Russland startet eine der größten Drohnennachtangriffe: 165 Drohnen, drei Tote in der Oblast Kiew
In der Nacht auf den 20. Oktober 2025 hat Russland die Ukraine mit 165 Drohnen aus mehreren Richtungen angegriffen, wovon die ukrainische Luftabwehr nach eigenen Angaben bis 08:00 Uhr 115 abschoss oder unterdrückte. Einschläge wurden an 30 Orten registriert, drei Menschen kamen in der Oblast Kiew ums Leben, sechs weitere wurden dort verletzt, fünf in Isjum in der Oblast Charkiw. Auch Energieinfrastruktur in den Oblasten Ternopil und Odessa wurde beschädigt.
Das Wichtigste
- 165 Drohnen wurden in der Nacht auf den 20. Oktober (ab 18:00 Uhr am 19. Oktober) aus Richtung Orjol, Kursk, Primorsko-Achtarsk, dem besetzten Donezk, dem besetzten Tschuda und Gwardijskoje auf der Krim sowie aus dem Asowschen Meer gestartet.
- Davon waren 105 reaktive (düsenangetriebene) Drohnen; die Typen Shahed, S8000 „Banderole"/„Dan-T", „Gerbera" und der Attrappedrohnen-Typ „Parodia" wurden eingesetzt.
- Bis 08:00–08:15 Uhr am 20. Oktober hatte die Luftabwehr 115 Drohnen abgeschossen oder unterdrückt, davon 73 reaktive; 20 Drohnen befanden sich noch in der Luft.
- Einschläge wurden an 30 Orten verzeichnet, herabfallende Trümmer an 13 Orten.
- In der Oblast Kiew traf ein Angriff eine Produktions- und Lagerhalle im Rajon Obuchiw: drei Tote, sechs Verletzte.
- In Isjum (Oblast Charkiw) wurden Wohngebäude, Nebengebäude und ein Verwaltungsgebäude getroffen; fünf Menschen wurden verletzt.
- In der Oblast Ternopil wurden drei Energieinfrastrukturobjekte im Rajon Kremenez und private Haushalte im Rajon Tschortkiw beschädigt; in der Oblast Odessa entstanden ebenfalls Schäden an Energieanlagen.
Warum es wichtig ist
Der Angriff zählt zu den größten nächtlichen Drohnenangriffen des Krieges und verdeutlicht das anhaltende tödliche Risiko für Zivilisten sowie die gezielte russische Strategie, die Energieinfrastruktur vor Beginn der Heizperiode zu schwächen. Mit 165 gestarteten Drohnen aus mehreren Richtungen und besetzten Gebieten erreichte der Beschuss ein außergewöhnlich hohes Volumen, während die ukrainische Luftabwehr durch koordinierte Einsätze von Luftstreitkräften, Flugabwehrraketentruppen, elektronischen Kampf- und Drohneneinheiten sowie mobilen Feuergruppen weiterhin den Großteil der Ziele neutralisieren konnte.
Was geschehen ist
In der Nacht auf den 20. Oktober 2025 (ab 18:00 Uhr am 19. Oktober) griff Russland die Ukraine mit 165 Drohnen an, davon 105 reaktive Modelle vom Typ Shahed, S8000 „Banderole"/„Dan-T", „Gerbera" sowie Attrappedrohnen vom Typ „Parodia". Die Startrichtungen umfassten Orjol, Kursk und Primorsko-Achtarsk in Russland, das besetzte Donezk, die besetzten Ortschaften Tschuda und Gwardijskoje auf der Krim sowie das Asowsche Meer.
Die ukrainische Luftabwehr – bestehend aus Luftstreitkräften, Flugabwehrraketentruppen, Einheiten für elektronische Kampfführung und Drohnensysteme sowie mobilen Feuergruppen der Verteidigungskräfte – schoss oder unterdrückte bis 08:00 Uhr am 20. Oktober 115 Drohnen, davon 73 reaktive; weitere 20 Drohnen befanden sich zu diesem Zeitpunkt noch in der Luft.
Einschläge wurden an 30 Orten registriert, Trümmer abgeschossener Drohnen fielen an 13 Stellen herab. In der Oblast Kiew traf ein Angriff im Rajon Obuchiw eine Produktions- und Lagerhalle, wobei drei Menschen getötet und sechs weitere verletzt wurden. In Isjum in der Oblast Charkiw wurden Wohnhäuser, Nebengebäude und ein Verwaltungsgebäude getroffen; fünf Menschen wurden verletzt. In der Oblast Ternopil wurden drei Energieinfrastrukturobjekte im Rajon Kremenez und private Haushalte im Rajon Tschortkiw beschädigt. Auch in den Oblasten Chmelnyzkyj, Lwiw, Sumy, Dnipropetrowsk und Odessa wurden Schäden gemeldet, darunter Beschädigungen an Energieanlagen in Odessa mit örtlichen Stromausfällen.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Alle neun in der Synthese erfassten Quellen sind ukrainische Medien oder Agenturen, die auf Ukrainisch berichten und die Luftstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte (Повітряні сили ЗСУ) als Hauptquelle für Angriffsdetails anführen. Die Berichte betonen den koordinierten Einsatz der Luftabwehrmittel und legen besonderen Wert auf die zivilen Folgen – die Toten und Verletzten in den Oblasten Kiew und Charkiw – sowie auf Schäden an Energieanlagen, wobei der Leiter der Militärverwaltung von Ternopil die Angriffe ausdrücklich als gezielte Schläge gegen die Energieinfrastruktur einordnet. Die konsistenten Zahlen (165 gestartet, 115 abgefangen) über die Agenturen hinweg spiegeln synchronisierte Meldungen aus offiziellen ukrainischen Militärbriefings wider.
Hintergrund
Beim Angriff kam eine Mischung verschiedener Drohnentypen zum Einsatz – Shahed, S8000 „Banderole"/„Dan-T", „Gerbera" sowie Attrappedrohnen vom Typ „Parodia"; 105 der 165 Drohnen waren reaktive (düsengetriebene) Modelle. Die Startrichtungen umfassten Orjol, Kursk und Primorsko-Achtarsk in Russland, das besetzte Donezk, Tschuda und Gwardijskoje auf der besetzten Krim sowie das Asowsche Meer. Einschläge wurden an 30 Orten verzeichnet, Trümmer an 13 Stellen, während die Luftabwehr noch im Einsatz war, als sich um 08:15 Uhr am 20. Oktober noch 20 Drohnen in der Luft befanden. Weitere Einschläge wurden aus den Oblasten Chmelnyzkyj, Lwiw, Sumy und Dnipropetrowsk gemeldet, allerdings mit geringerer Sicherheit.