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Drohne stürzt auf Nato-Gebiet: Wrack in rumänischem Maisfeld gefunden

Am Samstag, den 12. September 2026, ist eine Drohne auf einem Maisfeld im Kreis Suceava in Rumänien abgestürzt, nachdem sie den Luftraum der Ukraine und Moldaus überquert hatte. Das rumänische Verteidigungsministerium schickte zwei F-16-Kampfjets der Luftwaffe zur Überwachung, eine RO-Alert-Warnung wurde ausgegeben und ein SRI-Pyrotechnik-Team untersuchte den Einschlagsort. Verletzt wurde niemand.

Das Wichtigste

  • Einschlag am Samstagnachmittag auf einem Maisfeld bei Botoșenița-Mare im Kreis Suceava; Krater rund 1 m Durchmesser, etwa 30 cm tief
  • Keine Verletzten
  • Zwei F-16 der rumänischen Luftwaffe starteten von der 86. Air Base Borcea zur Überwachung
  • Rumäniens Nationales Militärisches Kommandozentrum löste um 16:20 eine RO-Alert-Warnung aus; zeitgleich ging ein 112-Notruf aus dem Dorf Știubieni im Kreis Botoșani ein
  • Die Luftoperationszentren der Ukraine und Moldaus hatten das rumänische Verteidigungsministerium zuvor über den Überflug informiert
  • Ein Pyrotechnik-Team des rumänischen Inlandsgeheimdienstes SRI wurde zum Fundort entsandt
  • In den Vortagen waren in Rumänien bereits mehrfach Drohnentrümmer, teils mit Gefechtsköpfen, gefunden worden

Warum es wichtig ist

Der Vorfall zeigt, dass Objekte aus dem Krieg in der Ukraine wiederholt in den Luftraum von zwei Nachbarstaaten eindringen und auf Nato-Territium abstürzen können. Rumänien reagierte mit einer militärischen und zivilen Notfallkette – Kampfjets, RO-Alert und SRI-Einsatz – was den Ernst der Bedrohung für die Bündnisstaaten an der Ostflanke unterstreicht.

Was geschehen ist

Am 12. September 2026 informierten die Luftoperationszentren der Ukraine und Moldaus das rumänische Verteidigungsministerium darüber, dass eine Drohne den Luftraum beider Länder Richtung Nordost-Rumänien überflogen hatte. Zwei F-16-Kampfjets der rumänischen Luftwaffe starteten daraufhin von der 86. Air Base in Borcea, um die Lage zu beobachten. Um 16:20 Uhr löste das Nationale Militärische Kommandozentrum eine RO-Alert-Warnung für die Bevölkerung aus; gleichzeitig ging beim Notruf 112 eine Meldung über eine Drohne über dem Dorf Știubieni im Kreis Botoșani ein. Am Nachmittag wurde das Wrack der Drohne auf einem Maisfeld bei Botoșenița-Mare im Kreis Suceava entdeckt. Der Aufprall verursachte ein kleines Feuer und hinterließ einen Krater von etwa einem Meter Durchmesser und rund 30 Zentimetern Tiefe. Verletzt wurde niemand. Ein Pyrotechnik-Team des rumänischen Inlandsgeheimdienstes SRI übernahm die Untersuchung des Fundorts.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Quellen unterscheiden sich in zwei Punkten: Bei den Maßen des Einschlagkraters nennt eine Quelle nur einen Durchmesser von rund einem Meter, die andere zusätzlich eine Tiefe von etwa 30 Zentimetern. Beim Ort der Warnung und des Notrufs spricht eine Quelle von Suceava, die andere von Botoșani.

Hintergrund

Bereits in den Tagen vor dem Absturz vom 12. September waren in Rumänien mehrfach Drohnentrümmer gefunden worden, darunter auch mit Gefechtsköpfen. Am 10. September wurden Trümmer an einem Strand entdeckt, am Morgen des 11. September schickte Rumänien F-16-Kampfjets zur Überwachung von Luftzielen nahe der ukrainischen Grenze.