Ukrainische Truppen führen Untergrund-Gegenoffensive „Weles“ bei Kupiansk durch
Ukrainische Streitkräfte haben im Raum Kupiansk die Untergrund-Gegenoffensive „Weles“ durchgeführt. Nach Angaben des Korps „Chartija“ advanceierten sie dabei mehr als 15 Kilometer durch unterirdische Kommunikationsanlagen, nahmen mehr als 30 russische Besatzer gefangen und zwangen mehr als 100 zur Demobilisierung. Die Operation verband Gefechte in der Luft, zu Lande und unter der Erde.
Das Wichtigste
- Die Untergrund-Gegenoffensive „Weles“ fand im Raum Kupiansk statt.
- Das Korps „Chartija“ (2. Korps der ukrainischen Nationalgarde) führte die Operation an.
- Ukrainische Truppen advanceierten mehr als 15 Kilometer durch unterirdische Kommunikationsanlagen.
- Mehr als 100 russische Besatzer wurden demobilisiert, mehr als 30 gefangen genommen.
- Luft-, Boden- und Untergrundskämpfe wurden gleichzeitig geführt.
- Die 429. separate Brigade unbemannter Systeme „Achylles“ sowie weitere Spezialeinheiten nahmen teil.
- Ein spezieller Tunnelsimulator sowie eigene Lösungen für Kommunikation, Navigation und Lebenserhaltung wurden eingesetzt.
Warum es wichtig ist
Die Operation erweiterte den militärischen Handlungsraum der Ukraine: Truppenrückzug und Gegenangriffe können durch den Einsatz unterirdischer Kommunikationsanlagen umgangen werden. Zugleich zeigte sie, dass luftgestützte, bodenbasierte und unterirdische Gefechte koordiniert werden können. Der Tunnel-Simulator sowie die entwickelten Technologien für Kommunikation, Navigation und Lebenserhaltung könnten künftige Operationen unter der Erde unterstützen.
Was geschehen ist
Das 2. Korps der Nationalgarde „Chartija“ führte auf dem Kupiansk-Abschnitt die Untergrund-Gegenoffensive „Weles“ durch. Den Angaben zufolge nutzten die ukrainischen Truppen Gasleitungen und andere unterirdische Kommunikationsanlagen, um tiefer in die Stellungen des Gegners vorzudringen. Die Operation verband gleichzeitig Luft-, Boden- und Untergrundseinsätze und umfasste die 429. separate Brigade unbemannter Systeme „Achylles“ sowie weitere Einheiten der Nationalgarde, des Geheimdienstes und spezialisierter Kampfverbände. Nach den Angaben des Korps wurden mehr als 100 russische Besatzer zur Demobilisierung gezwungen und mehr als 30 gefangen genommen. Vorangegangen waren eine spezielle Ausbildung in Tunneln unterschiedlicher Durchmesser und створення спеціального симулятора для відпрацювання бойових дій під землею.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Die ukrainische Berichterstattung hebt vor allem den Einsatz im Gasleitungssystem bei Kupiansk, die besondere Ausbildung und die technische Vorbereitung hervor. Sie stellt „Weles“ als kombinierte Gegenoffensive aus Luft-, Boden- und Untergrundkräften dar und betont den Vormarsch sowie die Verluste auf der gegnerischen Seite.
Hintergrund
Ukrainische Truppen führen seit rund einem halben Jahr im Raum Kupiansk Gefechte in einer Gasleitung. Im September 2025 versuchte der Gegner nach den verfügbaren Angaben, über eine Hauptgasleitung in Kupiansk einzudringen. Das Korps „Chartija“ hatte bereits einen eigenen Tunnelsimulator entwickelt, um die Ausbildung für den Untergrundkampf zu verbessern. Die Operation regt unter Militärfachleuten eine Debatte darüber an, die unterirdische Umgebung als eigenständigen Bereich der Kriegsführung anzuerkennen.