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Russische Drohnen und Angriffe auf die Ukraine lösen Luftraum-Alarme in Polen, Moldau und Rumänien aus

Am 8. September 2026 führten massive russische Luftangriffe auf die Ukraine zu direkten Auswirkungen in drei Nachbarländern. In Polen wurden Bewohner der Grenzregionen Lublin und Podkarpackie wiederholt per SMS gewarnt, Kampfflugzeuge stiegen auf, und der Flughafen Lublin stellte den Betrieb ein. Eine Shahed-Drohne überquerte den ukrainisch-moldauischen Luftraum, flog durch den transnistrischen Sektor Richtung Moldaus Hauptstadt Chișinău und drang anschließend in den rumänischen Luftraum nahe Iași ein. Rumänien schickte zwei spanische F-18-Kampfjets der Air Base Mihail Kogălniceanu, der Flughafen Iași unterbrach den Flugbetrieb, und die Behörden gaben RO-Alert-Warnungen in fünf Verwaltungskreisen aus.

Das Wichtigste

  • Während der Nacht zum 8. September schickte Polen wiederholt SMS-Warnungen an Bewohner der Woiwodschaften Lublin und Podkarpackie über massive russische Angriffe auf die Ukraine.
  • Der Flughafen Lublin stellte in dieser Nacht den Betrieb ein; Polen schickte Kampfflugzeuge zur Reaktion auf den russischen Raketenangriff auf ukrainisches Gebiet los.
  • Gegen 16:20 Uhr Ortszeit überquerte eine als Shahed-Drohne identifizierte Drohne den ukrainisch-moldauischen Luftraum nahe Slovyanoserbsk und flog durch den transnistrischen Sektor in Richtung Bender.
  • Die moldauische Luftfahrtbehörde schloss ab etwa 16:30 Uhr vorübergehend den Luftraum im Zentrum des Landes; mehrere zivile Flüge am Flughafen Chișinău mussten in der Luft kreisen.
  • Die Drohne verließ den moldauischen Luftraum um 16:37 Uhr nahe Ungheni/Golești und drang in den rumänischen Luftraum nahe Iași vor.
  • Um 16:39 Uhr starteten zwei spanische F-18-Jets der 57. Air Base Mihail Kogălniceanu; der Flughafen Iași unterbrach alle Abflüge und Landungen.
  • Rumänische Radare erfassten das Luftziel um 16:47 Uhr, 18 Kilometer nördlich der Stadt Roman; RO-Alert-Warnungen wurden in den Kreisen Iași, Suceava, Neamț, Botoșani und im Norden von Vaslui ausgelöst.

Warum es wichtig ist

Die Vorfälle zeigen, dass Russlands Luftkrieg gegen die Ukraine zunehmend die Lufträume benachbarter NATO- und Partnerstaaten erfasst. Polen, Moldau und Rumänien mussten innerhalb weniger Stunden Kampfjets aufsteigen lassen, zivile Flughäfen schließen und ihre Bevölkerung per Massen-SMS oder RO-Alert warnen. Damit steigt das Risiko einer direkten Konfrontation mit einem Land, das die Ukraine unterstützt – sei es durch eine unkontrollierte Drohnen- oder Trümmerlandung oder durch Fehlinterpretation der Flugbahn.

Was geschehen ist

Am 8. September 2026 griff Russland die Ukraine massiv aus der Luft an. In der Nacht gingen in Polen mehrere SMS-Warnungen an Bewohner der Woiwodschaften Lublin und Podkarpackie; Kampfflugzeuge wurden aufsteigen lassen und der Flughafen Lublin stellte den Betrieb ein. Am Nachmittag gegen 16:20 Uhr überquerte eine als Shahed identifizierte Drohne den ukrainisch-moldauischen Luftraum nahe Slovyanoserbsk, flog durch den transnistrischen Sektor in Richtung Bender und wurde um 16:32 Uhr auf Kurs Richtung Chișinău geortet. Moldau schloss daraufhin ab etwa 16:30 Uhr vorübergehend den Luftraum im Zentrum des Landes; zivile Maschinen am Flughafen Chișinău mussten in der Luft kreisen. Um 16:37 Uhr verließ die Drohne den moldauischen Luftraum nahe Ungheni/Golești und drang in den rumänischen Luftraum nahe Iași vor. Rumänische Radare erfassten das Ziel um 16:47 Uhr 18 Kilometer nördlich der Stadt Roman. Zwei spanische F-18 der Air Base Mihail Kogălniceanu waren bereits um 16:39 Uhr gestartet. Der Flughafen Iași unterbrach alle Flüge; in den Kreisen Iași, Suceava, Neamț, Botoșani und im Norden von Vaslui wurden RO-Alert-Warnungen mit Aufforderung zur sofortigen Schutzsuche ausgelöst.

Hintergrund

Bereits in der Nacht zum 8. September hatte sich Polen für wiederholte Warn-SMS an Bewohner der Grenzregionen entschieden, weil das Ministerium die Devise „lieber übertreiben als wichtige Informationen verpassen" verfolgte. Rumäniens Präsident Nicușor Dan hatte zuvor bestätigt, dass Trümmer von drei Drohnen, die am 24., 25. und 26. Juli in den rumänischen Luftraum eingedrungen waren, zu Shahed-Typen gehörten, die Russland im Krieg gegen die Ukraine einsetzt.