Putin: Friedensverhandlungen sollen direkt zwischen Russland und Ukraine geführt werden
Beim Wirtschaftsforum in Wladiwostok hat Wladimir Putin gesagt, Russland und die Ukraine müssten ein Kriegsende vorrangig untereinander aushandeln, andere Staaten könnten dies nur flankieren. Gleichzeitig bezeichnete er die ukrainischen Warnungen vor der russischen Luftraumgefahr als „Staatsterrorismus“ und kritisierte westliche Partner der Ukraine als stillschweigend.
Das Wichtigste
- Putin sprach am 3. September 2026 beim Ostwirtschaftsforum in Wladiwostok.
- Putin sagte, Russland und die Ukraine müssten ein Kriegsende vorrangig bilateral verhandeln; andere Länder wie die USA und China seien nur zur Unterstützung bereit.
- Putin sieht nach eigenen Worten eine Chance für eine friedliche Beilegung des Krieges.
- Putin nannte die ukrainischen Warnungen, der russische Luftraum sei für die Zivilluftfahrt unsicher, „Staatsterrorismus“ und sagte, dies erschwere bilaterale Friedensgespräche.
- Putin warf westlichen Partnern der Ukraine Schweigen vor und bezeichnete jene, die schweigen, als Komplizen des internationalen Terrorismus.
- Am 1. September hatte Wolodymyr Selenskyj erklärt, der russische Luftraum werde für die Zivilluftfahrt vollständig unsicher, und alle Airlines gewarnt.
- Am 2. September teilte Außenminister Andrij Sybiha der ICAO offiziell mit, der russische Luftraum sei wegen erhöhter militärischer Aktivität gefährlich.
- Die Moskauer Flughäfen Wnukowo und Scheremetjewo stellten nach den ukrainischen Warnungen eine zweite Nacht in Folge den Betrieb ein.
Warum es wichtig ist
Putin knüpft einen Friedensprozess öffentlich an direkte bilaterale Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine und schiebt andere Vermittler damit in eine nur unterstützende Rolle. Gleichzeitig greift er die ukrainische Warnung vor den Risiken im russischen Luftraum scharf als „Staatsterrorismus“ an und stellt westliche Partner als Komplizen dar – das stellt die diplomatische Lage unmittelbar vor weiteren Gesprächen auf eine neue Grundlage.
Was geschehen ist
Wladimir Putin hat am 3. September 2026 beim Ostwirtschaftsforum in Wladiwostok erklärt, Russland und die Ukraine müssten ein Ende des Krieges vorrangig direkt untereinander vereinbaren. Andere Länder wie die USA und China könnten diesen Prozess nur unterstützen. Er sagte, er sehe eine Chance für eine friedliche Lösung. Zugleich bezeichnete er die ukrainischen Warnungen, der russische Luftraum sei für die Zivilluftfahrt unsicher, als „Staatsterrorismus“ und sagte, dies erschwere bilaterale Friedensgespräche. Westliche Partner der Ukraine warf er Schweigen vor und bezeichnete jene, die schweigen, als Komplizen des internationalen Terrorismus. Diese Äußerungen folgen auf die Erklärung von Präsident Wolodymyr Selenskyj vom 1. September, der russische Luftraum werde vollständig unsicher, sowie auf die offizielle Mitteilung von Außenminister Andrij Sybiha an die ICAO am 2. September, derzufolge der russische Luftraum wegen erhöhter militärischer Aktivität gefährlich sei. Die Moskauer Flughäfen Wnukowo und Scheremetjewo hatten daraufhin eine zweite Nacht in Folge den Betrieb eingestellt.
Hintergrund
Am 1. September 2026 erklärte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der russische Luftraum werde für die Zivilluftfahrt vollständig unsicher, und warnte alle Fluggesellschaften. Am 2. September richtete Außenminister Andriy Sybiha eine offizielle Mitteilung an die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO), dass der russische Luftraum wegen erhöhter militärischer Aktivität gefährlich sei. Die Moskauer Flughäfen Wnukowo und Scheremetjewo stellten nach den ukrainischen Warnungen eine zweite Nacht in Folge den Betrieb ein. Am 1. September traf US-Finanzminister Scott Bessent am Rande eines G20-Finanzministertreffens mit seinem russischen Amtskollegen Anton Siluanov zusammen und übermittelte die Forderung nach einem Ende des Krieges gegen die Ukraine. CIA-Direktor John Ratcliffe war zuvor Berichten zufolge mit einem Militärflugzeug zu einer geheimen Reise nach Moskau gereist; US-Präsident Donald Trump sagte, die USA bemühten sich intensiv um ein Kriegsende. Beim Treffen in Bischkek sagte der indische Premierminister Narendra Modi zu Putin, der Krieg müsse im Namen der Menschlichkeit enden, und Indien werde alle Friedensbemühungen unterstützen.