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Polen verstärkt Grenzsicherung zur Ukraine nach russischen Drohnenangriffen

Polen hat mit dem Ausbau der Infrastruktur an Grenzübergängen zur Ukraine begonnen. Nach Drohnenangriffen nahe der Grenze ordnete die Regierung die Verstärkung der Anlagen des Grenzschutzes an, Militärangehörige errichten Beobachtungs- und Wachposten.

Das Wichtigste

  • Polen verstärkt die Infrastruktur an Grenzübergängen zur Ukraine.
  • Militäringenieure des 4. und 18. Pionierregiments bauen Beobachtungs- und Wachposten bei Dorohusk, Medyka und Korczowa.
  • Die Befestigungen werden mit HESCO-Bastion-Systemen errichtet.
  • Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz erklärte, Russlands Handlungen bedrohten die Sicherheit ganz Europas.
  • In der Nacht zum 13. September traf eine Drohne einen Lastwagen nahe dem Übergang Jahodyn-Dorohusk und beschädigte eine Lokomotive der Ukrzaliznytsia etwa 2 km von der polnischen Grenze.
  • Ministerpräsident Donald Tusk kündigte an, den Verkehr an der Grenze beschleunigen zu wollen, um Staus als Ziele russischer Angriffe zu vermeiden.
  • Unter dem Projekt „Tarcza Wschód" (Ostschild) plant Polen bis 2028 700 km Befestigungen, Aufklärungs- und Drohnenabwehrsysteme an der Grenze zu Russland und Belarus für 10 Mrd. Złoty (über 2,5 Mrd. US-Dollar).

Warum es wichtig ist

Die Verstärkung der polnischen Grenzsicherung ist eine direkte militärische Reaktion auf russische Drohnenschläge nahe dem NATO-Territorium und unterstreicht, wie nahe der Ukraine-Krieg an die östliche Flanke des Bündnisses gerückt ist.

Was geschehen ist

Nach Drohnenangriffen in der Nacht zum 13. September – eine Drohne traf einen Lastwagen am Übergang Jahodyn-Dorohusk, eine weitere beschädigte eine Lokomotive der Ukrzaliznytsia rund zwei Kilometer von der polnischen Grenze – hat die polnische Regierung den Ausbau der Grenzanlagen angeordnet. Militärangehörige der 4. und 18. Pionierregimenter der polnischen Streitkräfte errichten bei Dorohusk, Medyka und Korczowa Beobachtungs- und Wachposten. Zum Einsatz kommen HESCO-Bastion-Systeme, mit deren metallenen Gitter- und Geotextilelementen, gefüllt mit Erdreich oder Sand, Schutzanlagen schnell aufgebaut werden können. Verteidigungsminister Władysław Kosiniak-Kamysz und das Operative Kommando der polnischen Streitkräfte informierten über die Maßnahmen. Ministerpräsident Donald Tusk kündigte bei einem Notfalltreffen an, den Grenzverkehr beschleunigen zu wollen, damit sich keine Staus als Angriffsziele bilden, und warnte vor einer möglichen russischen Eskalation in den kommenden Wochen. Ukrzaliznytsia schloss zudem nicht aus, dass eine der Drohnen einen Zug mit ausländischen Gästen auf dieser Strecke zum Ziel gehabt haben könnte. Die Bauarbeiten sind Teil des größeren Programms „Tarcza Wschód" (Ostschild), mit dem Warschau bis 2028 rund 700 Kilometer Befestigungen, Aufklärungs- und Drohnenabwehrsysteme an der Grenze zu Russland und Belarus errichten will; das Vorhaben ist mit 10 Milliarden Złoty (über 2,5 Milliarden US-Dollar) veranschlagt.

Hintergrund

Auslöser der Verstärkung waren russische Drohnenschläge nahe der polnisch-ukrainischen Grenze: In der Nacht zum 13. September wurde unter anderem ein Lastwagen nahe dem Übergang Jahodyn-Dorohusk getroffen und eine Lokomotive der ukrainischen Eisenbahn etwa zwei Kilometer vor der polnischen Grenze beschädigt.