Sybiha wirft Russland „Raketenterror“ zur Blockade der Schwarzmeer-Schifffahrt vor
Der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha hat Russland beschuldigt, die Schifffahrt im Schwarzen Meer durch Angriffe auf Hafeninfrastruktur und zivile Schiffe lahmzulegen. Bei einem gemeinsamen Auftritt mit dem polnischen Außenminister Radosław Sikorski in Kiew forderte er gemeinsame Maßnahmen zur Wiederherstellung der Navigationsfreiheit und ein vollständiges EU-Embargo gegen russische Produkte.
Das Wichtigste
- Außenminister Andrii Sybiha sagte, Russland habe die Schifffahrt im Schwarzen Meer durch „Raketenterror“ blockiert.
- Die Äußerung fiel bei einem gemeinsamen Briefing in Kiew mit dem polnischen Außenminister Radosław Sikorski.
- Sybiha verwies auf jüngste Eskalationen bei Angriffen auf ukrainische Hafeninfrastruktur, zivile Schiffe und Seerouten im Schwarzen Meer.
- Er betonte die Bedeutung gemeinsamer Maßnahmen mit Polen zur Wiederherstellung der Freiheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer.
- Sybiha dankte der EU für die Wiederherstellung der Solidaritätskorridore.
- Er sprach das Problem russischer Getreideexporte über Ostseehäfen an und forderte ein vollständiges Embargo für russische Produkte auf dem EU-Markt.
- Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte am 11. September gewarnt, die Schwarzmeer-Blockade stelle eine Ernährungsherausforderung für die Ukraine und viele weitere Länder dar.
Warum es wichtig ist
Sybiha benennt Russland direkt als Akteur, der die Schwarzmeer-Schifffahrt blockiert – mit direkten Folgen für ukrainische Getreideexporte und die globale Ernährungssicherheit. Der gemeinsame Auftritt mit dem polnischen Außenminister signalisiert diplomatische Abstimmung in Fragen der maritimen Sicherheit und der Sanktionen. Die Forderung nach einem umfassenden EU-Embargo gegen russische Produkte, einschließlich über Ostseehäfen exportierten Getreides, geht über bestehende Sanktionen hinaus und hätte Auswirkungen auf die europäischen Agrärmärkte.
Was geschehen ist
Der ukrainische Außenminister Andrii Sybiha erklärte bei einem gemeinsamen Briefing in Kiew mit dem polnischen Außenminister Radosław Sikorski, Russland habe die Schifffahrt im Schwarzen Meer durch „Raketenterror“ zum Erliegen gebracht. Er verwies auf eine jüngste Eskalation der Angriffe auf ukrainische Hafeninfrastruktur, zivile Schiffe und Seerouten. Sybiha betonte die Notwendigkeit gemeinsamer Maßnahmen mit Polen zur Wiederherstellung der Freiheit der Schifffahrt im Schwarzen Meer und dankte der EU für die Wiederherstellung der Solidaritätskorridore. Zudem sprach er die Praxis Russlands an, Getreide über Ostseehäfen zu exportieren, und forderte ein vollständiges Embargo für russische Produkte auf dem EU-Markt. Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte bereits am 11. September vor einer durch die russische Aggression verursachten Schwarzmeer-Blockade als globale Ernährungsherausforderung gewarnt.
Hintergrund
Am 11. September hatte Präsident Wolodymyr Selenskyj gewarnt, die durch die russische Aggression verursachte Blockade des Schwarzen Meeres stelle eine Ernährungsherausforderung für die Ukraine und viele weitere Länder dar.