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„ATESCH“: Agenten stören Militärkommunikation rund um Moskaus IXcellerate-Rechenzentrum

Agenten der ukrainisch-krimtatarischen Bewegung „ATESCH" geben an, rund um das IXcellerate-Rechenzentrum in Moskau militärische Kommunikationskanäle russischer Streitkräfte zu stören. IXcellerate zählt zu den größten kommerziellen Datenzentren der Hauptstadt und wird nach den Angaben zugleich vom russischen Verteidigungsministerium für Kommandoführung und Luftabwehr genutzt. Agenten veröffentlichten Videos ihrer Operationen im eigenen Telegram-Kanal.

Das Wichtigste

  • IXcellerate gehört zu den größten kommerziellen Rechenzentren Moskaus und versorgt Bank-Apps, Kartenzahlungen, Mobilfunk und Geschäftsdienste.
  • Nach Angaben von „ATESCH" nutzt das russische Verteidigungsministerium die IXcellerate-Infrastruktur für Militärzwecke, darunter Kommandosysteme und Luftabwehr.
  • Die Agenten behaupten, hinter zivilen Servern liefen russische Kanäle der Führung und der Luftabwehr, und wollen diese Kommunikation stören.
  • „ATESCH" veröffentlichte Videos der Operation im eigenen Telegram-Kanal.
  • Frühere berichtete ukrainische Drohnenangriffe auf russische Datenzentren – darunter Einrichtungen von Sberbank, Yandex und VKontakte – führten laut Berichten zu einem Verkehrsrückgang von 94 % bei Yandex und großflächigen Ausfällen ziviler Dienste.
  • „ATESCH" meldet zudem eine Sabotage im russischen Asow (Gebiet Rostow): eine Elektrostation, die den strategischen Asowschen optisch-mechanischen Betrieb versorgte.

Warum es wichtig ist

Die behauptete Störung richtet sich gegen Infrastruktur, die sowohl russische Militärführung als auch zivile Großdienste trägt. Ein Ausfall stabiler Verbindungen kann laut den Berichten die Luftabwehrkoordination schwächen und zugleich Banken, Zahlungsverkehr und Telekommunikation treffen. Frühere Angriffe auf russische Datenzentren führten demnach zu massiven Einbrüchen bei Internetverkehr und zu weitreichenden Störungen ziviler Dienste.

Was geschehen ist

Agenten der Bewegung „ATESCH" – nach eigenen Angaben Ukrainer und Krimtataren – erklärten, sie störten die militärische Kommunikation russischer Streitkräfte rund um das IXcellerate-Rechenzentrum in Moskau. Sie veröffentlichten Videos im eigenen Telegram-Kanal. Nach den Berichten betreibt das russische Verteidigungsministerium in dem Datenzentrum Kommandosysteme und Luftabwehrfunktionen, obwohl die Anlage zugleich Bank-Apps, Kartenzahlungen, Mobilfunk und Geschäftsdienste versorgt. „ATESCH" gab an, hinter zivilen Servern verberge sich militärischer Verkehr; ohne stabile Verbindung gerieten Luftabwehrraketenstellungen außer Tritt, verzögerten das Zielen und könnten Angriffsrichtungen nicht mehr rechtzeitig decken. In einem weiteren Vorfall meldete die Gruppe eine Sabotage an einer Elektrostation im russischen Asow (Gebiet Rostow), die den strategischen Asowschen optisch-mechanischen Betrieb mit Strom versorgte.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Ukrainische Berichte betonen die Rolle ukrainisch-krimtatarischer Agenten und deren behauptete Störung russischer Militärkommunikation sowie die militärische Bedeutung der Datenzentrumsinfrastruktur. Zugleich verweisen sie auf mögliche zivile Folgen für Banken, Zahlungen und Telekommunikation und ordnen den Vorfall in eine Reihe vorheriger Angriffe auf russische Datenzentren von Sberbank, Yandex und VKontakte ein, die laut Berichten zu einem Rückgang des Yandex-Datenverkehrs um 94 Prozent und zu großflächigen Ausfällen ziviler Dienste geführt hatten.

Wie internationale Quellen darüber berichten

Im vorliegenden Material wird keine ausgeprägte internationale Rahmung beschrieben; die Berichte stammen aus ukrainischen Quellen.

Hintergrund

IXcellerate zählt zu den größten kommerziellen Datenzentren Moskaus. Berichte sprechen von einer militärischen Nutzung der Infrastruktur, darunter Kommandosysteme und Luftabwehr. In jüngerer Vergangenheit sollen ukrainische Drohnen weitere russische Datenzentren getroffen haben, darunter Einrichtungen von Sberbank, Yandex und VKontakte. Nach Angriffen auf Yandex-Zentren fiel der Internetverkehr demnach um 94 Prozent, mit weitreichenden Störungen bei E-Mail, Suche, Navigation, Musikdiensten, Taxivermittlung, Online-Shops und Finanzdiensten.