6 September 2026 · Aktualisiert am 6 September 2026

Russische Angriffe auf 31 Ortschaften in der Oblast Cherson: zwei Tote, 20 Verletzte an einem Tag

Russische Streitkräfte haben binnen eines Tages 31 Ortschaften in der Oblast Cherson mit Luftangriffen, Artillerie und Drohnen beschossen. Nach Angaben der Militärverwaltung der Oblast Cherson wurden dabei zwei Menschen getötet und 20 verletzt, darunter zwei Kinder. Getroffen wurden Wohnhäuser, kritische Infrastruktur, ein Personenzug und ein Wohngebäude, das von einer gelenkten Fliegerbombe getroffen wurde.

Das Wichtigste

  • 2 Tote und 20 Verletzte, darunter 2 Kinder, binnen eines Tages in der Oblast Cherson
  • 31 Ortschaften wurden mit Luftangriffen, Artillerie und Drohnen beschossen
  • Beschädigt wurden 4 mehrstöckige Wohnhäuser, 7 Privathäuser, ein Verwaltungsgebäude, ein Mobilfunkmast, ein Nebengebäude und eine Gasleitung
  • Am Morgen um 07:10 wurde der Korabelnyi-Bezirk von Cherson mit einer Drohne angegriffen; ein 59-jähriger Passant wurde verletzt ins Krankenhaus eingeliefert
  • Am Abend des 5. September traf eine Drohne ein mehrstöckiges Wohnhaus in Cherson; eine Familie mit zwei Kindern wurde verletzt
  • Im Bezirk Dnipro traf eine russische gelenkte Fliegerbombe ein Wohnhaus; drei Bewohner wurden mit Explosionsverletzungen ins Krankenhaus eingeliefert
  • Am 5. September griff eine Drohne einen Personenzug in der Oblast Cherson an, beschädigte zwei Diesellokomotiven und verletzte einen Bahnmitarbeiter
  • Die Opferzahlen wurden vom Leiter der Militärverwaltung der Oblast Cherson, Oleksandr Prokudin, gemeldet

Warum es wichtig ist

Die Angriffe bündeln Luftangriffe, Artillerie und Drohnen auf eine Region, die seit der Rückeroberung des rechten Dnipro-Ufers durch die Ukraine Ende 2022 unter täglichem Beschuss steht. Die Kombination aus vielen verletzten Zivilisten — darunter zwei Kinder — und der gezielten Treffer auf Wohnhäuser, kritische Infrastruktur und einen Personenzug innerhalb eines einzigen Tages macht das Ausmaß der Schäden für die Zivilbevölkerung deutlich.

Was geschehen ist

Über den Verlauf eines Tages griffen russische Streitkräfte 31 Ortschaften in der Oblast Cherson mit Luftangriffen, Artillerie und Drohnen an. Laut der Militärverwaltung der Oblast Cherson wurden zwei Menschen getötet und 20 verletzt, darunter zwei Kinder. Zu den betroffenen Ortschaften zählten unter anderem Cherson selbst, Antoniwka, Berislaw, Bilosirka, Tschornobajiwka, Dniprjanske, Noworajsk, Prawdyne, Sadowe, Stepaniwka, Tokariwka und weitere 20 Siedlungen. Der Beschuss traf Wohngebiete sowie kritische, Verkehrs- und soziale Infrastruktur: vier mehrstöckige Wohnhäuser und sieben Privathäuser wurden beschädigt, ebenso ein Verwaltungsgebäude, ein Mobilfunkmast, ein Nebengebäude und eine Gasleitung.

Zu den dokumentierten Einzelvorfällen: Am Sonntagmorgen um 07:10 wurde der Korabelnyi-Bezirk von Cherson mit einer Drohne angegriffen, wobei ein 59-jähriger Passant durch Splitterverletzungen am Bein, eine Gehirnerschütterung sowie Explosions- und stumpfe Schädelverletzungen im Krankenhaus behandelt werden musste. Am Abend des 5. September traf eine Drohne ein mehrstöckiges Wohnhaus in Cherson; dabei wurden ein 12-jähriger Junge, ein 11-jähriges Mädchen, eine 36-jährige Frau und ein 39-jähriger Mann verletzt. Eine russische gelenkte Fliegerbombe traf ein Wohnhaus im Bezirk Dnipro, woraufhin ein 84-jähriger Mann, eine 75-jährige Frau und ein 43-jähriger Mann mit Explosionsverletzungen, Gehirnerschütterungen und Barotraumen ins Krankenhaus kamen. Außerdem wurde am 5. September mittags ein Personenzug in der Oblast Cherson von einer Drohne angegriffen, wobei zwei Diesellokomotiven beschädigt und ein Bahnmitarbeiter verletzt wurde. Die Opferzahlen für den Tagesverlauf wurden vom Leiter der Militärverwaltung der Oblast Cherson, Oleksandr Prokudin, gemeldet.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Fakten liefern zwei leicht abweichende Schreibweisen für dieselbe Liste betroffener Ortschaften: unter anderem 'Berislav'/'Beryslav', 'Nadiivka'/'Nadiyivka', 'Dniprovskе'/'Dniprovsky' und 'Prydniprovske'/'Prydniprovsky'. Auch bei 'Novokairy', 'Novokaigry' und 'Novooleksandrivka' schwanken die Angaben. Inhaltliche Widersprüche zu Opferzahlen oder Schäden sind damit nicht verbunden.

Hintergrund

Die Oblast Cherson gehört seit der Rückeroberung des rechten Dnipro-Ufers durch die Ukraine Ende 2022 zu den Frontregionen mit täglichem russischen Beschuss. Die in den Fakten genannten Opferzahlen und Schäden wurden von der Militärverwaltung der Oblast Cherson unter Leitung von Oleksandr Prokudin veröffentlicht.