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Nepal beendet Such- und Rettungseinsatz nach Überschwemmungen – mindestens 1.455 Tote

Nepal hat am 5. Oktober die Such- und Rettungsoperation nach den schweren Sturzfluten vom 26. August offiziell beendet. Dabei starben mindestens 1.455 Menschen, mehr als 5.000 gelten weiterhin als vermisst. Unter den Vermissten sind 56 ukrainische Staatsbürger.

Das Wichtigste

  • Such- und Rettungseinsatz in Nepal am 5. Oktober beendet
  • Mindestens 1.455 Tote und 5.285 Vermisste nach Sturzfluten
  • 13.795 Menschen konnten gerettet werden
  • Überschwemmungen zerstörten 12 Wasserkraftwerke sowie Straßen, Brücken und Siedlungen
  • 56 ukrainische Staatsbürger werden vermisst – zwei Reisegruppen mit 47 und 7 Ukrainern sowie eine Ukrainerin in einer ausländischen Gruppe
  • Für Wiederaufbau werden rund 5 Milliarden US-Dollar benötigt
  • Sturzfluten begannen am 26. August nach Gletscherbruch an der Grenze zwischen Nepal und China

Warum es wichtig ist

Mit dem offiziellen Ende der Such- und Rettungsoperation geht eines der verheerendsten Flutereignisse in Nepals jüngerer Geschichte von der Nothilfe in eine langfristige Wiederaufbauphase über. Bei mindestens 1.455 Toten und über 5.000 weiterhin Vermissten bleiben die Folgen für die Bevölkerung enorm; der geschätzte Wiederaufbaubedarf von rund 5 Milliarden US-Dollar verdeutlicht den Umfang der erforderlichen internationalen Hilfe. Dass 56 ukrainische Staatsbürger unter den Vermissten sind, macht die Katastrophe auch für die Ukraine unmittelbar relevant.

Was geschehen ist

Nepal hat am 5. Oktober die Such- und Rettungsoperation nach den schweren Sturzfluten offiziell beendet, die am 26. August nach einem Gletscherbruch an der Grenze zwischen Nepal und China eingesetzt hatten. Durch die Flutwellen starben nach offiziellen Angaben mindestens 1.455 Menschen, weitere 5.285 gelten als vermisst. Gleichzeitig konnten 13.795 Menschen gerettet werden. Die Überschwemmungen zerstörten 12 Wasserkraftwerke, Straßen, Brücken, landwirtschaftliche Flächen und ganze Siedlungen.

Laut Phanindra Paudel, dem Leiter des nationalen Notfallzentrums Nepals, geht das Land nun von der Such- und Rettungsphase in eine Bergungs- und Wiederherstellungsphase über. Die aktive Suche nach den Leichen der Toten wurde eingestellt; Überreste, Eigentum und Wertsachen, die bei Bergungsarbeiten gefunden werden, sollen aber weiter geborgen werden. Nach Angaben von Dharam Raj Upreti, Leiter der nationalen Behörde für Katastrophenvorsorge, werden Rettungseinsätze bei Bedarf fortgeführt. Die Behörden prüfen zudem rechtliche Wege, um Vermisste für tot erklären zu lassen, damit deren Familien Versicherungs-, Bank- und andere juristische Verfahren abschließen können. Für die prioritäre Wiederherstellung und Rehabilitation Tausender Vertriebener werden rund 5 Milliarden US-Dollar veranschlagt.

Unter den Vermissten befinden sich 56 ukrainische Staatsbürger: zwei ukrainische Reisegruppen mit 47 bzw. 7 Personen sowie eine Ukrainerin, die Mitglied einer ausländischen Reisegruppe war.

Wie internationale Quellen darüber berichten

Die internationale Berichterstattung hebt hervor, dass die Flut auch das angrenzende Tibet betraf und Helikopter sowie Drohnen im Einsatz waren, um mehr als 500 Touristen und Pilger aus 26 Ländern zu suchen, die auf dem Weg zum Berg Kailash waren. Im Vordergrund steht die Größenordnung der Katastrophe mit über 1.455 Toten, mehr als 5.000 Vermissten und einem Wiederaufbaubedarf von rund 5 Milliarden US-Dollar.

Hintergrund

Die Sturzfluten begannen am 26. August, als ein Gletscherbruch an der Grenze zwischen Nepal und China eine Lawine aus Geröll, Eis, Schlamm und Trümmern durch die Himalaya-Flussbetten auslöste und die Wasserstände schlagartig ansteigen ließ. Die Fluten betrafen auch das angrenzende Tibet. Die anschließenden Rettungsarbeiten umfassten den Einsatz von Helikoptern und Drohnen, unter anderem zur Suche nach mehr als 500 Touristen und Pilgern aus 26 Ländern, die zum Berg Kailash unterwegs waren. Die Überschwemmungen zerstörten 12 Wasserkraftwerke sowie Straßen, Brücken, landwirtschaftliche Flächen und Siedlungen.