Kaja Kallas
Kaja Kallas ist eine estnische Politikerin und Vorsitzende der Reformpartei. Sie war von 2021 bis 2024 Premierministerin von Estland. Im Jahr 2024 wurde sie zur Hohen Vertreterin der Europäischen Union für Außen- und Sicherheitspolitik ernannt und leitet den Europäischen Auswärtigen Dienst. Sie ist bekannt für ihre konsequente Unterstützung der Ukraine und ihre harte Haltung gegenüber Russland.
-
US-Abgeordneter Fitzpatrick droht Trump-Regierung wegen Starshield-Beschränkungen für Ukraine
Der republikanische US-Kongressabgeordnete Brian Fitzpatrick hat Konsequenzen für jene angekündigt, die die Nutzung des Starshield-Satellitenprogramms durch die Ukraine einschränken. Er plant Gespräche mit Präsident Selenskyj und bringt seinen parteiübergreifenden Gesetzesentwurf gegen die einseitige Aufhebung von Russland-Öl-Sanktionen erneut voran. Parallel fordert Senator Tom Tillis eine Untersuchung im Pentagon zu den Starshield-Zugriffsproblemen der ukrainischen Streitkräfte.
-
EU-Gipfel in Brüssel: Europäische Staaten besorgt über Trumps Kurs Richtung Moskau
Auf dem EU-Gipfel in Brüssel bereiten sich europäische Staats- und Regierungschefs auf ein Szenario vor, in dem US-Präsident Donald Trump faktisch die Seite Moskaus ergreift. Hintergrund ist eine Woche, in der Trump Energie-Sanktionen gegen Russland zurücknahm, Kiew unter Druck setzte, Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen, und die Legitimität des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Frage stellte. Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen sagte, die westliche Allianz sei jetzt in einer schwächeren Position als noch vor wenigen Tagen.
-
Trump-Regierung prüft Lockerung von Sanktionen gegen russische „Schattenflotte“
Die Regierung von US-Präsident Donald Trump erwägt, Sanktionen gegen Tanker der sogenannten „Schattenflotte“ zu lockern, um die rekordhohen Frachtraten zu senken und die Ölexporte aus der Region Persischer Golf zu steigern. Betroffene Schiffe sollen unter Einzelgenehmigungen des US-Finanzministeriums künftig nicht-sanktioniertes Öl transportieren dürfen. US-Energieminister Chris Wright bestätigte die Diskussion bei einer Videoansprache beim Welt-Erdöl-Kongress in Riad. Unabhängige Analysten und die Schifffahrtsbranche bezweifeln, dass die Maßnahme die Frachtraten spürbar senken wird. Wenige Tage zuvor hatte Trump Sanktionen gegen russischen Diesel aufgehoben – auf Kritik aus Kiew und Teilen des US-Kongresses.
-
Selenskyj kündigt Wiederaufnahme der Angriffe auf russische Ölraffinerien an – USA hatten Lieferung von Geheimdienstinformationen und Starlink gedroht
Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärt in einem Interview mit der Financial Times, die Ukraine habe ihre dreitägige, auf Wunsch Washingtons eingehaltene Pause bei Angriffen auf russische Energieinfrastruktur beendet und werde Ölraffinerien wieder angreifen. Hintergrund sind US-Drohungen, die Weitergabe von Geheimdienstinformationen zu stoppen, unangekündigte Geschwindigkeitseinschränkungen bei Starshield-Satellitenterminals, ausgebliebene Vorwarnungen vor russischen Ballistenraketenangriffen auf Kyjiw sowie massive russische Luftangriffe, bei denen am 14. Oktober mindestens 600.000 Menschen ohne Strom blieben. Wenige Tage zuvor hatte US-Präsident Donald Trump am 9. Oktober eine Vereinbarung über russische Dieselexporte angekündigt, die auf internationaler Kritik stößt.
-
Präsidentschaftswahl in Bulgarien: Yotova liegt laut Umfragen vorn
In Bulgarien findet am 25. Oktober der erste Durchgang der Präsidentschaftswahl statt. Als wahrscheinlichste Siegerin gilt die amtierende Interimspräsidentin Iliana Yotova, frühere Stellvertreterin des derzeitigen Premierministers Rumen Radev. Ihr wichtigster Gegenkandidat ist der ehemalige pro-ukrainische Regierungschef Andrey Gyurov. Die Wahl fällt in eine Phase ungewöhnlich starker Machtkonzentration bei Radev und seiner Partei. Die Analysen betonen, dass der Urnengang den Kurs Bulgariens zu EU-Sanktionen, zur „Koalition der Willigen“ und zur Unterstützung der Ukraine mitbestimmen wird.
-
Ex-US-Sondergesandter Kellogg: Ukraine soll Ziele in Russland angreifen dürfen
Der ehemalige US-Sondergesandte für die Ukraine, Keith Kellogg, hat beim Warschauer Sicherheitsforum gesagt, die Ukraine müsse russische Ziele ungehindert angreifen dürfen. Damit widerspricht er US-Präsident Donald Trump, der Kiew am Wochenende aufgefordert hatte, die Angriffe auf russische Raffinerien einzustellen.
-
Finnland fordert EU-weites Touristenvisum-Verbot für russische Bürger
Die finnische Außenministerin Elina Valtonen hat die EU-Staaten aufgerufen, die Ausstellung von Schengen-Touristenvisa an russische Bürgerinnen und Bürger vollständig zu stoppen, solange Russland seinen Krieg gegen die Ukraine fortsetzt. Die Initiative umfasst fünf konkrete Vorschläge und wird von Estland öffentlich unterstützt.
-
Trump kündigt „Energie-Waffenstillstand“ an, Kreml bestätigt ihn nicht – Russland greift ukrainische Energieinfrastruktur an
US-Präsident Donald Trump verkündete am 11. Oktober über Truth Social einen sofortigen „Energie-Waffenstillstand“ zwischen Russland und der Ukraine, den seiner Darstellung zufolge beide Seiten vereinbart hätten. Das Weiße Haus erklärte gegenüber Axios, der Waffenstillstand beziehe sich nur auf gegenseitige Angriffe auf Ölraffinerien („refinery for refinery“). Der Kreml wollte keine Bestätigung abgeben, und wenige Stunden nach Trumps Ankündigung schlug Russland das Heizkraftwerk TEC-5 in Charkiw sowie eine Energieanlage in Kiew an. Am 12. Oktober sprach Wolodymyr Selenskyj per Videoschalte auf dem Warschauer Sicherheitsforum und erklärte, die Ankündigung sei für ihn eine Neuigkeit gewesen; die Ukraine sei aber zu einem echten, gegenseitigen Energie-Waffenstillstand bereit.
-
Sikorski: NATO muss auf mögliche tödliche russische Hybridangriffe in Europa vorbereitet sein
Der polnische Außenminister Radosław Sikorski hat in einem Interview mit der Financial Times während eines Besuchs in London die Allianz aufgefordert, sich auf eine entschlossene Reaktion auf mögliche tödliche russische Hybridangriffe in Europa vorzubereiten. Er schlug unter anderem die Schließung russischer Konsulate, Beschränkungen für russische Diplomaten, biometrische Pässe für in die EU einreisende Russen und eine Reduzierung der Touristenvisa für russische Bürger vor.
-
Kreml unterstützt Trumps Forderung nach neuem ukrainischen Präsidenten; Selenskyj knüpft Wahlen an 60-tägige Waffenruhe
Der Kreml hat US-Präsident Donald Trumps Forderung nach einem neuen Staatsoberhaupt in der Ukraine ausdrücklich begrüßt. Sprecher Dmitri Peskow begründete dies mit der angeblich fehlenden Bereitschaft Wolodymyr Selenskyjs, die für ein Kriegsende nötigen „sehr verantwortungsvollen und sehr schwierigen Entscheidungen" zu treffen. Selenskyj erklärte sich im Gegenzug bereit, Wahlen abzuhalten, sofern Russland einer 60-tägigen Waffenruhe zustimmt. Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas wies vor dem EU-Außenratstreffen in Luxemburg darauf hin, dass Wahlen während eines Krieges verfassungsrechtlich nicht möglich seien, und forderte, den Druck auf Russland zu verstärken.
-
Starmer sichert Selenskyj Solidarität zu und kündigt bilaterales Treffen an
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und der britische Premierminister Keir Starmer haben in einem Telefongespräch ein bilaterales Treffen in den kommenden Tagen vereinbart. Vor dem Hintergrund öffentlicher Kritik von US-Präsident Donald Trump an Selenskyj und eines US-russischen Abkommens über russische Diesel-Lieferungen bekräftigte Starmer die volle Solidarität Großbritanniens mit der Ukraine, kündigte eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland an und sprach sich für einen sofortigen Energie-Waffenstillstand aus.
-
Trump vereinbart russische Dieselimporte mit Putin und fordert einen neuen Präsidenten in der Ukraine
Am 9. Oktober 2026 kündigte US-Präsident Donald Trump nach einem Telefonat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin eine Vereinbarung über 300.000 bis 3 Millionen Tonnen russisches Diesel auf den US- und Weltmärkten an. Der Kreml hob sein im Juli 2026 verhängtes Dieselexportverbot vorzeitig auf, und das US-Finanzministerium erließ eine entsprechende Allgemeingenehmigung. Trump griff den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj öffentlich scharf an und erklärte, es sei „Zeit für die Ukraine, einen neuen Präsidenten zu wählen“. Die Reaktionen aus Kiew, dem US-Kongress und europäischen Hauptstädten fielen deutlich kritisch aus; gleichzeitig brachen die parallel laufenden Gespräche in Miami vorzeitig ab.
-
Estland will EU-Hilfe für Ukraine zur Zerstörung russischer Raffinerien erhöhen
Der estnische Regierungschef Kristen Michal angekündigt, beim nächsten Europäischen Rat eine Erhöhung der Hilfen für die Ukraine vorzuschlagen, damit diese russische Ölraffinerien zerstören kann. Er reagierte damit auf eine am 9. Oktober zwischen US-Präsident Donald Trump und dem russischen Diktator Wladimir Putin vereinbarte Lieferung von 4,8 Millionen Tonnen russischen Dieselkraftstoffs. Michal nannte das Abkommen einen großen Fehler.
-
Trump fordert neuen Präsidenten für die Ukraine einen Tag nach US-Russland-Dieselabkommen
US-Präsident Donald Trump hat am 10. Oktober öffentlich gefordert, die Ukraine solle einen neuen Präsidenten wählen, der zu einem Kriegsende mit Russland bereit ist. Er griff Wolodymyr Selenskyj scharf an und warf ihm vor, ein Abkommen wiederholt verhindert zu haben. Die Äußerungen kamen einen Tag nach Trumps Ankündigung eines Abkommens mit Wladimir Putin über russische Dieselimporte in die USA und einer Lockerung der US-Sanktionen. Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha wies Trumps Forderung zurück und verwies auf die Unterstützung Selenskyjs durch das ukrainische Volk.
-
Trump hebt US-Sanktionen gegen russisches Diesel in Telefonat mit Putin auf
US-Präsident Donald Trump verkündete am 9. Oktober eine mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefonisch vereinbarte Aufhebung der US-Sanktionen gegen russisches Diesel und kündigte Lieferungen von insgesamt über 4,8 Millionen Tonnen an den Weltmarkt an. US-Finanzministerium erließ noch am selben Abend die OFAC-General License Nr. 135. Die Entscheidung erfolgte während parallel laufender Ukraine-Gespräche in Miami und wurde von der Ukraine, den meisten europäischen Regierungen, der EU und US-Demokraten scharf kritisiert. Im Telefonat lehnte Putin nach Angaben seines Beraters eine Rückkehr zu Friedensgesprächen ab.
-
Schröder feiert Putins 74. Geburtstag in Moskau – scharfe Kritik aus Berlin und Brüssel
Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder hat am 7. Oktober den 74. Geburtstag von Wladimir Putin in dessen Haus in Russland gefeiert. Nach Angaben des Kremls erfuhr Putin aus den Medien von Schröders Ankunft in Moskau und lud ihn ein. Die Reise stand laut Berichten im Zusammenhang mit Schröders neuer Rolle im Aufsichtsrat der russischen Globus-Tochter Hyperglobus. Bundeskanzler Friedrich Merz zeigte sich "zutiefst empört" und nannte das Treffen "absolut amoralisch". Politiker aus Bundestag und Europaparlament sowie SPD-Co-Chef Lars Klingbeil kritisierten die Reise scharf; einzelne SPD-Vertreter verteidigten Schröder.
-
EU-Botschafter einigen sich auf größtes Sanktionspaket gegen Russland seit Kriegsbeginn
Die Botschafter der EU-Mitgliedstaaten haben sich am 7. Oktober auf ein neues Sanktionspaket gegen Russland geeinigt. Es umfasst 743 Personen und 826 Unternehmen des russischen Rüstungsindustriekomplexes, 77 Abgeordnete der russischen Staatsduma aus besetzten ukrainischen Gebieten sowie die Verlängerung des Chemiewaffen-Sanktionsregimes. Die formelle Genehmigung soll beim Rat für Auswärtige Angelegenheiten am 12. Oktober in Luxemburg erfolgen.
-
Drohnenangriff auf zwei Handelsschiffe in der Schwarzmeer-Zone Bulgariens
Am 6. Oktober haben Drohnen zwei Handelsschiffe in der ausschließlichen Wirtschaftszone Bulgariens im Schwarzen Meer angegriffen. Das unter togoischer Flagge fahrende ALFA WATAN sank, das unter palauischer Flagge fahrende ABLE geriet in Brand. Alle 18 Besatzungsmitglieder der ABLE wurden auf die Fähre DIOSCURIA der bulgarischen Marine evakuiert, die Besatzung der ALFA WATAN galt zunächst als vermisst; nach Angaben des rumänischen Innenministeriums gab es zwei Tote und 11 Gerettete. Die bulgarische Regierung verurteilte den Angriff als schweren Verstoß gegen das Völkerrecht; die EU-Kommissionspräsidentin verurteilte die Attacken auf zivile Schifffahrt.
-
EU-Kommission beschließt Reformpaket zur Vorbereitung der Erweiterung um die Ukraine
Am 6. Oktober hat das Kollegium der EU-Kommission in Straßburg ein Paket von Reformvorschlägen verabschiedet, mit denen die EU auf die Aufnahme neuer Mitglieder – darunter die Ukraine – vorbereitet werden soll. Erweiterungskommissarin Marta Kos stellte die Vorschläge vor, die den Übergang von der Einstimmigkeit zur qualifizierten Mehrheit in Bereichen wie Sanktionen und Steuerbetrugsbekämpfung, stärkere Schutzvorkehrungen gegen Rückschritte bei der Rechtsstaatlichkeit sowie eine neue "schrittweise Integration" für fortschrittliche Beitrittskandidaten vorsehen. Für die Ukraine sind gezielte Mechanismen im Agrarsektor vorgesehen, die an die Eröffnung von Cluster 5 geknüpft werden.
-
Frachtschiff Royad Mammadov nach mutmaßlichem Drohnenangriff im Schwarzen Meer gesunken
Am 5. Oktober 2026 geriet das unter der Flagge von St. Kitts und Nevis fahrende Frachtschiff Royad Mammadov auf dem Weg vom ukrainischen Hafen Ismajil nach Italien im Schwarzen Meer vor der rumänischen Küste in Brand und sank. Dabei kamen zwei Besatzungsmitglieder ums Leben, elf wurden gerettet. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, das Schiff sei in neutralen Gewässern von zwei russischen Drohnen getroffen worden.