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Ukrainische Wirtschaftsermittler decken großen „Konvertierungszentrum“-Betrug auf

Das ukrainische Büro für Wirtschaftssicherheit (BEB) hat nach eigenen Angaben ein umfangreiches „Konvertierungszentrum“ mit einem monatlichen Umsatz von rund 500 Millionen Hrywnja aufgedeckt. Im Rahmen der Operation fanden 50 Durchsuchungen in Kiew, Charkiw und Odessa statt; Verdächtige wurden benachrichtigt und nicht registriertes Bargeld im Wert von Millionen Hrywnja beschlagnahmt.

Das Wichtigste

  • Monatlicher Umsatz der Struktur: rund 500 Millionen Hrywnja
  • Seit 2023 sollen etwa 23,5 Milliarden Hrywnja durch die Schemata geflossen sein
  • Geschätzte Steuerhinterziehung: rund 3 Milliarden Hrywnja
  • 50 Durchsuchungen in Kiew, Charkiw und Odessa
  • Beschlagnahmung von nicht registriertem Bargeld im Wert von Millionen Hrywnja
  • Verdächtige wurden förmlich über den Tatverdacht informiert
  • Operation in Zusammenarbeit mit dem Büro des Generalstaatsanwalts, dem Zoll und der Cyberpolizei

Warum es wichtig ist

Die Struktur soll seit 2023 rund 23,5 Milliarden Hrywnja bewegt haben – ein Hinweis auf erhebliche Auswirkungen auf das ukrainische Finanzsystem. Die geschätzte Steuerhinterziehung von etwa 3 Milliarden Hrywnja bedeutet einen spürbaren Verlust für den Staatshaushalt. Der Fall zeigt zudem, dass BEB, Generalstaatsanwaltschaft, Zoll und Cyberpolizei koordiniert gegen großangelegten Finanzbetrug vorgehen – relevant für die fiskalische Transparenz der Ukraine im Krieg und für internationale Partner, denen Governance und Antikorruption wichtig sind.

Was geschehen ist

Das Büro für Wirtschaftssicherheit (BEB) der Ukraine hat unter prozessualer Leitung des Büros des Generalstaatsanwalts ein „Konvertierungszentrum“ mit einem monatlichen Umsatz von rund 500 Millionen Hrywnja aufgedeckt. Nach BEB-Angaben sind seit 2023 etwa 23,5 Milliarden Hrywnja durch die Schemata geflossen; die geschätzte Steuerhinterziehung beläuft sich auf rund 3 Milliarden Hrywnja.

Im Zuge der Operation wurden 50 Durchsuchungen in Kiew, Charkiw und Odessa durchgeführt. Dabei wurde nicht registriertes Bargeld im Wert von Millionen Hrywnja sichergestellt. Die Verdächtigen wurden förmlich über den Tatverdacht informiert. An dem Einsatz waren neben BEB und der Generalstaatsanwaltschaft der Zoll und die Cyberpolizei beteiligt.

Die Einzelheiten der Operation wurden vom BEB-Direktor Oleksandr Tsyvinskyi über seinen offiziellen Telegram-Kanal bekannt gegeben; weitere Details wurden für Montag, den 21. September, angekündigt.

Wie ukrainische Quellen darüber berichten

Alle vier Quellen sind ukrainischsprachig und folgen der offiziellen inländischen Ermittlungserzählung. Sie stellen BEB-Direktor Oleksandr Tsyvinskyi als öffentlichen Sprecher in den Mittelpunkt und betonen sowohl das Ausmaß des mutmaßlichen Betrugs (23,5 Milliarden Hrywnja seit 2023, rund 3 Milliarden Hrywnja geschätzte Steuerhinterziehung) als auch die operativen Ergebnisse (50 Durchsuchungen, beschlagnahmtes Bargeld). Die ukrainische Berichterstattung rahmt den Einsatz als einen bedeutenden Erfolg der heimischen Strafverfolgungsbehörden und der interbehördlichen Zusammenarbeit.

Wo die Berichte auseinandergehen

Eine Quelle ordnet die Partnerschaft bei der Operation dem staatlichen Zolldienst (State Customs Service) zu, eine andere dem Grenzschutzdienst (State Border Service).

Hintergrund

In der ukrainischen Ermittlungssprache bezeichnet „Konvertierungszentrum“ ein System, das Bargeld in unbare Form umwandelt (oder umgekehrt) und typischerweise zur Erzeugung illegaler Steuergutschriften oder zur Geldwäsche genutzt wird. Das BEB hatte zuvor bereits ein anderes „Konvertierungszentrum“ mit einem Umsatz von bis zu 18 Milliarden Hrywnja aufgedeckt, das Hunderte Unternehmen in der gesamten Ukraine bediente – ein Hinweis auf eine Serie großangelegter Finanzdelikte, die untersucht werden.