Raketen- und Artillerieangriffe verursachen in neun ukrainischen Regionen neue Stromausfälle
Russische Angriffe auf die zivile Energieinfrastruktur der Ukraine haben in neun Regionen neue Stromausfälle verursacht. In Teilen des Landes wurden Notabschaltungen, Beschränkungen für die Industrie sowie stündliche Ausfallpläne für bis zu 2,5 Verbrauchergruppen angeordnet. Die Behörden bitten die Bevölkerung, leistungsstarke Elektrogeräte zwischen 16:00 und 22:00 Uhr möglichst wenig zu nutzen.
Das Wichtigste
- Neue Stromausfälle traten in Winnyzja, Donezk, Dnipropetrowsk, Saporischschja, Tscherkassy, Kirovohrad, Riwne, Odessa und Charkiw auf.
- In Teilen der Regionen galten bis Ende des 2. November Beschränkungen der Stromaufnahme und Kapazitätsgrenzen für die Industrie.
- Stündliche Abschaltpläne betrafen bis zu 2,5 Verbrauchergruppen.
- Stromausfälle traten in den Regionen Dnipropetrowsk undKyiv sowie in weiteren Gebieten auf.
- Der tägliche Höchstverbrauch am 1. November lag 4,1 Prozent unter dem Maximum vom 25. Oktober.
- Die ukrainischen Energiewhörden raten, leistungsstarke Elektrogeräte von 16:00 bis 22:00 Uhr zu begrenzen.
- Russland griff die ukrainische Energie- und Erdgasindustrie im vergangenen Woche 94-mal gezielt an; dabei wurden 208 Vorfälle registriert.
Warum es wichtig ist
Die Schäden an der zivilen Energieinfrastruktur unterbrachen die Stromversorgung in mehreren Regionen. Notabschaltungen und geplante Einschränkungen belasteten Verbraucher sowie die industrielle Produktionskapazität, besonders während der Abendspitzen. Angesichts der numerous Angriffe und der schweren Infrastrukturschäden bleibt das ukrainische Energiesystem stark unter Druck.
Was geschehen ist
Nach den Angaben ukrainischer Quellen führten russische Angriffe auf die zivile Energieinfrastruktur in der Nacht und am Morgen des 2. November in neun Regionen zu neuen Stromausfällen. In Winnyzja, Donezk, Dnipropetrowsk, Saporischschja, Tscherkassy, Kirovohrad, Riwne, Odessa und Charkiw wurde die Notwendigkeit der Wiederherstellungsarbeiten bestätigt, sofern die Sicherheitslage dies zuließ. In mehreren Gebieten wurden Beschränkungen für die Stromaufnahme und die industrielle Leistungsaufnahme, а також stündliche Abschaltungen für bis zu 2,5 Verbrauchergruppen eingeführt. In den Regionen Dnipropetrowsk und Kyiv waren die Einschränkungen aufgrund umfangreicher Schäden am Stromnetz besonders schwer. Wegen der Folgen russischer Beschussader und der Wetterbedingungen rieten die Energiewhörden den Verbrauchern, leistungsstarke Elektrogeräte zwischen 16:00 und 22:00 Uhr zu begrenzen.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Ukrainische Quellen betonen vor allem die unmittelbaren Folgen für die Bevölkerung und Wirtschaft: Stromausfälle in neun Regionen, Notabschaltungen, stündliche Trennungen, industrielle Kapazitätsbeschränkungen und einen gesunkenen Stromverbrauch. Besonders schwierig ist die Situation nach Darstellung des ukrainischen Energieministeriums in den Regionen Dnipropetrowsk und Kyiv, wo große Schäden an der Energieinfrastruktur die Übertragung von Strom behindern. Zugleich verweisen die Quellen auf den hohen Umfang der jüngsten russischen Angriffe und fordern Verbraucher zur Entlastung der Netze in den Abendstunden auf.
Hintergrund
Im vergangenen Woche führte Russland 94 gezielte Angriffe auf den ukrainischen Energie- und Erdgassektor durch. Insgesamt wurden 208 Vorfälle registriert, bei denen Energie- und Erdgasinfrastruktur zerstört oder beschädigt wurde.