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Ukrsalisnyzja leitet Züge in Oblast Sumy vorübergehend nach Konotop um

Nach einem russischen Drohnenangriff auf den Personenzug Kyjiw–Sumy hat die ukrainische Eisenbahn Ukrsalisnyzja die Streckenführung in der Oblast Sumy vorübergehend geändert. Züge verkehren nur noch bis zum Bahnhof Konotop; die Verbindung nach Sumy wird durch Busse aufrechterhalten.

Das Wichtigste

  • Ukrsalisnyzja hat die Zugstrecken in der Oblast Sumy vorübergehend auf Konotop als Endpunkt umgeleitet.
  • Grund ist die gestiegene Intensität russischer Angriffe auf die Eisenbahninfrastruktur.
  • Die Verbindung nach Sumy erfolgt multimodal: Zug bis Konotop, anschließend Bus.
  • Die Bustransfers zwischen Konotop und Sumy organisiert die Militärverwaltung der Oblast Sumy gemeinsam mit dem Staatlichen Katastrophenschutz (DSNS).
  • Die Lage kann sich laut Ukrsalisnyzja täglich ändern; vollständige Strecken nach Sumy werden wiederhergestellt, sobald das Risiko für Fahrgäste und Personal sinkt.
  • Am 8. September schlugen russische Drohnen den Personenzug Kyjiw–Sumy bei der Anfahrt auf Sumy; der Lokomotiv wurde schwer beschädigt.
  • Nach einem späteren russischen Angriff auf einen Vorortzug im Rajon Sumy starben laut regionaler Verwaltung mehrere Menschen.

Warum es wichtig ist

Die vorübergehende Umleitung der Züge nach Konotop zeigt, wie russische Angriffe auf zivile Verkehrsinfrastruktur den Bahnverkehr in den frontnahen Oblasten der Ukraine unmittelbar verändern. Eine direkte Schienenverbindung zur Regionalhauptstadt Sumy ist ausgesetzt, weil Personenzüge gezielt mit Drohnen angegriffen wurden. Das erhöht die Risiken für Fahrgäste und Bahnpersonal und macht multimodale Ausweichrouten erforderlich.

Was geschehen ist

Ukrsalisnyzja hat nach eigenen Angaben die Streckenführung in der Oblast Sumy vorübergehend geändert. Züge verkehren nur noch bis zum bzw. ab dem Bahnhof Konotop; die Strecke nach Sumy wird im kombinierten Format Zug plus Bus aufrechterhalten. Die Bustransfers zwischen Konotop und Sumy werden laut Unternehmen von der Militärverwaltung der Oblast Sumy gemeinsam mit dem Staatlichen Katastrophenschutz (DSNS) organisiert. Ukrsalisnyzja begründete die Maßnahme mit der gestiegenen Intensität russischer Angriffe auf Eisenbahninfrastruktur und rollendes Material und verwies auf die Sicherheit von Fahrgästen und Personal als Hauptgrund. Das Unternehmen wies darauf hin, dass sich die Situation täglich ändern kann und Fahrgäste auf unterschiedliche Transportoptionen eingestellt sein müssen. Vollständige Strecken nach Sumy sollen erst wieder aufgenommen werden, wenn das Risiko für Fahrgäste und Besatzungen sinkt. Hintergrund ist ein russischer Drohnenangriff auf den Personenzug Kyjiw–Sumy am 8. September, bei dem der Triebwagen schwer beschädigt wurde. An demselben Tag traf ein weiterer russischer Angriff einen Vorortzug im Rajon Sumy; dabei wurden mehrere Menschen verletzt, zwei Frauen im Alter von 60 und 79 Jahren sowie eine weitere Person starben laut Angaben der Oblastverwaltung später im Krankenhaus.

Wo die Berichte auseinandergehen

Die Quellen sind sich über das Datum des Angriffs auf den Personenzug Kyjiw–Sumy uneins: Einige ukrainischsprachige Angaben nennen den 8. August, während andere – darunter die englischsprachigen bestätigten Fakten – den 8. September angeben. Darüber hinaus unterscheiden sich die Opferzahlen: Für den Drohnenangriff vom 8. September werden zunächst neun Verletzte genannt; bei einem späteren Angriff auf einen Vorortzug im Rajon Sumy am selben Tag werden 12 Verletzte und drei Todesopfer in Krankenhäusern gemeldet.

Hintergrund

Am 8. September führten russische Streitkräfte zwei gezielte Drohnenschläge auf den Personenzug Kyjiw–Sumy bei dessen Anfahrt auf Sumy aus und beschädigten die Lokomotive schwer. Ein weiterer russischer Angriff traf noch am selben Tag einen Vorortzug im Rajon Sumy und führte zu Verletzten und Todesopfern. Ukrsalisnyzja begründete die Umleitung mit der Sicherheit von Fahrgästen und Personal.