerdings abertausende Ukrainer, deren Familien und US-Arbeitgeber in der Unsicherheit über die künftige Regelung zurück.
Was geschehen ist
Am Montag, dem 19. Oktober 2026 – dem Tag, an dem die TPS-Bezeichnung für die Ukraine und den Sudan auslaufen sollte – erklärte das US-Heimatschutzministerium, dass ukrainische und sudanesische TPS-Inhaber ihren Schutzstatus in den USA vorerst behalten dürfen. Ein DHS-Sprecher sagte, die Bekanntmachungen würden „zum geeigneten Zeitpunkt“ erfolgen, und bis dahin blieben die aufenthaltsrechtlichen Schutzmaßnahmen in Kraft. Der Status quo gilt damit weiterhin, ohne dass bereits eine förmliche Verlängerung ausgesprochen wurde.
Wie internationale Quellen darüber berichten
Die vorläufige Aufrechterhaltung des Schutzes für Ukrainer und Sudanese steht im Widerspruch zur übergreifenden Politik der Trump-Regierung, die TPS für Migranten aus mehr als zehn Ländern – darunter Haiti, Syrien, Venezuela, Afghanistan, Somalia und Jemen – beendet hat; im Juni hatte der Oberste Gerichtshof der USA der Regierung erlaubt, den Schutz für Hunderttausende Haitianer und Syrer aufzuheben. Ein ähnliches Vorgehen wie jetzt bei Ukrainern und Sudanesischen wurde bereits zu Beginn des Jahres bei salvadorianischen TPS-Inhabern angewandt, deren Programm eigentlich im September auslaufen sollte. Nach Bundesdaten vom März 2025 waren mehr als 100.000 Ukrainer und mehr als 1.790 Sudanese im TPS-Programm registriert; Reuters beziffert die Zahl ukrainischer TPS-Inhaber auf rund 240.000.
Hintergrund
TPS ist ein US-Programm, das Personen, die sich bereits in den USA aufhalten, vorübergehenden Aufenthalt und Arbeitserlaubnis gewährt, wenn ihre Herkunftsländer von bewaffneten Konflikten, Naturkatastrophen oder anderen außergewöhnlichen Umständen betroffen sind. Seit Trumps Rückkehr ins Weiße Haus hat seine Regierung TPS für mehrere Länder beendet, darunter Haiti, Syrien, Venezuela, Afghanistan, Somalia und Jemen; im Juni ließ der Oberste Gerichtshof die Aufhebung des TPS für Hunderttausende Haitianer und Syrer zu. Polens Sicherheitsamtschef Bartosz Grodecki und die moldauische Präsidentin Maia Sandu erklärten, ihre Länder stünden bereit, falls die Ukraine in diesem Winter vor einer schwierigen humanitären Lage stehen sollte.