31 August 2026 · Aktualisiert am 4 September 2026

Musk bleibt Berichten zufolge gegen Starlink-Nutzung für Angriffe auf Russland

Elon Musk hat nach Angaben dreier Quellen gegenüber der Kyiv Independent klargestellt, dass er einer Nutzung von Starlink zur Steuerung von Drohnenangriffen auf russisches Territorium nicht zustimmen werde, nachdem Gespräche mit dem ehemaligen ukrainischen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow "äußerst erfolglos" verlaufen seien. Die Financial Times hatte zuvor unter Berufung auf Fedorow berichtet, Musk sei dazu bereit, sofern das Weiße Haus zustimme. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte US-Präsident Donald Trump gebeten, auf Musk einzuwirken; Trump zufolge habe Selenskyj ihn "getäuscht", was den Stand der Dinge betrifft.

Das Wichtigste

  • Kyiv Independent beruft sich auf drei Quellen, wonach Musk der Starlink-Nutzung für Drohnenangriffe auf Russland weiterhin ablehnend gegenübersteht.
  • Die Financial Times hatte zuvor berichtet, Musk habe Fedorow mitgeteilt, er könne dies erlauben, vorbehaltlich der Zustimmung des Weißen Hauses.
  • Selenskyj bat Trump laut Kyiv Independent, Einfluss auf Musk zu nehmen; Trump erwiderte laut Zelensky-Berichten, Selenskyj habe ihn "getäuscht", was Musks tatsächliche Position angeht.
  • Bis jetzt darf Starlink laut Kyiv Independent nur auf ukrainischem Gebiet, einschließlich der besetzten Gebiete und der Krim, genutzt werden.
  • Die Ukraine will mit Starlink-gesteuerten Drohnen mobile ballistische Raketenwerfer Russlands bekämpfen.
  • Einer Quelle zufolge glaubt Musk nicht, dass eine solche Erlaubnis zur Beendigung des Krieges beitragen würde; er wolle eine Einigung, nicht eine Eskalation.

Warum es wichtig ist

Der Fall berührt die Frage, ob ein privater Akteur den Zugang zu einer zentralen Dual-Use-Kommunikationstechnologie in einem aktiven Krieg kontrolliert. Er steht zugleich an der Schnittstelle zwischen US-amerikanischer Politik, einem großen Weltraumunternehmen und den ukrainischen Fähigkeiten auf dem Schlachtfeld. Der öffentliche Dissens zwischen Selenskyj und Trump über Musks tatsächliche Haltung unterstreicht zudem die Fragilität der diplomatischen Abstimmung.

Was geschehen ist

Elon Musk führte Berichten zufolge Gespräche mit der Ukraine über die Erlaubnis, Starlink zur Steuerung von Drohnenschlägen auf russisches Territorium zu nutzen. Gespräche mit dem ehemaligen ukrainischen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow verliefen nach Angaben dreier Quellen der Kyiv Independent "äußerst erfolglos"; Musk sei weiterhin dagegen und der Meinung, eine solche Erlaubnis werde den Krieg nicht beenden. Die Financial Times hatte zuvor berichtet, Musk habe Fedorow mitgeteilt, er könne einer Nutzung zustimmen, falls das Weiße Haus dies genehmige. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte US-Präsident Donald Trump gebeten, auf Musk einzuwirken; Trump habe Selenskyj zufolge zugesagt, die Bitte zu prüfen, ohne jedoch etwas zuzusichern. Später warf Trump Selenskyj laut dessen Angaben vor, ihn "getäuscht" zu haben, weil das ukrainische Verteidigungsministerium gemeldet habe, Musk habe "grünes Licht" gegeben. Bisher war Starlink nur auf ukrainischem Gebiet einschließlich der von Russland besetzten Gebiete und der Krim zugelassen.

Wo die Berichte auseinandergehen

Quellen widersprechen sich in Musks tatsächlicher Position: Die Financial Times berichtete unter Berufung auf Fedorow, Musk sei zur Erlaubnis bereit, sofern das Weiße Haus zustimme; drei Quellen der Kyiv Independent hingegen sagen, Musk bleibe nach "äußerst erfolglosen" Gesprächen mit Fedorow dagegen. Selenskyj erklärte, sein Verteidigungsministerium habe ihm gemeldet, Musk habe "grünes Licht" gegeben; Trump wiederum warf Selenskyj vor, ihn mit dieser Darstellung "getäuscht" zu haben. Schließlich divergieren die Angaben darüber, wer entscheidungsbefugt ist: Musks Seite habe die Entscheidung bei der US-Regierung gesehen, während eine andere Quelle SpaceX als zuständig bezeichnete.

Hintergrund

Starlink ist ein Satellitenkommunikationssystem des von Elon Musk geführten Unternehmens SpaceX. Die Ukraine nutzt Starlink seit der großangelegten Invasion auf ihrem eigenen Staatsgebiet, einschließlich der von Russland besetzten Gebiete. Russland setzt gegen die Ukraine mobile ballistische Raketenwerfer ein, die die Ukraine nach eigener Darstellung mit Starlink-gesteuerten Drohnen bekämpfen will.