Europäische Hockeyteams und Sponsors lehnen Rückkehr Russlands zum IIHF-Wettbewerb ab
Nachdem der Sportgerichtshof CAS die Rückkehr russischer Teams zu internationalen Wettbewerben angeordnet hatte, kündigten mehrere europäische Verbände und Unternehmen ihre Unterstützung für die Hockey-WM 2027 in Deutschland auf. Für die Ukraine droht der Verlust ihrer ersten Teilnahme am Elitebereich seit 20 Jahren, da das Teilnehmerfeld weiterhin auf 16 Teams begrenzt bleibt.
Das Wichtigste
- CAS erlaubte am 30. Oktober die Teilnahme russischer Teams an IIHF-Wettbewerben, darunter den Weltmeisterschaften 2027.
- Finnland, Norwegen, Dänemark und Schweden kündigten an, nicht gegen Russland anzutreten.
- Norwegen wird seine übrigen Gruppenspiele nach Spielplan bestreiten.
- Auch Lettland verweigert Spiele gegen Russland und Belarus.
- AJ Produkter, Nokian Renkaat und Tipsport kündigten beziehungsweise drohten mit dem Ende ihrer Unterstützung.
- Die IIHF und die deutsche Hockeyfederation lehnen die Teilnahme Russlands weiterhin ab.
- Ukraine hat den Elitebereich nach 20 Jahren erreicht, könnte bei unverändertem Teilnehmerfeld aber ihren Platz verlieren.
Warum es wichtig ist
Die Entscheidungen gefährden die Teilnahme und kommerzielle Unterstützung der Hockey-WM 2027 in Deutschland. Da die Zahl der teilnehmenden Teams bei 16 bleibt, könnte die Zulassung Russlands Ukraine den gerade erst nach 20 Jahren zurückgewonnenen Platz im Elitebereich kosten. Die Ablehnungen durch Mannschaften und Sponsoren verdeutlichen zudem die tiefen politischen und gesellschaftlichen Risse вокруг возвращения российских competitors to international hockey.
Was geschehen ist
Der Sportgerichtshof CAS in Lausanne hob am 30. Oktober die Suspendierung russischer Teams auf und erlaubte ihnen wieder die Teilnahme an IIHF-Wettbewerben, darunter den Weltmeisterschaften 2027. Die Hockeyverbände Finnlands, Norwegens, Dänemarks und Schwedens erklärten daraufhin, nicht gegen Russland antreten zu wollen. Norwegen führte aus, dass Begegnungen ein Sicherheitsrisiko für Spieler, Personal und Familien darstellten, und wollte den übrigen Spielplan einhalten. Auch Lettland kündigte an, weder gegen Russland noch Belarus anzutreten, solange der Krieg Russlands gegen Ukraine andauert.
Auch Unternehmen reagierten: Der langjährige schwedische Sponsor AJ Produkter beendete seine Unterstützung, die finnische Nokian Renkaat kündigte das Ende der Zusammenarbeit an, falls Russland teilnimmt, und die tschechische Buchmacherfirma Tipsport lehnte Werbung und Wetten auf russische Partien ab. Die IIHF не согласується mit der Entscheidung des CAS und hält die früheren Einschränkungen für notwendig. Die deutsche Hockeyföderation, die den Wettbewerb ausrichtet, lehnt die Teilnahme Russlands ebenfalls ab. In einer Koalition erhielten Lativa, Finnland, Norwegen und Dänemark ihre gemeinsame ablehnende Position bei der IIHF ein.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Ukrainianische Quellen betonen vor allem, dass die Zulassung Russlands unmittelbar die Teilnahme der Ukraine bedroht. Das Team kehrte nach 20 Jahren in den Elitebereich zurück, hat unter den 16 gemeldeten Teams jedoch den niedrigsten Rating. Bei unveränderter Teilnehmerzahl könnte es deshalb zugunsten Russlands den Platz verlieren. Zugleich wird die Sicherheitsbegründung der Verbände hervorgehoben, die sich weigern, Spieler und Personal in einem von der weiterhin andauernden Kriegssituation geprägten Umfeld gegen Russische antreten zu lassen.
Wie internationale Quellen darüber berichten
Die internationale Berichterstattung konzentriert sich auf die koordinierte Ablehnung durch mehrere europäische Nationalteams sowie den Rückzug von Sponsoren, Werbekunden und Buchmachern. Die Reaktionen werden mit Sicherheitsbedenken, nationalen Werten und dem fortdauernden Krieg in der Ukraine begründet. Zugleich bleibt der Streit über das Urteil des CAS bestehen: IIHF und ausrichtende deutsche Verband oppose participation Russia, während das Gericht diese zugelassen hat.
Wo die Berichte auseinandergehen
Die Quellen widersprechen sich bei der Zusammensetzung der vier europäischen Verbände, die einen Boykott angekündigt haben: Meist werden Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden genannt, in einem Bericht tritt anstelle Schwedens die Tschechische Republik. Auch das gemeldete Startdatum der WM in Deutschland ist uneinheitlich: Die Quellen nennen den 14. oder den 13. Mai 2027.
Hintergrund
Die Männer-Weltmeisterschaft 2027 ist in Deutschland geplant; als Austragungsorte werden Düsseldorf, Gelsenkirchen und Mannheim genannt. Die Ukraine hat sich erstmals seit 20 Jahren wieder für den Elitebereich qualifiziert, nachdem sie im ersten Divisor (IA) den zweiten Platz belegte. Ihre Gruppe A umfasst Schweden, die Schweiz, Finnland, Österreich, die Slowakei, Lettland und Slowenien. Das CAS hob die Suspendierung russischer Teams auf, die nach dem russischen Vollangriff auf die Ukraine im Jahr 2022 verhängt worden war. Die lettische Boykottregelung umfasst sowohl Russland als auch Belarus.