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Russische Drohne trifft Zug in Wolyn nahe der EU-Grenze – Kallas, Rutte und Tusk reagieren

Am 13. September hat eine russische Drohne in der Oblast Wolyn einen Personenzug und Infrastruktur am Bahnhof Jahodyn getroffen, etwa zwei Kilometer von der polnischen Grenze entfernt. Kurz zuvor war ein diplomatischer Zug mit dem ehemaligen britischen Premierminister Boris Johnson und europäischen Politikern wegen einer Drohnenwarnung evakuiert worden. Verletzt wurde niemand. Am 14. September äußerten sich die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas, NATO-Generalsekretär Mark Rutte und der polnische Premierminister Donald Tusk.

Das Wichtigste

  • 13. September: Russische Drohne trifft in der Oblast Wolyn eine Lokomotive eines Personenzugs am Bahnhof Jahodyn, rund 2 km von der polnischen Grenze.
  • Ukrzaliznytsia: keine Verletzten; beschädigt wurden eine Tankstelle und mehrere Lastwagen.
  • Ein diplomatischer Zug mit Ex-Premier Boris Johnson, Sicherheitsberatern europäischer Regierungen, Bundestagsabgeordneten, Diplomaten und Wissenschaftlern war zuvor wegen einer Drohnenwarnung aus dem Bahnhof abgefahren.
  • Ukrzaliznytsia schließt nicht aus, dass der diplomatische Zug das Ziel der Drohne war; ein zweiter Zug mit Ex-CIA-Direktor David Petraeus befand sich zur Zeit des Angriffs am Bahnhof.
  • 14. September: EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas nennt den Angriff auf dem Europäischen Arktis-Gipfel in Finnland einen Versuch, den Westen einzuschüchtern.
  • NATO-Generalsekretär Mark Rutte spricht in Brüssel von Putins Verzweiflung und kündigt verstärkte Unterstützung für die Ukraine an.
  • Polens Premier Donald Tusk kündigt schnellere Abfertigung an der Grenze an, um Staus und Ansammlungen von Tanklastwagen zu vermeiden.

Warum es wichtig ist

Der Angriff traf Verkehrsinfrastruktur nur rund zwei Kilometer von einer NATO- und EU-Grenze. Dass kurz zuvor ein Zug mit hochrangigen europäischen und früheren westlichen Amtsträgern wegen einer Drohnenwarnung aus dem Bahnhof gebracht worden war und Ukrzaliznytsia einen diplomatischen Zug als mögliches Ziel nicht ausschließt, verschärft die Sorge vor einer gezielten Eskalation Richtung Westen. Die koordinierten Reaktionen der EU-Außenbeauftragten, des NATO-Generalsekretärs und des polnischen Premiers zeigen, dass der Vorfall als Signal an westliche Unterstützer der Ukraine verstanden wird.

Was geschehen ist

Am 13. September schlug eine russische Drohne in der Oblast Wolyn in der Nähe des Bahnhofs Jahodyn an der ukrainisch-polnischen Grenze ein, etwa zwei Kilometer von der Grenze entfernt. Getroffen wurden die Lokomotive eines Personenzugs, eine Tankstelle und mehrere Lastwagen. Ukrzaliznytsia erklärte, niemand sei verletzt worden, da sich Menschen in Schutzräumen befunden hätten oder zuvor evakuiert worden seien. Kurz vor dem Einschlag war ein diplomatischer Zug mit dem ehemaligen britischen Premierminister Boris Johnson, Sicherheitsberatern europäischer Regierungen, Mitgliedern des Bundestags, Diplomaten und Wissenschaftlern wegen einer Drohnenwarnung aus dem Bahnhof abgefahren. Ein weiterer Zug, in dem sich der ehemalige CIA-Direktor David Petraeus aufhielt, war zur Zeit des Angriffs am Bahnhof. Ukrzaliznytsia schloss nicht aus, dass der diplomatische Zug das Ziel der Drohne gewesen sein könnte. Am 14. September reagierte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas auf dem Europäischen Arktis-Gipfel in Finnland, NATO-Generalsekretär Mark Rutte auf einer Pressekonferenz mit dem slowenischen Premier Janez Janša in Brüssel und der polnische Premier Donald Tusk. Alle drei werteten den Angriff als Einschüchterungsversuch gegen den Westen und kündigten verstärkte Unterstützung für die Ukraine an; Tusk kündigte zudem schnellere Grenzabfertigung an, um gefährliche Staus zu vermeiden.

Wie internationale Quellen darüber berichten

Ukrainische Quellen stellten zunächst die operativen Details in den Vordergrund: Angaben von Ukrzaliznytsia und Außenminister Andrij Sybiha zum Einschlag nahe Jahodyn, zu den Schäden an Tankstelle und Lastwagen sowie zur Tatsache, dass es keine Verletzten gab. Gleichzeitig rückten sie die diplomatische Dimension in den Mittelpunkt: den Aufenthalt des Zugs mit Boris Johnson, David Petraeus, Bundestagsabgeordneten und europäischen Sicherheitsberatern am Bahnhof sowie den Hinweis von Ukrzaliznytsia, dass der diplomatische Zug das eigentliche Ziel gewesen sein könnte.

Hintergrund

Jahodyn ist ein wichtiger Schienen- und Straßengrenzübergang zwischen der Ukraine und Polen und eine zentrale Route für Personen- und Frachtverkehr in die EU. Das ukrainische Schienennetz ist im Verlauf des Krieges wiederholt von russischen Langstreckendrohnen und Raketen getroffen worden, was wiederholt Evakuierungsprotokolle für zivile und diplomatische Züge ausgelöst hat.