SBU meldet Drohnenangriff auf russischen Militärflugplatz «Chanskaja» in Adygea
Der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) hat nach eigenen Angaben in der Nacht zum 4. Oktober mit Drohnen des Alpha-Sondereinsatzzentrums ein russisches Kampfflugzeug vom Typ Su-35, ein Su-34-Kampf-Bomber sowie ein Munitionslager auf dem Flugplatz «Chanskaja» in der russischen Republik Adygea getroffen. Der Flugplatz liegt etwa 500 km von der ukrainischen Grenze entfernt. Russische Stellen haben den Treffer bisher nicht bestätigt.
Das Wichtigste
- Der SBU erklärte, in der Nacht zum 4. Oktober Drohnen auf den Militärflugplatz «Chanskaja» in der Republik Adygea angesetzt zu haben.
- Laut SBU wurden ein Su-35-Mehrzweckkampfflugzeug und ein Su-34-Kampf-Bomber sowie ein Munitionslager auf dem Gelände getroffen.
- Den Angriff führte nach SBU-Angaben das Alpha-Sondereinsatzzentrum des Sicherheitsdienstes durch.
- Der Flugplatz liegt rund 500 km von der ukrainischen Grenze entfernt.
- Der SBU schätzt den Exportwert einer Su-35 auf rund 100 Mio. US-Dollar, den einer Su-34 auf rund 50 Mio. US-Dollar; zusammen etwa 150 Mio. US-Dollar.
- Beide Flugzeugtypen können, wie aus den Berichten hervorgeht, gesteuerte Luftbomben (KAB) tragen, die Russland gegen ukrainische Stellungen und Städte einsetzt.
- Russische Behörden oder das Militär hatten den Treffer zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht öffentlich bestätigt.
Warum es wichtig ist
Der Angriff trifft zwei Flugzeugtypen, die Russland nachweislich zum Abwurf gesteuerter Bomben (KAB) auf ukrainische Stellungen und Städte einsetzt. Dass der Flugplatz rund 500 km hinter der ukrainischen Grenze liegt, verdeutlicht die Reichweite der Drohnenoperationen des SBU. Den geschätzten Schaden beziffert der SBU auf insgesamt rund 150 Mio. US-Dollar.
Was geschehen ist
In der Nacht zum 4. Oktober 2026 griffen nach Angaben des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU) Drohen des Alpha-Sondereinsatzzentrums den Militärflugplatz «Chanskaja» in der russischen Republik Adygea an. Der SBU erklärte, eine Su-35, ein Mehrzweckkampfflugzeug und eines der modernsten russischen Modelle, sowie ein Su-34-Kampf-Bomber, ein Schlüsselmuster der russischen taktischen Luftfahrt, getroffen zu haben. Außerdem sei ein Munitionslager auf dem Gelände getroffen worden. Der Flugplatz liegt etwa 500 km von der ukrainischen Grenze entfernt. Der SBU schätzt den Exportwert einer Su-35 auf rund 100 Mio. US-Dollar und einer Su-34 auf rund 50 Mio. US-Dollar. Nach Angaben des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte hat Russland seit Beginn der großflächigen Invasion insgesamt 443 Flugzeuge verloren.
Wo die Berichte auseinandergehen
Der SBU beschreibt den Angriff als direkten Treffer einer Su-35, einer Su-34 und eines Munitionslagers auf dem Flugplatz «Chanskaja». Der Kopf der Republik Adygea, Murat Kumpilow, sprach dagegen lediglich von 28 in der Nähe von Maykop abgewehrten ukrainischen Drohnen und Schäden an Dächern und Fenstern privater Häuser; eine Beschädigung des Flugplatzes erwähnte er nicht. Das russische Verteidigungsministerium meldete 559 in der Nacht über mehreren Regionen, darunter Adygea, abgewehrte ukrainische Drohnen, bestätigte den Treffer auf dem Flugplatz jedoch ebenfalls nicht. Radio Liberty erklärte, die Angaben des SBU zum Ausmaß des Treffers nicht zeitnah aus unabhängigen Quellen überprüfen zu können.
Hintergrund
Laut ukrainischem Generalstab hat Russland seit Beginn der großflächigen Invasion 443 Flugzeuge verloren. Die Su-35 und die Su-34 gehören nach SBU-Darstellung zu den modernsten Kampfflugzeugen im russischen Bestand; die Su-34 gilt als Schlüsselmuster der russischen taktischen Luftfahrt. Beide Typen können gesteuerte Luftbomben (KAB) tragen, die gegen ukrainische Stellungen und Städte eingesetzt werden. Bereits im Oktober 2024 hatte es nach Quellenberichten einen ukrainischen Angriff auf den Flugplatz «Chanskaja» gegeben.