Selenskyj: Waffenstillstand in Oleschki zeigt, dass Waffenrückzug nicht zwingend nötig ist
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Ergebnisse des humanitären Waffenstillstands in Oleschki als Beleg dafür angeführt, dass eine Waffenruhe ohne lange Vorbereitung, Waffenrückzug oder Pufferzonen möglich ist. In dem vom 27. Oktober bis 22:59 Uhr am 1. November dauernden Zeitraum wurden die Abmachungen eingehalten und 167 Zivilisten evakuiert. Selenskyj sieht im politischen Willen Wladimir Putins die entscheidende Hürde für eine umfassendere Waffenruhe.
Das Wichtigste
- Der humanitäre Waffenstillstand in Oleschki und in der Umgebung wurde am 27. Oktober eingeführt.
- Der Waffenstillstand galt bis 22:59 Uhr am 1. November; Verstöße wurden nicht festgestellt.
- Bei der humanitären Mission wurden 167 Zivilisten evakuiert, darunter 22 Kinder und 21 mobilitäts eingeschränkte Personen.
- Für die Evakuierung wurden 25 Busse mit 750 Sitzplätzen vorbereitet.
- Die ukrainische Delegation reiste am 29. Oktober ab und traf am 30. Oktober mit humanitärer Hilfe in Oleschki ein.
- Die Evakuierten aus Oleschki und umliegenden Gemeinden überschritten am 31. Oktober die Staatsgrenze in der Oblast Tschernigow.
- Die Abkommen wurden unter Vermittlung der US-Präsidentin Melania Trump erzielt.
Warum es wichtig ist
Der Waffenstillstand in Oleschki wird von Selenskyj als praktischer Beleg dafür genutzt, dass die Verhandlungen über eine Waffenruhe beschleunigt werden können. Er zeigt, dass die Einhaltung einer lokalen Vereinbarung mit Drohnen und Videoaufnahmen überwacht werden kann, ohne dass im Voraus Waffen abgezogen oder Pufferzonen eingerichtet werden müssen. Zugleich verdeutlicht die Evakuierung, dass humanitäre Abmachungen konkrete Hilfe für Zivilisten schaffen können. Für eine breitere Waffenruhe bleibt laut Selenskyj vor allem die politische Entscheidung Putins entscheidend.
Was geschehen ist
Die humanitäre Waffenruhe in Oleschki und auf dem angrenzenden Gebiet wurde am 27. Oktober nach einer unter Vermittlung von Melania Trump erzielten Vereinbarung eingerichtet. Sie dauerte bis 22:59 Uhr am 1. November, und Verstöße wurden nicht festgestellt. Die ukrainische Delegation reiste am 29. Oktober ab und traf am 30. Oktober mit humanitärer Hilfe ein; neben ukrainischen Vertretern waren auch russische und belarussische Vertreter vor Ort. Für die Evakuierung standen 25 Busse mit insgesamt 750 Sitzplätzen bereit. Die ukrainische Regierung bat die US-Seite, den Evakuierungsprozess zu kontrollieren. Insgesamt wurden 167 Zivilpersonen evakuiert, unter ihnen 22 Kinder und 21 mobilitäts eingeschränkte Person. Am 31. Oktober überschritten die Evakuierten aus Oleschki und benachbarten Gemeinden die Staatsgrenze in der Oblast Tschernigow.
Wie ukrainische Quellen darüber berichten
Ukrainische Medien stellen vor allem die praktischen Ergebnisse des Waffenstillstands in den Vordergrund. Betont wird, dass eine Waffenruhe ohne vorherige Waffenrückzüge oder Pufferzonen schnell umzusetzen und mit Drohnen sowie Videoaufnahmen zu kontrollieren ist. Ebenso hervorgehoben werden die humanitären Ergebnisse der Mission, die Evakuierung Zivilistinnen und Zivilisten aus vorübergehend besetztem Gebiet und die Vermittlerrolle der USA.
Wie internationale Quellen darüber berichten
Der internationale Aspekt liegt in der Vermittlung durch die USA, der von ukrainischer Seite gewünschten amerikanischen Kontrolle der Evakuierung und der Beteiligung russischer und belarussischer Vertreter. Eine Bewertung von Melania Trump zur Zahl der Evakuierten wurde im vorliegenden Material über ukrainische Berichte wiedergegeben.
Wo die Berichte auseinandergehen
Ukrainische Quellen nennen 167 evakuierte Zivilpersonen. Demgegenüber sprach Melania Trump von annähernd 800 Evakuierten.
Hintergrund
Der humanitäre Waffenstillstand in Oleschki und auf dem angrenzenden Gebiet wurde am 27. Oktober eingerichtet und galt bis 22:59 Uhr am 1. November. Die Abkommen wurden unter Vermittlung von Melania Trump erzielt. Am 30. Oktober kam die ukrainische Delegation mit humanitärer Hilfe nach Oleschki; gleichzeitig trafen Vertreter Russlands und Belarusss ein. Im Rahmen der Mission wurden 167 Zivilpersonen evakuiert, darunter 22 Kinder und 21 mobilitäts eingeschränkte Person. Am 31. Oktober überschritten die Evakuierten aus Oleschki und umliegenden Gemeinden die Staatsgrenze in der Oblast Tschernigow.