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Sikorski in Kiew: Russischer Terrorismus „bereits im Haus“ – Polen und Ukraine sind Sicherheitspartner

Der polnische Außenminister Radosław Sikorski hat bei einem gemeinsamen Auftritt mit seinem ukrainischen Amtskollegen Andrii Sybiha in Kiew gesagt, der russische Terrorismus sei nicht mehr nur an der Tür, sondern bereits im Haus. Er verwies auf russische Drohnenangriffe nahe der polnischen Grenze und einen Drohnentreffer an der Grenzübergangsstelle Jahodyn, der einen Passagierzug von Kyjiw nach Warschau betraf, und erklärte die Sicherheit Polens und der Ukraine für untrennbar miteinander verbunden.

Das Wichtigste

  • Sikorski sprach am 13. September in Kiew auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Außenminister Andrii Sybiha.
  • Er sagte, der russische Terrorismus sei „nicht mehr nur an der Tür, sondern bereits im Haus“.
  • Am selben Tag traf eine russische Drohne den Passagierzug Kyjiw–Warschau an der Grenzübergangsstelle Jahodyn in der Oblast Wolyn.
  • Ukrzaliznytsia erklärte, der Sonderzug mit europäischen Politikern habe die Grenze rund anderthalb Stunden vor dem Einschlag passiert; Verletzte gab es nicht.
  • Sikorski bezeichnete die Lage als weitere Eskalation und sagte, die Sicherheit Polens und der Ukraine sei eng miteinander verknüpft.
  • In Polen wurde ein dringendes Sicherheitstreffen mit Premierminister Donald Tusk einberufen.
  • Der polnische stellvertretende Verteidigungsminister Cezary Tomczyk sagte, der Angriff müsse letzte Zweifel an der Notwendigkeit militärischer Unterstützung für Kyjiw ausräumen.

Warum es wichtig ist

Ein Außenminister eines großen EU- und NATO-Staates hat russische Aktivitäten öffentlich als Terrorismus innerhalb der EU gerahmt und die Sicherheit Polens unmittelbar mit der der Ukraine verknüpft. Der Drohnentreffer an der Grenzübergangsstelle Jahodyn am selben Tag, an dem sich hochrangige europäische Politiker — darunter ehemalige Premierminister — auf der Strecke Kyjiw–Warschau aufhielten, erhöht den politischen Druck. Die gleichzeitige Einberufung eines Dringlichkeitstreffens mit Premierminister Donald Tusk in Polen signalisiert mögliche Verschärfungen bei der militärischen Unterstützung der Ukraine.

Was geschehen ist

Am 13. September 2026 hielt der polnische Außenminister Radosław Sikorski in Kiew eine gemeinsame Pressekonferenz mit dem ukrainischen Außenminister Andrii Sybiha ab. Sikorski erklärte, der russische Terrorismus sei nicht mehr nur an der Tür, sondern bereits im Haus, und verwies auf eine Reihe russischer Vorfälle in Europa: Brandstiftung in Polen, versuchte Flugzeugabstürze in Litauen, ein versuchtes Zugentgleisen in Polen, einen Angriff auf den Flughafen Leipzig, die Entsendung von Agenten nach Großbritannien und Deutschland sowie das Eindringen russischer Raketen und Drohnen in polnisches Hoheitsgebiet. Er sagte, Russland führe einen physischen und ideologischen Krieg, um seinen Status als Macht mit Dominanzanspruch wiederherzustellen, und betonte, dass die Ukraine und Polen dieses Bestreben ablehnten. Sikorski bezeichnete den Drohnenangriff auf die Grenzübergangsstelle Jahodyn in der Oblast Wolyn, der einen Passagierzug von Kyjiw nach Warschau betraf, als weitere Eskalation und unterstrich, dass die heutigen russischen Schläge nahe der polnischen Grenze die Sicherheit Polens unmittelbar berührten. Nach dem Angriff wurde in Polen ein Dringlichkeitstreffen mit Premierminister Donald Tusk, dem Innenminister, dem Verteidigungsminister und Vertretern der Sicherheitsdienste einberufen. Der ukrainische Außenminister Sybiha forderte schnellere Reaktionen der Partner und den vollen Einsatz von Sanktionen; der polnische stellvertretende Verteidigungsminister Cezary Tomczyk sagte, der Angriff müsse letzte Zweifel an militärischer Unterstützung für Kyjiw ausräumen. Ukrzaliznytsia teilte mit, ein Sonderzug mit europäischen Politikern habe die Grenze rund anderthalb Stunden vor dem Einschlag passiert; Verletzte habe es nicht gegeben.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Die ukrainischen Quellen stellen Sikorskos Aussage „Russischer Terrorismus ist bereits im Haus“ an die Spitze und betonen, dass die Bedrohung das EU-Gebiet und Polen unmittelbar erreicht habe. Sie rücken die Grenzübergangsstelle Jahodyn und den Drohnenangriff auf den Passagierzug Kyjiw–Warschau als konkreten Beleg für eine russische Eskalation gegen grenznahe Infrastruktur in den Vordergrund. Besonders hervorgehoben wird der Appell von Außenminister Sybiha an die Partner, schneller zu handeln und den vollen Sanktionsdruck einzusetzen — die Pressekonferenz wird als Gelegenheit präsentiert, die westliche Reaktion zu verstärken. Auch das Argument des polnischen stellvertretenden Verteidigungsministers Cezary Tomczyk, der Angriff räume letzte Zweifel an militärischer Unterstützung für Kyjiw aus, wird betont.

Wie internationale Quellen darüber berichten

Alle drei gelieferten Quellen sind ukrainisch und in ukrainischer Sprache verfasst; eine direkte internationale Rahmung liegt damit nicht aus den Quellmetadaten vor. Die Synthese greift jedoch auf Fakten aus Der Spiegel und der BBC zurück, die die Anwesenheit und Evakuierung hochrangiger europäischer Politiker, des ehemaligen CIA-Direktors David Petraeus sowie der ehemaligen Premierminister Boris Johnson und Carl Bildt auf oder nahe der betroffenen Strecke betonen und damit die diplomatische Exponierung europäischer Spitzenpolitiker durch den Angriff herausstellen. Eine eigenständige erste Reaktion liefert Carl Bildts eigener Social-Media-Beitrag, in dem er hervorhebt, sein Zug habe eine Evakuierungswarnung erhalten, aber seine Fahrt nach Dorohusk fortgesetzt.

Wo die Berichte auseinandergehen

Zwei Quellen führen unterschiedliche Namen an, von denen Sikorski sagte, sie würden Versuche, Polen gegen Ukrainer aufzuhetzen, loben: ein Bericht nennt „Medwedtschuk und Putins Propagandisten“, ein anderer „Medwedew und Putins Propagandisten“. Beim Drohnenangriff an der Grenzübergangsstelle Jahodyn gehen die Angaben auseinander: Ein Bericht vermerkt die Anwesenheit eines Zuges mit dem ehemaligen CIA-Direktor David Petraeus zum Zeitpunkt des Einschlags; Ukrzaliznytsia erklärt dagegen, der Zug mit europäischen Politikern habe die Grenze bereits rund anderthalb Stunden vor dem Schlag passiert, und macht keine Angaben zum Ziel; Der Spiegel berichtet separat von einer Evakuierung hochrangiger deutscher Politiker auf einem Sonderzug von der Ukraine nach Polen.

Hintergrund

Sikorski ordnete den Konflikt als physischen und ideologischen russischen Krieg ein, der auf die Wiederherstellung eines russischen Sonderstatus mit Dominanzanspruch abziele. Er listete zuvor bekanntgewordene russische Vorfälle in Europa auf: Brandstiftung in Polen, versuchte Flugzeugkatastrophen in Litauen, ein versuchtes Zugentgleisen in Polen, einen Angriff auf den Flughafen Leipzig sowie die Entsendung von Agenten nach Großbritannien und Deutschland. Bereits zuvor waren russische Raketen und Drohnen auf polnisches Hoheitsgebiet gelangt. Der polnische stellvertretende Verteidigungsminister Cezary Tomczyk erklärte, der nächtliche Angriff müsse Zweifel an militärischer Unterstützung für Kyjiw ausräumen. Ukrzaliznytsia teilte mit, der Sonderzug mit europäischen Politikern habe die Grenze rund anderthalb Stunden vor dem Einschlag an einer Rangierlokomotive in Jahodyn passiert; Verletzte habe es nicht gegeben.