Regierungszentrum für Sicherheit (Polen)
Das Regierungssicherheitszentrum Polens (Rządowe Centrum Bezpieczeństwa) ist eine polnische Regierungsbehörde, die für die Koordination staatlicher Stellen in Krisenlagen und bei Sicherheitsbedrohungen – auch aus der Luft – zuständig ist. Sie untersteht dem Minister-Koordinator für die Sonderdienste, überwacht Bedrohungen, informiert die Öffentlichkeit und arbeitet bei Vorfällen wie Raketen- oder Drohnenüberflügen über polnischem Gebiet mit den Streitkräften und NATO-Partnern zusammen.
-
Russischer Drohnenangriff auf Wolyn nahe polnischer Grenze – Warschau schickt Kampfjets, schließt Flughäfen
Am 28. September schlug eine russische Drohne in der Nähe des internationalen Grenzübergangs Jahodyn im ukrainischen Gebiet Wolyn ein, nur wenige hundert Meter bis rund zwei Kilometer von der polnischen Grenze entfernt. Polen schickte Militärflugzeuge in die Luft, versetzte Boden-Luft-Abwehr und Radaraufklärung in erhöhte Bereitschaft und ließ die Flughäfen Rzeszów und Lublin den Betrieb einstellen. Der Druckwelle beschädigte nach Angaben der Wolyner Gebietsverwaltung das Eingangsterminal des Übergangs; Verletzte oder Tote gab es nicht.
-
Russische Drohnenangriffe nahe polnischer Grenze: Treffer an Lokomotive eines Kyiv-Warschau-Zuges
In der Nacht zum 13. September 2026 hat Russland die Region Wolyn nahe dem Grenzübergang Jahodyn-Dorohusk mit Drohnen angegriffen. Eine Drohne traf die Lokomotive eines Passagierzugs der Strecke Kyjiw–Warschau etwa zwei Kilometer vor der polnischen Grenze. Nahe dem Grenzübergang geriet eine Tankstelle in Brand, mehrere Lastwagen wurden zerstört. Verletzt wurden nach offiziellen Angaben zwei Lastwagenfahrer; im Zug selbst kam niemand zu Schaden, weil das Personal der Ukrzaliznytsia 15 Minuten vor dem Einschlag evakuiert hatte. Ein Sonderzug mit ehemaligen europäischen Spitzenpolitikern, darunter Boris Johnson und der außenpolitische Berater von Bundeskanzler Friedrich Merz, Günter Sautter, hatte den Bahnhof kurz vor dem Angriff verlassen. Der polnische Ministerpräsident Donald Tusk berief eine Sondersitzung des Regierungszentrums für Sicherheit ein und schloss nicht aus, dass die russische Eskalation auch polnisches Territorium treffen könnte.
-
Russland fliegt schwere Raketen- und Drohnenangriffe auf Kiew – kurz nach Abflug der US-Gesandten
In der Nacht zum 8. September 2025 hat Russland einen massiven kombinierten Raketen- und Drohnenangriff auf Kiew und andere Regionen der Ukraine geflogen. Nach Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte wurden 175 Luftziele abgefangen oder unterdrückt, darunter ballistische Raketen, Marschflugkörper und 166 Drohnen vom Typ Shahed. In Kiew wurden mindestens zwei Menschen getötet und Dutzende verletzt; in mehreren Stadtbezirken entstand Schäden an Wohnhäusern, Infrastruktur und Unternehmen. Der Angriff erfolgte unmittelbar nach der Abreise der US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner aus Kiew, die zuvor ein dreitägiges gegenseitiges Aussetzen von Angriffen auf die jeweiligen Hauptstädte vereinbart hatten. Polen schickte daraufhin seine Militärluftfahrt in die Luft.